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Motivationsschub für das ganze Jahr
DruckenImmer im Januar wendet sich DeguDent an seine Kunden aus Labor und Praxis, um ihnen eine Plattform mit frischem Input für das neue Jahr zu schaffen. Abseits des Alltags soll die Lust auf Aktivitäten geweckt werden und neue Motivation für das Ich entstehen. Dafür gibt es das Format des „Dental-Marketing-Kongresses“. Dieses Jahr waren in Frankfurt am Main für neue Begegnungen und Erlebnisse der 20. und 21. Januar 2012 reserviert.

Den Anfang der Zusammenkunft machte der fachliche Teil „Faszination Prothetik“. Bekannte Zahnärzte und Zahntechniker beantworteten, immer in Teamvorträgen, konkrete Fragen: „Was kann ich erreichen? Welche Materialien und Verfahren sind vielversprechend?“ Für jeden Zuhörer war klar erkennbar: Der Trend zu Versorgungen aus Zirkoniumdioxid ist ungebrochen. Zum modernsten Zuwachs bei den Vollkeramik-Materialien (Abb. 1), „Cercon ht mit herausragender Transluzenz“ (Abb. 2), betonte DeguDent-Geschäftsführer Johannes Draxler: Er habe nichts dagegen, wenn dies salopp als „das neue NEM“ bezeichnet werde. Zahntechnisch treffend sei, dass eine neue Ära der Vollkeramik begonnen habe. Zirkoniumdioxid hat sich vom Gerüst- zum Vollkontur-Material gemausert.
Die Zukunft ist monolithisch
Das „charmante“ Besondere, wie Laborinhaber ZT Carsten Fischer (Abb. 3), Frankfurt am Main, es ausdrückte, liege bei höher transluzentem Zirkoniumdioxid (Abb. 4) im geringeren Platzanspruch. Monolithische vollanatomische Kronen bilden damit einen wesentlichen Trend der Zeit (Abb. 5). Als Anwender im Team zeigten Dr. Sven Rinke, in Hanau niedergelassener Zahnarzt, und Carsten Fischer, wie sich eine gehobene Ästhetik erreichen lässt: nicht nur aufgrund der Transluzenz – „nicht zu viel und nicht zu wenig“ –, sondern vor allem auch durch die erzielbare natürliche Farbdynamik (Abb. 6). Per selektivem Pinselauftrag mit 16 Basis- Liquids nach der VITA-classical-Farbskala A1–D4 und zwei Bleach-Farben wird das vollanatomische Käppchen vor dem Sintern individualisiert.
Zweiter Trend: minimalinvasiv für Ästhetik und Funktion
Die heutigen Eigenschaften solcher Vollkeramik-Materialien spielen dem Künstler im Zahntechniker in die Hände. Das beste Exempel bietet ZTM Klaus Müterthies, Gütersloh (Abb. 7), mit „Art Oral“ (Abb. 8). Auf dem DeguDent-Marketing-Kongress stellte er unter anderem Non-Präp-Veneers vor. Er kommentierte: „Noninvasiv heißt, mit einem Minimum an Aufwand das Größtmögliche erreichen“ und fügte hinzu: „Imitation von Natur ist Kunst ist Erfüllung.“ Seine nachahmenswerten Verblendschalen bewiesen es (Abb. 9). Für die rot-weiße Analyse nimmt er sich viel Zeit; während der Rekonstruktion legt er größten Wert auf die lebendige dreidimensionale und farbliche Charakteristik der Oberfläche. In den Patientengesprächen achtet er auf Details – bis hin zur Stimme der Begleitpersonen, denen die Patienten vertrauen. Zahnarzt Dr. Gerd Körner, Bielefeld, führte weiter aus, wie nicht nur durch retrograde Parodontalchirurgie in hoffnungslos scheinenden Situationen ein Zahnerhalt zu erreichen ist, sondern sogar, wie die Restauration mithilfe von Müterthies’ Mock-ups für die Präparation minimalinvasiv erfolgt.
Mit Spannung verfolgten die Zuhörer ebenso die Darstellungen von Dr. Sjoerd Smeekens, in Nijmegen, Niederlande, niedergelassen, und ZTM Olaf van Iperen (Abb. 10), Wachtberg-Villip/Bonn. Ihr Anliegen: Findet man beim Patienten Schlifffacetten, Erosionen, Attritionen und Abrasionen im Anfangsstadium, muss die Funktionsanalyse und frühzeitige kausale Therapie einsetzen. Die Selbstzerstörung des Gebisses ist vorgezeichnet, auch wenn der Prozess Jahre und Jahrzehnte in Anspruch nimmt. Bei großvolumigen Attritionen, wie sie sich in Bruxismus-Fällen finden, dürfe man aber nicht den Fehler machen, einfach die verlorene Zahnlänge wiederherzustellen. Man muss zwischen Bisshöhenverlust und vertikalem Zahnsubstanzverlust unterscheiden. Denn im langsam abradierenden Gebiss finden kompensatorische dentoalveoläre Adaptationen durch Knochen- und Weichgewebseruption statt; betroffene Zähne können sich vertikal auf den Antagonisten zubewegen. Mit monolithischen Arbeiten, die nur geringe Mindestwandstärken fordern – im Falle von „Cercon ht“ beträgt diese im Randbereich nur 0,2 Millimeter – ist die substanzschonende Restauration möglich. Der definitiven Rekonstruktion (Abb. 11) geht eine lange provisorische Phase einschließlich interdisziplinärer Zusammenarbeit voraus.
Querdenken für den Erfolg
Die fachliche Kompetenz einschließlich ihrer Weiterentwicklung bildet die eine Seite des Erfolges – die andere zeigt sich in der Motivation, das eigene Glück in die Hände zu nehmen und die Geschicke in die richtige Richtung zu lenken. Die DeguDent-Veranstaltung (Abb. 12) gab die Gelegenheit, frische Perspektiven ausfindig zu machen. „Neu denken, anders denken, quer denken, dabei Kontakte knüpfen und einfach nette Menschen treffen!“ lautete das Motto der beiden Kongresstage. Mut und Appetit machende Vorträge gab es von Prof. Dr. Christian Blümelhuber, Freie Universität Brüssel, Belgien, Olympiasieger Edgar Itt, Coaching for Leadership, Frankfurt am Main, Sabine Asgodom, Asgodom Live Coaching, München, und anderen Vorbildern.
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ZAHNTECH MAG 16, 1/2, 45–47 (2012)







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