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„Wissenschaftliche Evidenz spricht für weitspannige und Extensionsbrücken aus Cercon“
DruckenDie Zirkonoxid-Technologie aus Hanau-Wolfgang ist seit 2001 am Markt. Über 3.000.000 eingegliederte Cercon-Zahneinheiten sprechen für den Erfolg des Systems. Dr. Lothar Völkl, Leiter Entwicklung DeguDent, Hanau, beleuchtet in unserem Interview die klinische Untermauerung.

ZTM: Dr. Völkl, als Degussa Dental Cercon nicht lange nach dem Jahrtausendwechsel eingeführt haben, standen vermutlich kaum Studien zur Verfügung, oder?
Dr. Lothar Völkl: Zirkonoxid ist in der Medizin schon lange bekannt und bewährt. Unser System baute zudem auf dem DCM-Verfahren der Universität Zürich auf, und so konnten wir bereits auf einschlägige Publikationen aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Peter Schärer zurückgreifen. Gemeinsam waren wir sicher, dass mit Cercon viergliedrige Seitenzahnbrücken mit zwei Zwischengliedern möglich sein würden – ohne die Gefahr von Gerüstbrüchen. Seither hat sich die hohe Erfolgssicherheit immer wieder bestätigt.
ZTM: Aber Studien über längere Zeiträume haben bestehende Empfehlungen erhärtet und neue Restriktionen nötig gemacht?
Dr. Lothar Völkl: Die erste Aussage stimmt, die zweite nicht. Das eigentlich Neue aus den letzten neun Jahren ist, dass sich unsere ursprünglichen Maßgaben als richtig erwiesen haben: Fräsen im kreidig-weichen Zustand, 9 Quadratmillimeter Verbinderquerschnitt, bis zu zwei benachbarte Zwischenglieder – wir brauchten unsere ursprünglichen Empfehlungen in keinem Punkt zu revidieren.
ZTM: Man hat zuweilen den Eindruck, Sie seien jetzt sogar etwas mutiger geworden …
Dr. Lothar Völkl: Wir waren von Anfang an in unseren Empfehlungen eher restriktiv. So haben wir im Zweifelsfalle Anwendungen selbst dann nicht empfohlen, wenn sie in der Praxis schon häufig eingesetzt wurden, sich aber noch nicht durch belastbare klinische Studien untermauern ließen. Insofern war das letzte halbe Jahr geradezu aufregend! So hat Cercon als einziges Zirkonoxid-System den Vergleich mit dem Goldstandard Metallkeramik gesucht und bei hohen Überlebensraten als gleichwertig bestanden. Ein weiteres wichtiges Ergebnis: Extensionsbrücken und weitspannige Brücken aus Cercon wurden klinisch positiv bewertet und können damit empfohlen werden – eine echte Indikationserweiterung. Interessant stellt sich für mich auch die klinische Bewährung der Überpresstechnik als Verblend-Alternative dar. Insgesamt ist Cercon nach meiner Einschätzung das klinisch am besten abgesicherte Zirkonoxid-System der Welt und gibt bei breiter Indikation dem Zahntechniker und Zahnarzt die größtmögliche Sicherheit. Wir arbeiten gerade an einer neuen Ausgabe unseres Kompendiums zu aktuellen klinischen Studien. Diese Studienzusammenfassung wird nach dem Sommer zur Verfügung stehen.
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ZAHNTECH MAG 14, 7/8, 432 – 433 (2010)






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