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Verwaltungskosten werden zum Milliardengrab im deutschen Gesundheitssystem
DruckenFVDZ fordert Transparenz im Kampf gegen die Mittelverschwendung

Die Zahlen beeindrucken: Knapp ein Viertel der Gesamtausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird zur Finanzierung der Kassenbürokratie verwendet, so das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung A. T. Kearney. Die Studie belegt eindrucksvoll, wie der Verwaltungsaufwand das Gesundheitssystem auslaugt und dass davon nicht nur die Krankenkassen, sondern im großen Maßstab auch die Leistungserbringer betroffen sind. „Hier werden Milliarden in ein ineffizientes System gepumpt, Geld, das für die Versorgung der Patienten nicht mehr zur Verfügung steht“, erklärt Kerstin Blaschke, stellvertretende Bundesvorsitzende des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ), am 4. Januar in Berlin.
„Der staatlich verordnete Kontroll- und Regulierungswahn hat die Verwaltungskosten immer weiter steigen lassen und den Medizinern dabei regelmäßig neue bürokratische Hürden in den Weg gestellt“, betont Blaschke. Dazu zählten die ausufernden Dokumentationspflichten oder auch die Praxisgebühr, die die niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte für die Krankenkassen eintrieben. „Die Rechnung zahlt letztendlich der Patient, der immer höhere Beiträge zahlt und dafür immer weniger Leistungen bekommt.“
„Was wir brauchen, sind transparente und effiziente Strukturen“, ergänzt Blaschke. Eine Grundsatzforderung des Freien Verbandes laute deshalb, mehr Eigenverantwortung im Gesundheitswesen zuzulassen und das Sachleistungsprinzip durch das Kostenerstattungsprinzip zu ersetzen. „Die Kostenerstattung bringt nicht nur Transparenz in das Leistungs- und Abrechnungsgeschehen, sie sorgt auch für eine effiziente Ressourcenverteilung. Nur so kommen Beitragsgelder und Behandlungszeit der direkten Patientenversorgung zugute.“







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