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3. Goldevent in Oberwiesenthal
Emotionen im Schnee – mit Biss und Beat
DruckenDer familiäre Charakter dieser traditionellen Veranstaltung der Firma Goldquadrat unter dem Motto: „Mit Biss in die Zukunft“ zeichnet die Treffen in Oberwiesenthal aus. Hochkarätige Referenten und Branchenkenner aus dem In- und Ausland begeisterten mit ihren Vorträgen die rund 300 Teilnehmer.

Zu Beginn des ersten Tages begrüßten Burghard Goldberg, Geschäftsführer von Goldquadrat und Olympiasieger Jens Weißflog die Teilnehmer. Der Themenmix der Vorträge reichte von der Implantatprothetik über Werkstoffkunde bis zu den aktuellen Entwicklungen in der CAD/CAM-Technologie. Den Anfang machte ZTM Ralf Bahle (Leutkirch) mit seinem Vortrag zur Implantatprothetik. Er betonte stark die Notwendigkeit von Planung und Kommunikation zwischen Zahnarzt und Zahntechniker, um zu einem perfekten Ergebnis zu gelangen. Dr. Roland Göbel von der Universität Jena erläuterte die verschiedenen Verbundkombinationen in der Zahnmedizin aus werkstoffkundlicher Sicht. Das Schädigungspotential zahnärztlicher Werkstoffe und die ganzheitliche Betrachtungsweise im Rahmen einer zahnärztlichen Behandlung wurden anschließend von Dr. Louis Niestegge (Bonn) eingehend beleuchtet.
Nach der Kaffeepause begeisterte ZTM Alexander Fink (München) mit einer Reihe von Patientenfällen, in denen Veneers und Kronen mit den Keramikmassen der Firma Noritake erstellt wurden. Auch ZTM Hans-Joachim Lotz (Weikersheim) hob in seinem Vortrag die Wichtigkeit der Kommunikation zwischen allen Beteiligten – vom Patienten bis zum Techniker – hervor, um einen Zahnersatz zu schaffen, der letztlich alle zufrieden stellt. ZTM Andreas Klar (Berlin) zeigte den aktuellen Stand der CAD/CAM-Technologie in der Zahntechnik auf und verglich die unterschiedlichen Herstellungsverfahren für ein Brückengerüst – herkömmlich, gefräst und im Lasersinterverfahren. Hier konnte das CAD/CAM-Verfahren hinsichtlich Zeitaufwand und Wirtschaftlichkeit die anderen Verfahren deutlich hinter sich lassen. Den Abschluss bildete ein besonderer Vortrag von Matto Barfuss, Künstler und Fotograf aus Rheinau-Freistett über das Leben mit Geparden in der afrikanischen Wildnis.
Am Vormittag des zweiten Tages konnten die Teilnehmer an Workshops der ausstellenden Firmen teilnehmen und hierbei gezielt ihr Wissen zu Produkten und Verfahren vertiefen.
Im Fokus: Ästhetik und neue Verfahren
Am Samstag wurde der Kongress von Goldquadrat-Geschäftsführer Rüdiger Bach eröffnet und begann mit dem Rückblick zu einem Sportevent der besonderen Art. 16 GQ-Kunden nahmen am 1.11.2009 am New York Marathon teil und kamen alle erfolgreich ins Ziel. Ein Teil der Gruppe war in Oberwiesenthal dabei und beantwortete die Fragen des Moderatorenteams ZTM Christiane Debusmann (Annahütte) und ZTM Matthias Gürtler (Arnsdorf).
Die Themen der Vorträge des zweiten Tages waren geprägt von Ästhetik und dem Stand der Entwicklung neuer Herstellverfahren. ZT Frank Löring (Witten) nahm die Zuhörer mit auf eine Reise in die Farbund Lichtvielfalt der CERABIEN ZR Zirkonoxidkeramik. Dr. med. dent. habil. Volker Ulrici und ZTM Walter Böthel (Leipzig) beschäftigten sich mit den Möglichkeiten der Prothesenverankerung auf Implantaten. Im sogenannten „backward-planning“ wird im Team von Zahnarzt und Zahntechniker ein Behandlungsplan aufgestellt, der sich nach der Implantation auf die optimalen Kriterien der Totalprothetik konzentriert.
Eine implantologisch-prothetische Rekonstruktion einer Oberkieferfront bei ausgeprägtem Engstand beschrieb Dr. Robert Böttcher (Ohrdruf). Hierbei wurde der Abdruck digital erstellt und online ins Labor übertragen. Dort wurde die digitale Rekonstruktion mit anschließender Fertigung durchgeführt. Der Patientenfall zeigte eine ästhetisch-funktionelle Wiederherstellung unter Zuhilfenahme moderner digitaler Technologien.
ZTM Matthias Gürtler beschäftigte sich mit den Möglichkeiten und Grenzen moderner CAD/CAMFertigung im Labor und sein Referentenpartner ZTM Axel Seeger (Berlin) stellte die Frage „Wie viel Ästhetik darf´s denn kosten?“, während ZTM Günter Rübeling (Bremerhaven) die Technologie des SAEFunkenerosionsverfahrens zur Passivierung von Gerüsten auf osseointegrierten Implantaten beschrieb. Die Realisierung der Wünsche des Patienten gepaart mit dem medizinisch Notwendigen bzw. Möglichen sollte das Ziel von Zahnarzt und Techniker sein. ZTM Michael Brüsch (Düsseldorf) zeigte im Vortrag „Bioästhetik versus dentale Intelligenz“ eindrucksvoll die unterschiedlichen Wege im Rahmen einer Restauration auf – von next-to-nature bis einfach schön. Im abschließenden Vortrag stellte ZTM Naoki Hayashi (Kalifornien/USA) einige klinische Fälle zum Thema Ästhetik vor. Auch er betonte, wie viele andere Referenten der Veranstaltung, die Notwendigkeit einer guten Kommunikation zwischen Zahnarzt, Patient und Zahntechniker, um zu einem ästhetischen und ansprechenden Ergebnis zu gelangen.
Tage voller Information und Inspiration
Die Teilnehmer erlebten zwei Tage voller Informationen und Inspirationen für die eigene tägliche Arbeit. Auch die Ausblicke in die Zukunft der Entwicklung vonZahnmedizin und Zahntechnik waren für die Zuhörer spannend. Jeder Veranstaltungstag wurde festlich beendet mit einer gelungenen Abendveranstaltung. Hier war Zeit zum Austausch fachlicher Informationen und für private Gespräche im Kreis der „Goldquadratfamilie“. Ein Rahmenprogramm für Familienangehörige und Kinder rundete die gelungene Veranstaltung ab. Insgesamt war das Goldevent eine emotional geprägte Veranstaltung mit Wissenstransfer in Workshops, Vorträgen und lebhaften Diskussionen. Das winterliche Ambiente in Deutschlands höchstgelegener Stadt und Wintersportort Oberwiesenthal rundete die familienfreundliche Veranstaltung ab.
Wer übrigens Michael Jackson Ca. "Live on Stage" erleben will, sollte die Veranstaltung "Casino Dental - Innovation im Fokus der Zahntechnik" am 07. Mai 2010 im Casino Hohensyburg in Dortmund nicht verpassen!
Mehr dazu unter www.goldquadrat.de.
Dr. Dietmar Krampe
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ZAHNTECH MAG 14, 3, 122 – 123 (2010)






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