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Das Konzept „priti®process“ von pritidenta

Drucken Von Dipl. Betriebswirt Karl-Heinz Martiné    aktualisiert am 13.02.2012

Anfang Dezember 2011 lud die pritidenta GmbH, Leinfelden, zu einer Pressekonferenz nach Ulm ein. Nach der Begrüßung erfolgte eine kurze Firmenpräsentation durch Geschäftsführer Andreas Nitschke. Er informierte die Teilnehmer, dass die Frontzähne der priti®crown nun auf dem Dentalmarkt verfügbar sind. Im anschließenden Interview gab ZTM Ulli Mönkmeyer einen interessanten Rückblick auf die Entstehung und Entwicklung der priti®crown und des priti®process.

Die „priti®crown“.
Die „priti®crown“.


Gekrönt wurden die Beiträge durch die sehr beeindruckenden ersten Patientenfälle, präsentiert von ZTM German Bär. Zum Abschluss folgte eine Führung durch die Produktionshallen der Firma Mack unter dem Motto: „Ein Blick in die Schleifwelt der priti®crown“. Firmengründer Franz Mack und sein Sohn Alexander Mack beeindruckten die Fachwelt mit einer hohen Fachkompetenz rund um die CNC-Technik. Mit dem priti®process hat die pritidenta® GmbH ein neues, vollkommen digitales Herstellungskonzept für die ästhetisch hochwertige Prothetik entwickelt. Herzstück des Prozesses ist der völlig neuartige Kronenrohling für die CAD/CAM-Technologie, die priti®crown. Diese ist in Form, Farbe und Funktion bereits nahe am natürlichen Zahn. In vier Arbeitsschritten wird aus dem Kronenrohling eine passgenaue Krone geschliffen, deren ästhetisches Ergebnis nahezu vorhersagbar und reproduzierbar ist.

Der „priti®process“.
Der „priti®process“.
Überzeugt hat der an diesem Tag präsentierte ideale priti®process, der in vier Arbeitsschritten vonstatten geht: Am Anfang steht der 3D-Gesichtsscan des Patienten. Dann folgt entweder ein Intraoral- oder ein Modellscan. Diese beiden Scans werden auf der Basis offener Schnittstellen miteinander verknüpft und bilden dann eine dreidimensionale Planungsgrundlage für die Konstruktions- und Designphase der vorgefertigten priti®crown. Im vierten Arbeitsschritt erfolgt in einer CAM-Maschine die individuelle Anpassung des Kronenrohlings entsprechend den Designdaten.

„Obwohl das digitale Konzept im ersten Moment komplex erscheint, kann der priti®process einfach und effizient in das Leistungsspektrum eines jeden Labors integriert werden“, so Andreas Nitschke, geschäftsführender Gesellschafter der pritidenta® GmbH, und weiter: „Für die Labore bietet sich jetzt die Möglichkeit, ästhetisch hochwertige Restaurationen zu wirtschaftlich überzeugenden Konditionen zu fertigen. Das Keramik-Know-how ist direkt in die Entwicklung und Produktion des Kronenrohlings eingeflossen. Der Herstellungsprozess einer Krone wird beschleunigt, der Material- und Zeiteinsatz reduziert und ein hohes ästhetisches Ergebnis erreicht, ohne die geschliffene Krone aufwendig finalisieren zu müssen – das macht den Gesamtprozess aus.“

Nach Unternehmensangaben ist der Einstieg in den priti®process weder mit kostspieligen Einstiegsinvestitionen verbunden, noch müssen sich die Zahntechniker in neue Softwareprogramme einfinden. Denn sowohl für die Arbeitsschritte CAD-Konstruktion des Kronenrohlings wie auch für die CAM-Software kann mit bereits bekannten Programmen gearbeitet werden. Der Gesichtsscanner priti®mirror ist in dem digitalen Herstellungsprozess optional.

