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Dissertationspreis für Wittener Alumna
DruckenDr. Anna-Louisa Holzner für neue Methode der Zahnwurzelbehandlung ausgezeichnet/Projekt in Gambia

Dr. Anna-Louisa Holzner
Dr. Anna-Louisa Holzner, Alumna der Universität Witten/Herdecke, ist die diesjährige Preisträgerin des Dissertationspreises der Deutschen Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie (DGET).
Der Preis ist mit 1.000 € dotiert und wird für Forschungsarbeiten in der Endodontie, dem Fachgebiet, das sich mit der Therapie von Zahnwurzeln beschäftigt, vergeben. Verliehen wurde der Preis im November im Rahmen der 10. Jahrestagung der DGET in Bonn. Holzner hat sich in ihrer Dissertation mit der „Entwicklung eines Basic Root Canal Treatments als zahnerhaltende Maßnahme im Rahmen der primären zahnmedizinischen Gesundheitsversorgung“ beschäftigt.
Anna-Louisa Holzner erhielt den Preis für ihren Vorschlag, auch in Entwicklungsländern eine sehr vereinfachte Wurzelbehandlung ohne Strom, Wasser und Behandlungsstuhl durchzuführen. Sie hat dieses Verfahren im Rahmen des GambiaDentCare Programms der Universität Witten/Herdecke entwickelt. Das Projekt bringt seit 1995 zahnärztliche Versorgung auch in die abgelegenen Landesteile des westafrikanischen Landes. Die neue Zahnwurzelbehandlung ergänzt die bereits bestehenden Therapiemethoden der Weltgesundheitsorganisation WHO, die Füllungen ermöglichen und Zahnverlust vorbeugen. Holzner konnte in einem festgelegten Nachuntersuchungszeitraum von sechs Monaten eine deutliche Besserung des zahnmedizinischen Gesundheitszustandes der Studienteilnehmer feststellen.
Holzner war bis zu ihrem Staatsexamen im Dezember 2010 studentische Koordinatorin des GambiaDentCare Programms der Universität Witten/Herdecke und ist nun wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Zahnklinik 1 des Universitätsklinikums Erlangen. Das Projekt unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. A. Rainer Jordan hat sich seit 1995 zum Ziel gesetzt, die zahnmedizinische Basisversorgung in Gambia zu verbessern und neue zahnmedizinische Behandlungsmöglichkeiten für Patienten in Entwicklungsländern zu ermöglichen. Jedes Jahr reisen dazu mehrmals zahnärztliche Teams, Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter der UW/H nach Westafrika, um laufende Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium der Republik Gambia sowie der WHO fortzuführen.







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