Produktvergleiche
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4. Zirkonzahn Heldentag
Vom homo manualis zum homo digitalis
Drucken„Beweg die Welt mit Deinen Händen“ ist das Motto von Enrico Steger mit dem er immer wieder für Innovationen und Weiterentwicklungen in der Zahntechnik sorgt. Am 3. September 2011 begrüßte seine Firma Zirkonzahn rund 130Teilnehmer zum 4. Zirkonzahn Heldentag, der im stilvollen Ambiente der alten Ratinger Wasserburg „Haus zum Haus“ vor den Toren des Neandertals stattfand.

Das Wasserschlösschen „Haus zum Haus“ in Ratingen.
In seiner Begrüßung betonte Enrico Steger, dass Zirkonzahn für permanente Innovationen steht und eine Ideenschmiede für die Zahntechnik ist. Als neuestes Projekt zur Wissensvermittlung, beschrieb er den Heldencampus – ein neuartiges Schulungskonzept, das beinahe militärisch durchorganisiert ist und auch persönliche Entbehrungen erfordert. Kursteilnehmer werden dort in einer Woche eine komplette zahntechnische Arbeit erstellen, inklusive einer durchgängigen Fotodokumentation aus der ein repräsentativer Katalog erstellt wird. Diesen können die Absolventen des Campus im Labor zur Präsentation gegenüber zahnärztlichen Kunden und Patienten verwenden.
Nach der Begrüßung präsentierten Clemens Schwerin und Wilfried Tratter, Mitarbeiter des Unternehmens, Neuheiten der CAD-Software. Mit dem Modul „Inlay, Onlay, Veneer“ können Arbeiten für die ästhetische Zahnheilkunde modelliert werden und sogar Nonpräp Veneers, wie an einem Patientenfall dargestellt wurde. Mit dem Software Modul „Virtueller Artikulator“ lassen sich Artikulatoren im Scanner vermessen und die Daten für jeden Artikulatortyp im System hinterlegen.
Ein Vortrag über das Neandertal der Düssel nahe Mettmann und den Fund des Neandertalers in diesem Gebiet sorgte für interessante Abwechslung zu den zahntechnischen Themen des Tages. Jürgen Auffarth aus Salzburg zeigte anhand von gut dokumentierten Patientenfällen sein Vorgehen bei Arbeiten mit dem Prettau Zirkon. Routinemäßig fertigt er zunächst ein Provisorium aus Kunststoff, das der Patient drei bis sechs Monate trägt. Erst nach dieser Eingewöhnungsphase wird das Provisorium in den definitiven Zahnersatz aus Zirkon umgewandelt. Die Gestaltung der Basis hat er vorher punktuell aufliegend und gut putzbar modelliert. Da sich Zirkon als Material erwiesen hat, das kaum bakterielle Anlagerungen verursacht, bevorzugt er heute eine Basisgestaltung mit flächiger Auflage auf der Gingiva des Alveolarkamms. Großen Wert legt der Referent auf die Einfärbung des Zirkons, insbesondere der Zahnfleischanteile, wie er anhand seiner Falldokumentationen eindrucksvoll belegen konnte.
Der Vortrag von Mauricio Cuéllar de la Torre aus Mexiko zeigte anhand von Patientenfällen ein ähnliches Vorgehen. Auch er fräst seine Arbeiten zunächst in Kunststoff zur Einprobe und Korrektur am Patienten. Erst nach exakter Passung und befriedigender Ästhetik setzt er anschließend die Arbeiten in Zirkon um. Nach der Mittagspause stellte Luca Nelli eine Reihe von Patientenfällen aus seinem Labor vor. Der in Italienisch gehaltene Vortrag wurde von Enrico Steger übersetzt und humorvoll kommentiert. Rückblickend auf Arbeiten seit dem Jahr 2000 zeigte der Referent die Entwicklung in seinem Labor über den Zirkograph bis zum Einsatz des aktuellen CAD/CAM Systems, mit dem er seit 2009 arbeitet. Auch er fertigt inzwischen flächig aufliegende Prothesenbasen aus Zirkon und unterstrich die Aussagen von Jürgen Auffarth vom Vormittag.
Dr. Nico Bühler von der Universität Basel ging in seinem Referat zunächst auf werkstoffkundliche Aspekte des Materials Zirkoniumdioxid ein. Diese belegte er anhand verschiedener Studien zu diesem Werkstoff. Insbesondere die geringe Bakterienanlagerung an Zirkon konnte er mit dem Zitat mehrerer Studien untermauern. Anschließend zeigte er mit zwei sehr gut dokumentierten Fällen das klinische und technische Vorgehen an der Universität Basel bei der Herstellung von Zahnersatz aus Prettau Zirkon mittels der CAD/CAM Technologie Schritt für Schritt.
Zum Abschluss der Vorträge wurden vielversprechende Ausblicke auf ein sich noch in der Entwicklung befindliches Software-Modul zur virtuellen Aufstellung von Prothesen und bald verfügbare spezielle Schaumodelle zur Überzeugung von Kunden und Patienten gegeben.
Die Beiträge regten die Teilnehmer zu vielen Fragen an und in den Pausen nutzten die Besucher nicht nur das reichhaltige Buffet, sondern tauschten sich untereinander und mit den Referenten intensiv aus. Auch die Möglichkeit, sich von Mitarbeitern des Unternehmens die aktuelle CAD Software und die Maschinen demonstrieren zu lassen wurde ausgiebig genutzt. Die Veranstaltung zeigte die Innovationskraft von Zirkonzahn eindrucksvoll auf und die Teilnehmer konnten den historischen Veranstaltungsort mit einer Fülle nützlicher Informationen und Ideen am Nachmittag verlassen.
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ZAHNTECH MAG 15, 10, 556 – 558 (2011)









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