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Dauerhaft die Pole-Position sichern
DruckenSchnelligkeit, Profitabilität, Sicherheit und Qualität verbinden moderne Zahntechnik und Motorsport. Deshalb bildete das Porsche Museum den perfekten Rahmen für das WIELAND-Forum „Pole Position 2010“. Über 250 Teilnehmer informierten sich über die vollautomatische Herstellung vollanatomischer Restaurationen aus Vollkeramik und diskutierten mit namhaften Referenten über aktuelle Entwicklungen in der Zahntechnik.

Innovative Werkstoffe schaffen neue Möglichkeiten. Dank neuer Technologien werden aus diesen Möglichkeiten fortschrittliche Systemlösungen. Das ist die Quintessenz des WIELAND-Forums „Pole Position 2010“, das am Mai-Feiertag im Porsche Museum (Stuttgart-Zuffenhausen) an die Reihe der erfolgreichen WIELAND Zukunftsforen anknüpfte. Die über 250 Teilnehmer erfuhren aus den Referaten und bei Museumsführungen im Rahmenprogramm, dass sich der Erfolg in der Zahntechnik ebenso wie im Motorsport einstellt, wenn Team, Gerät und Material optimal aufeinander abgestimmt sind.
Vollanatomisch, vollautomatisch, vollkeramisch
Das sind die Eigenschaften der neuen Systemlösung ZENOSTAR, die WIELAND in Stuttgart vorstellte. Diese verblendfreien Kronen- und Brückengerüste aus transluzentem Zirkoniumdioxid sind eine ästhetisch hochwertige, biologisch gut verträgliche und wirtschaftlich überzeugende Alternative zu metallischen Arbeiten, wie insbesondere NEM-Restaurationen. Dass der Werkstoff Zirkoniumdioxid in den USA bereits seit Jahren erfolgreich angewendet wird und sich dabei als klinisch zuverlässig erwiesen hat, berichtete Dr. David L. Baird, Zahntechniker und Zahnarzt aus der Nähe von Seattle im US-Bundesstaat WashingWashington, der schon alle marktüblichen Keramiken getestet hat. Ihre besonders natürliche Ästhetik verdanken ZENOSTAR-Restaurationen dem Einsatz von ZENOTEC Zr transluzent, dem neuen Keramikwerkstoff von WIELAND, der eine gegenüber dem früheren hartweißen Zirkoniumdioxid um 13 Prozent gesteigerte Transluzenz aufweist, betonte Dr. Jörg Reinshagen, Leiter F&E Vollkeramik bei WIELAND in Pforzheim.
Hart aber glatt
Neueste Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass Zirkoniumdioxid trotz seiner besonderen Stabilität und Härte die natürliche Zahnsubstanz nicht unbedingt stärker abradiert, als die natürlichen Antagonisten bzw. Glaskeramiken. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch nach Aussagen von Prof. Dr. Peter Pospiech, Direktor der Klinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde der Universität des Saarlandes, dass die Restauration glatte Oberflächen aufweisen. Wenn man dies beachte, könnten Zirkoniumdioxid-Restaurationen vollanatomisch gefräst und unverblendet eingegliedert werden. Er verglich die Situation mit Kugellagern, deren Stahlkugeln in Keramikkäfigen liefen und als besonders verschleißfrei gelten. Dies gelinge durch glatte, reibungsarme Oberflächen. Die positiven In-vitro-Daten sollen nun auch durch eine klinische Studie verifiziert werden.
Die monolithische Verwendung von Zirkoniumdioxid bietet mehrere Vorteile. Dies sind zunächst die Material- und Zeitersparnis. Es lässt sich zudem das Chipping vermeiden, das eine Folge unterschiedlicher Materialeigenschaften von Gerüst- und Verblendmaterial ist, so Dr. Sascha Cramer von Clausbruch, Leiter F&E CAD/CAM-Technologie und Werkstoffentwicklung bei WIELAND in Pforzheim.
Neues aus dem Hause WIELAND
Zur Individualisierung der Zirkoniumdioxid-Restauration bietet das Unternehmen die Einfärbeflüssigkeit ZENOSTAR Color ZR in 16 Farbschattierungen und fünf Effektfarben. Sie werden mit dem Pinsel aufgetragen und sorgen dafür, dass die Transluzenz der Keramik erhalten bleibt.
Mit ZENOTEC T1 stellt WIELAND auch eine Fünf-Achs-Simultanfräsmaschine bereit, die Zirkoniumdioxid-Blanks mit einer Präzision bearbeitet, die vollanatomische Restaurationen möglich macht, und selbst Hinterschnitte problemlos bewältigt. Dabei laufen die Fertigungsprozesse vollautomatisch. Das System ist kompatibel mit allen Scannertechnologien; die Software verarbeitet STL-Daten von Intraoral-, Abformund Modellscannern und unterstützt den Zahntechniker beim Konstruieren der Restauration. Zum Fräsen wählt ZENOTEC T1 aus dem angegliederten Lagermagazin eine von maximal 30 ZENOTEC-Discs. Auch die geeigneten Fräswerkzeuge können zukünftig aus einem eigenen Werkzeugblank aus dem Lagermagazin geladen werden, so Dipl. Ing. Sven Hellmich, Produktmanager CAD/CAM ZENO bei WIELAND, Pforzheim. Auf diese Weise kann das Frässystem automatisch alle Aufträge abarbeiten.
Wie man Zirkoniumdioxid und das vielfältige Materialspektrum erfolgreich für ästhetisch schöne Restaurationen einsetzt, demonstrierten die Zahntechnik-Experten ZTM Ernst A. Hegenbarth (Bruchköbel), ZTM Haristos Girinis (Nagold) und ZTM Frank Wüstefeld (Hemmingen). Dass die Patienten bereit sind, für ästhetisch und qualitativ hochwertigen Zahnersatz aus der Hightech-Produktion mit CAD/CAM-Systemen auch gut zu bezahlen, versicherte Zahnarzt Dr. Achim Sieper (Kamen).
Den Wandel bewältigen
Entspannender Abschluss der Veranstaltung war ein Experten-Talk mit Kennern des Motorsports. Unter der Gesprächsführung von RTL-Formel 1-Moderator Florian König arbeiteten Ex-Rennfahrer Sven Heidfeld und Dieter-Georg Steinhauser, Leiter Motorsportentwicklung von PORSCHE heraus, wie erfolgskritisch es ist, mit einem motivierten Team, zukunftsträchtigen Technologien und innovativen Materialien immer wieder neue Herausforderungen bewältigen zu können. Dies gilt auch für die Zahntechnik, die nur mit Schnelligkeit, Profitabilität, Sicherheit und Qualität den Wandel in der dentalen Wertschöpfungskette bewältigen kann.
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ZAHNTECH MAG 14, 6, 365 – 357 (2010)








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