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Stuttgarter Einblicke 2011

Drucken aktualisiert am 07.11.2011

Über einen großen Zuspruch zur Einladung zur Jahresmitgliederversammlung des Vereins der ehemaligen Meisterschüler, Freunde und Förderer der Bundesfachschule für Zahntechnik ‚Stuttgart e.V. (VdZM) konnte sich der Vorsitzende des Vorstandes Ingo Schiedt freuen. Rund 90 Teilnehmer kamen am Nachmittag des 08. Oktober 2011 in die Aula der Hoppenlau Schule in Stuttgart.

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Ingo Schiedt begrüßte die Anwesenden und legte einen kurzen Rechenschaftsbericht zur Tätigkeit des Vereins in 2010 ab. Nach dem Kassenbericht, dem Haushaltsplan und dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand entlastet und Neuwahlen durchgeführt. Einstimmig wurde der alte Vorstand mit Ingo Schiedt als Vorsitzendem wieder gewählt. Sigfried Ernst, der sich nicht zur Wiederwahl gestellt hatte, wurde auf Antrag von Herrn Schiedt zum Ehrenvorstandsmitglied gewählt.

ZTM Ralf Riquier setzte sich anschließend in seinem Vortrag „Digitale Abformung“ mit der aktuellen Entwicklung der digitalen Fertigung von Zahnersatz kritisch auseinander. Der Referent beschrieb zunächst die unterschiedlichen Prozessketten bei Verwendung herkömmlicher Abformungen, chairside Lösungen mit dem Cerec System und der Anwendung digitaler Abformungen. Anschließend stellte er die am Markt befindlichen Systeme kurz vor. Auch auf Systeme, deren Markteinführung kurz bevor steht, ging er ein. Anforderungen, die bei allen Systemen zu beachten sind, sind u.a. sichtbare und klar definierte Präparationsgrenzen, kein Speichel oder Blut im Sulkus und möglichst trockene Zahnflächen. Als Vorteile digitaler Abformsysteme werden häufig folgende Punkte genannt: Komfort für den Patienten, höhere Qualität der Abformung, Zeitgewinn und direkte Kontrollmöglichkeit. Mit allen Punkten setzte sich der Referent intensiv und kritisch auseinander. Nach dem Vergleich der Indikationen, die die einzelnen Systeme abdecken, stellte er den workflow bei Fertigung des Zahnersatz im Labor bzw. bei industrieller Fertigung vor. Insbesondere widmete er sich dabei der Darstellung möglicher Fehler in der Prozesskette wie Scanund Handlingsfehlern. Großen Wert legte Riquier auf die Möglichkeiten der Qualitätskontrolle in der gesamten Prozesskette. Waren in der herkömmlichen Herstellung von Zahnersatz die Modelle die Prüfmittel zur Kontrolle, können dies im digitalen workflow die aus einem Datensatz mittels Lasersinterung, Stereolithographie oder Fräsen generierte Modelle nicht mehr sein, da sie gegenüber Gipsmodellen wesentlich unschärfer sind.

Die Zukunft der digitalen Fertigung von Zahnersatz sieht der Refernt in weiter verstärkten interaktiven Prozessen und gekoppelten Software Systemen. Sein Fazit lautete, dass sich Zahnarzt und Zahntechniker gemeinsam mit den neuen Methoden vertraut machen sollten und Meilensteine der Qualitätskontrolle in der gesamten Prozesskette festlegen müssen. Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion in der deutlich wurde, wie sehr die Veränderungen in der Herstellung von Zahnersatz die Techniker bewegen. Beim anschließenden Get-Together mit kleinem Imbiss hatten die Teilnehmer weiter Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen. 

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ZAHNTECH MAG 15, 11, 636 (2011)

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