Komplexer Prozess – einfache Handhabung



Geschäftsführer Alexander Mack von Mack Dentaltechnik, ZTM German Bär und ZTM Ulli Mönkmeyer sowie Geschäftsführer der pritidenta GmbH Andreas Nitschke (v.l.n.r.) präsentierten das neue Herstellungskonzept von pritidenta.
Geschäftsführer Alexander Mack von Mack Dentaltechnik, ZTM German Bär und ZTM Ulli Mönkmeyer sowie Geschäftsführer der pritidenta GmbH Andreas Nitschke (v.l.n.r.) präsentierten das neue Herstellungskonzept von pritidenta.
Der priti®process konzentriert sich auf das Schleifen eines mehrschichtigen Kronenrohlings (priti®crown), der dadurch an die individuelle Patientensituation exakt angepasst wird. Der Kronenrohling ist nicht nur anatomisch und funktionell geformt wie ein Zahn, sondern zeigt auch einen naturidentischen Farbverlauf. Da Zähne so individuell sind wie die Menschen, sind für die priti®crowns auf der Grundlage von wissenschaftlichen Studien verschiedene Zahnformen und -farben standardisiert worden. Die Frontzahnpriti®crown gibt es in drei verschiedenen Zahnformen, diese jeweils in vier Größen und zurzeit in den sechs gängigsten VITA-Farben. Das Material ist die mehrfach geschichtete Feinstruktur Keramik VITA Mark II (VITA Zahnfabrik). Die priti®crowns werden durch die VITA Zahnfabrik in einem standardisierten Fertigungsprozess hergestellt. So ist gewährleistet, dass die präfabrizierten Kronen in Form und Farbe stets identisch sind. Zu den Frontzahn-priti®crowns werden Seitenzahn-Kronenrohlinge hinzukommen. Auch das Farbenspektrum wird sukzessive erweitert.

Die naturidentische Farb- und Formgebung des Kronenrohlings hat für die Bearbeitung entscheidende Vorteile. „Mit der präfabrizierten priti®crown als Herzstück des priti®process gelingt es dem Zahntechniker erstmals, das ästhetische Ergebnis der Kronen vorhersagbar und reproduzierbar zu gestalten“, erläutert Andreas Nitschke. Der Zahntechniker kann bei der CAD-Konstruktion den vorhandenen Farbverlauf des Kronenrohlings mit in die Planung einbeziehen. Die Konstruktion erfolgt mit bereits am Markt etablierten Programmen, die um ein sogenanntes priti® Add-On erweitert werden.

Integriert ist die Zahnbibliothek der priti®crowns in der exocad-Software. Für den Schleifprozess werden die Konstruktionsvorgaben über ein offenes Übergabeprotokoll an die CAM-Software (zurzeit Hyperdent von Open Mind Technologies) weitergegeben. Diese setzt den Kronenrohling entsprechend den Konstruktionsdaten in die richtige Position für den Schleifvorgang. Die fertige Krone verfügt über exakt den Farbverlauf, der bei der Planung festgelegt worden ist. Nach Unternehmensangaben passt sich die fertige Restauration in Transluszenz, Abrasion und Farbverlauf dem Aussehen eines natürlichen Zahns nahezu optimal an, da der Kronenrohling rein subtraktiv bearbeitet wird. Ein manuelles Nacharbeiten soll nicht zwingend erforderlich sein. Weitere Add-Ons für die CAD-Programme von 3shape und Dental Wings sowie für zusätzliche CAM-Software sind in Vorbereitung.

Zukunft Gesichtsscanner



Der Gesichtsscanner „priti®mirror“.
Der Gesichtsscanner „priti®mirror“.
Angekündigt wurde, dass im zweiten Quartal 2012 der priti®process um die Option des 3D-Gesichtsscanners priti®mirror erweitert werden kann. Dieser neuartige Scanner erfasst das gesamte Gesicht des Patienten, sodass gemeinsam mit den Daten aus einem Intraoral- oder Modellscan ein fotorealistisches dreidimensionales Bild entsteht. Zu sehen sind Gesichtsform, Proportionen, Mimik, Lachen, Hautbild und die vorhandene Restbezahnung. Das gewünschte prothetische Endergebnis ist bereits vor Beginn der Behandlung am Bildschirm zu sehen. So können Zahntechniker, Zahnarzt und Patient gemeinsam das prothetische Ziel erarbeiten.
Fotostrecke
Der „priti®process“.   Geschäftsführer Alexander Mack von Mack Dentaltechnik, ZTM German Bär und ZTM Ulli Mönkmeyer sowie Geschäftsführer der pritidenta GmbH Andreas Nitschke (v.l.n.r.) präsentierten das neue Herstellungskonzept von pritidenta.   Der Gesichtsscanner „priti®mirror“.  
WEITERE INFORMATIONEN:

pritidenta® GmbH
Meisenweg 37
70771 Leinfelden-Echterdingen
Tel.: 0711 32065612
Fax: 0711 32065699
www.pritidenta.com

ZAHNTECH MAG 16, 1/2, 57–59 (2012)

Portrait Martine

Dipl. Betriebswirt Karl-Heinz Martiné

Geschäftsführer

proxi®.gmbh

Melchiorstraße 14, 50670 Köln

Tel.: 0221 / 28 356-0; Fax: 0221 / 28356-19

E-Mail: martine@proxi.de
http://www.proxi.de

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