Produktvergleiche
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Gusskompetenz – alles aus einer Hand
DruckenAm 8. Mai 2010 feierten rund 50 geladene Gäste den Bezug der neuen Geschäftsräume des Ratzeburger Unternehmens Dental Balance. Unter der Leitung von Geschäftsführer Thomas Wess hat sich das Unternehmen seit seiner Gründung 2007 auf die Herstellung und den Vertrieb von Legierungen für die Dentalbranche spezialisiert. Neben diesem Tätigkeitsschwerpunkt bietet Dental Balance seinen Kunden aber noch weitere Produkte und Dienstleistungen an. Die Redaktion des internationalen ZAHNTECHNIK MAGAZINs sprach mit Geschäftsführer Thomas Wess über die Ziele, die das Unternehmen verfolgt.

Thomas Wess: „Wir gehen davon aus, dass Metalle sowohl in der Guss- als auch in der CAD/CAM-Verarbeitung neben Zirkoniumdioxid und Hybrid-Materialien zum Einsatz kommen bzw. eine Renaissance erleben werden.“
ZTM: Herr Wess, zunächst die besten Glückwünsche zur Erweiterung Ihres Unternehmens Dental Balance und dem Bezug der neuen Räumlichkeiten. Dennoch drängt sich die Frage auf, warum fokussieren Sie sich als noch ein weiteres Unternehmen auf den Vertrieb von Dentallegierungen. Wie unterscheiden Sie sich von den Wettbewerbern?
Thomas Wess: Wir bieten ein reduziertes Angebots-Spektrum mit straffem Sortiment. Es steht nicht nur die Legierung als solche im Mittelpunkt. Wir möchten durch überdurchschnittliches Fachwissen bei Loten, Lasern und Einbettmassen Lösungsansätze im Labor bereitstellen. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit Universitäten zusammen, um bei Produktentwicklungen den wissenschaftlichen Hintergrund konsequent abzudecken.
ZTM: Welche Kernkompetenzen definieren Sie für Ihr Unternehmen?
Thomas Wess: Wir beherrschen die Fertigung qualitativ hochwertiger Goldlegierungen, die von der Charité (Universitätsmedizin Berlin) nachuntersucht sind. Diese werden in kleinen Chargen hergestellt. Dadurch erreichen wir eine sehr hohe Gefügesicherheit. Außerdem stehen wir für die Entwicklung von Arbeitsprozessen, z.B. für den CAD/CAM-Guss und für Materialien, wie die Einbettmasse balance vest universal. Im engen Schulterschluss zu Universitäten begleiten wir wissenschaftliche Arbeiten und übernehmen die Organisation von Kongressen.
ZTM: Welche Produkte und Dienstleistungen bieten Sie Ihren Kunden?
Thomas Wess: Wir bieten zunächst qualitativ hochwertige Goldlegierungen. In unserem Sortiment mit über 20 individuell entwickelten Legierungen finden sich klassische Goldguss- und Aufbrennlegierungen für hoch- und niedrig schmelzende Keramik, palladium- und kupferfreie Universallegierungen für Kronen und Brücken. Aber auch Legierungen für die Doppelkronentechnik und großspannige Brücken bis hin zu Eco-Basis-Legierungen sowie NEM- und Modellgusslegierungen gehören zu unserem Portfolio. Dazu bieten wir sämtliche Fräsdienstleistungen im CAD/CAM-Bereich, Zirkon, Titan und NEM bzw. CAD/CAM-Guss, gefräste Suprastrukturen, Stege, Brücken und Abutments. Weitere Produkte sind die e.max-Krone, Membrane und Knochenersatzmaterialien für die Implantologie, der Vertrieb von Frässystemen sowie der individuelle Aufbau und die Etablierung von Fertigungsprozessen.
ZTM: Sie vertreiben auch Geräte, z. B. den Jet Speed Master für Läppverfahren. Was ist das?
Thomas Wess: Beim Läppen wird – im Gegensatz zum Schleifen, bei dem das Schleifkorn fest gebunden ist – mit losem rollenden Korn gearbeitet. Dadurch können, selbst bei relativ grober Körnung, wegen des kaum messbaren Materialabtrags sehr hohe Oberflächengüten erreicht werden. Hierdurch kann z.B. der Materialverlust bei hochgoldhaltigen Legierungen eingedämmt werden.
ZTM: Wie sind Sie personell aufgestellt?
Thomas Wess: Die Regionen Hamburg, Hannover, Berlin, München werden durch unsere Mitarbeiter betreut. Für die Ballungsräume: Düsseldorf, Stuttgart, Leipzig/Dresden und Frankfurt suchen wir weitere Mitarbeiter.
ZTM: Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrem Unternehmen?
Thomas Wess: Wir wollen uns eine hohe Kundenzufriedenheit und -bindung erarbeiten durch Produktkenntnisse und fachbezogene Unterstützung sowie gemeinsam mit dem Labor definierte Ziele.
ZTM: Warum sollte ein Zahntechniker seinen bisherigen Lieferanten aufgeben und zu Ihnen als Kunde wechseln?
Thomas Wess: Weil der Zahntechniker ein gut ausbalanciertes Produkt-Portfolio aus einer Hand mit hoher Sach- und Fachkompetenz erhält, sozusagen vom Anwender für den Anwender.
ZTM: Glauben Sie, dass Legierungen in der Zahntechnik noch eine Zukunft haben?
Thomas Wess: Wir gehen davon aus, dass Metalle sowohl in der Guss- als auch in der CAD/CAM-Verarbeitung neben Zirkoniumdioxid und Hybrid-Materialien zum Einsatz kommen bzw. eine Renaissance erleben werden.
ZTM: Welche Alternativen bieten Sie Ihren Kunden heute
und in der Zukunft?
Thomas Wess: Mit neuen ausgereiften Produkten am Markt zu sein, wobei der Input der Kunden mit großem Ehrgeiz zeitnah und sicher umgesetzt wird – z.B. neueste Technologie im CAD/Cam-Bereich, Jet Speed Master oder Goldbox. Der Input des Kunden wird als wichtige Basis des Unternehmens gesehen. Darüber hinaus bestehen eine enge Anbindung zu Universitäten und Begleitung wissenschaftlicher Projekte sowie die Organisation von Kongressen und spezifischen Schulungen für unsere Kunden.
Herr Wess, wir danken Ihnen für das aufschlussreiche Gespräch.
ZAHNTECH MAG 14, 7/8, 434 – 435 (2010)






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