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AG Keramik ruft zur Studienteilnahme auf
Wie bewähren sich Restaurationen?
DruckenKlinische Studien in der Zahnheilkunde werden in der Regel universitär durchgeführt und dienen als Qualitätsnachweis für Behandlungsverfahren und Restaurationswerkstoffe. Da zahnärztliche Versorgungen jedoch überwiegend in der niedergelassenen Praxis ausgeführt werden, haben deren klinische Befunde und Nachuntersuchungsergebnisse eine erhebliche Relevanz für den Qualitätsstandard in der Generalistenpraxis.

Beispielhaft und international einzigartig ist in diesem Zusammenhang die Qualitätssicherungsstudie der Arbeitsgemeinschaft für Keramik in der Zahnheilkunde (AG Keramik). Niedergelassene Zahnärzte erheben seit 15 Jahren die Befunde ihrer vollkeramischen Restaurationen, geben die Ergebnisse unter www.csa-online.net an die AG Keramik und erhalten einen Vergleich mit den anonymisierten Mittelwert- Ergebnissen von allen Studienteilnehmern. Mit den Daten dieser „Ceramic Success Analysis“ (CSA) kann der einzelne Zahnarzt seine eigene klinische Vorgehensweise vergleichen und im Bedarfsfall verändern.
Es gibt Dentallabore, die eigene Qualitätsmerkmale dokumentieren, um die Gründe und Vorgehensweisen bei eventuellen Kundenreklamationen rekonstruieren zu können. Es fehlt ihnen aber die Vergleichsmöglichkeit mit anderen Laboren. Dadurch fehlt ihnen auch ein Verfahren, bewährte Techniken auf breiter Basis anhand dokumentierter Fälle zu evaluieren und Risiken für Werkstoffe und Fertigungsverfahren vorausschauend einzuschätzen. In Anbetracht der Vielzahl neuer Werkstoffe und Behandlungsverfahren haben sich viele Zahnärzte in Qualitätszirkeln zusammengeschlossen, um ihre klinischen Erfahrungen auszutauschen. Deshalb ist es völlig legitim und sogar dringend angeraten, dass Zahntechniker ebenfalls ihre Ergebnisse anonym auf einer breiten Plattform austauschen.
Vorteile durch Studienteilnahme
Die guten Erfahrungen aus dem Qualitätssicherungsprojekt mit niedergelassenen Zahnärzten hat die AG Keramik zum Anlass genommen, eine Plattform als „Langzeit-Qualitätssicherungsstudie für Zahntechniker“ unter dem Namen „Ceramic Success Analysis Plus“ einzurichten. Auf einem Erhebungsbogen für großgliedrige vollkeramische Restaurationen nennt der Zahntechniker die Ausgangsbedingungen der Arbeit wie Art und Umfang der Versorgung, Präparationsform, Werkstoff als Gerüstmaterial, Gerüstgestaltung, Fertigungsweise, Konnektorenmaße, Sinter- und Verblendtechnik und gibt das Formular an die AG Keramik. Damit befindet sich der Teilnehmer in einem auf Qualität orientierten Netzwerk von Dentallabors, die erfahren wollen, wie sicher und beständig ihre vollkeramischen Arbeiten sind. Von der AG Keramik erhält der Zahntechniker eine Auswertung zurück, die seine eigenen Daten und die Mittelwerte aller kollegialen Studienteilnehmer enthält. Damit kann jeder Teilnehmer system- und werkstoffunabhängig die gewählten Verfahren analysieren und Erfahrungen über Material- und Verarbeitungskombinationen sammeln. Das Erkennen von Risiken aus gemeldeten Misserfolgen zählt zu den weiteren Vorteilen der Studie. Der Zahnarzt wird es besonders schätzen, wenn sein Zahntechniker methodisch die Qualität der Arbeit kontrolliert und aus kollegialen, anonymisierten Vergleichen Erkenntnisse für bewährte Fertigungsverfahren gewinnt.
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ZAHNTECH MAG 16, 1/2, 21 (2012)







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