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Fluoridiertes Speisesalz auch in der Gastronomie erwünscht
DruckenFluoridiertes Speisesalz dient der Kariesvorbeugung/Deutsche Spitzenköche würden Fluoridsalz verwenden/IfK: Fluoridsalzverwendung in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung wünschenswert

Jodsalz mit Fluorid – Der Gesundheit zuliebe
Fünf von neun Spitzenköchen würden fluoridiertes Speisesalz einsetzen, wenn sie dürften. Das ist das Ergebnis einer qualitativen Akzeptanzanalyse der Informationsstelle für Kariesprophylaxe. Sie schätzen Fluoridsalz, weil es zum einen der Fluoridversorgung der Zähne dient und bei den Gästen für eine effektive Kariesvorbeugung sorgt. Daneben betonen die Köche, dass das fluoridierte Salz auch von den zahnmedizinischen Fachgesellschaften empfohlen wird.
Derzeit ist es für den Einsatz in der Gastronomie jedoch noch nicht zugelassen, obwohl die generelle Verwendungsbereitschaft vorhanden ist. Problematisch ist die geringe Verfügbarkeit von Fluoridsalz im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung vor allem deshalb, weil sich die Lebensgewohnheiten der Menschen verändert haben. In unserer heutigen Zeit spielt die Außer-Haus-Verpflegung eine immer größere Rolle. 80 Prozent der Vollzeit-Berufstätigen verpflegen sich mittags außer Haus, so die Ergebnisse der Nestlé-Studie 2011. Hier spielen neben Kantine, Bäcker und Co. auch Gaststätten und Restaurants eine Rolle. Wenn die Küche zu Hause einmal kalt bleibt, zieht es 60 % der Befragten in ein Restaurant, die Pizzeria oder ein gemütliches Gasthaus mit deutscher Küche.
Inzwischen setzen zwei Drittel der Privathaushalte das fluoridierte Salz ein. „Damit noch mehr Bundesbürger von dieser effektiven Form der Kariesprophylaxe profitieren können, sollte fluoridiertes Speisesalz auch vermehrt in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung Verwendung finden“, fordert Prof. Dr. Stefan Zimmer, Sprecher der Informationsstelle für Kariesprophylaxe und zahnmedizinischer Experte an der Universität Witten/Herdecke. In Mensen und Kantinen ist der Einsatz von Fluoridsalz bereits auf Basis einer Ausnahmegenehmigung erlaubt. Gesundheitsbewusste Betriebe können beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit einen Antrag einreichen und damit nachhaltig die Zahngesundheit Ihrer Gäste unterstützen.
„Fluoride kommen zwar in den meisten Lebensmitteln vor, aber nur in geringen Mengen“, erklärt Professor Zimmer. „Deshalb sollten dem Körper zusätzlich Fluoride zugeführt werden – zum Beispiel durch Kochen mit fluoridiertem Speisesalz. Damit bietet sich Verbrauchern neben der Anwendung von fluoridierter Zahnpasta eine weitere Möglichkeit für eine wirkungsvolle Kariesvorbeugung“, so der Experte. Das fluoridierte Speisesalz wirkt vor dem Verschlucken lokal durch den direkten Kontakt mit der Zahnoberfläche. Es erhöht die Fluoridkonzentration im Speichel und schützt so schon beim Essen vor Karies.







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