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Der Keramik-Experte Metoxit beschreitet neue Wege
DruckenDie Schweizer Metoxit AG aus Thayngen ist den Keramikspezialisten der Dentalindustrie ein Begriff. Vielen Zahntechnikern und Zahnärzten dagegen ist das Unternehmen eher unbekannt, obwohl so mancher von ihnen – ohne es zu wissen – bereits Zirkonoxid aus Thayngen verwendet, da eine große Zahl von Rohlingen aus dem Hause Metoxit von vielen bekannten Herstellern unter eigener Marke verkauft wird.

Die Schweizer Metoxit AG aus Thayngen ist Experte auf dem Feld der zahnprothetischen Keramik und offeriert nun ihr neues Z-CAD®-Konzept hochtransluzenter (HTL-)Materialien für vollanatomische Zirkonoxidrestaurationen.
Nun will der Schweizer Spezialist aus deren Schatten heraustreten – und dies gleich in allen Regionen der Erde zugleich. Aus diesem Anlass hatte die Firma Metoxit im November eine Pressekonferenz anberaumt, um die Fachwelt über ihre Ziele und Vorhaben zu informieren und ihr neues Z-CAD®-Konzept zu präsentieren.
Langjährige Erfahrungen mit Zirkonoxid
Die Metoxit selbst deckt neben der Medizintechnik die industriellen Bereiche Elektrokeramik, Keramik für die Chemie und Komponenten, wie zum Beispiel Pumpen-Kolben, ab. Seit den 1990er Jahren ist man auch für die Uhrenindustrie tätig. So fertigte man Gehäuse aus eingefärbter Zirkonoxidkeramik für die seit 1868 bestehende Uhrenmanufaktur IWC im benachbarten Schaffhausen. 1990 erfolgte die Etablierung des Werkstoffes in der Zahnheilkunde zunächst in Form von Wurzelstiften und unter dem Markennamen DCS für CAD/CAM-Rohling.
1993 erfolgte erstmalig die Fertigung von Blöcken aus Zirkonoxidkeramik, aus denen der Zahntechniker mittels CAD/CAM-Bearbeitung Zahnkronen oder Brücken herausarbeiten konnte. Konsequenterweise wurde bereits die erste in Deutschland veröffentlichte klinische Studie für die Verwendung von Zirkonoxid im Seitenzahnbereich aus dem Jahr 1999 mit CAD/CAM-gefertigten Rohlingen aus Thayngen durchgeführt. Als forschendes Unternehmen arbeitet Metoxit eng und kontinuierlich mit nationalen und internationalen Hochschulen zusammen. So führt man beispielsweise sowohl in der Entwicklungsphase neuer Produkte als auch bei ihrer klinischen Dokumentation gemeinsame Studien durch. Bestes Beispiel hierfür ist eine an der Universität Freiburg in Auftrag gegebene Untersuchung über eine vor vier Jahren auf der IDS vorgestellte Zirkonoxidmischerkeramik, die für die Ziraldent-Implantate verwendet wird. Nunmehr steht die Markteinführung dieser Implantate bevor.
Marketing und Vertrieb unter neuer Leitung
Mit einem qualifizierten Team soll der im Dentalmarkt bisher eher hinter den Kulissen agierende Schweizer Spezialist jetzt als weltweit aktiver Anbieter keramischer Dentalprodukte aufgestellt werden. Jens Reichenbach, in der Dentalbranche kein Unbekannter, hat nun seit Oktober dieses Jahres die Marketing- und Vertriebsleitung bei Metoxit inne und wird sich voll und ganz dieser Aufgabe widmen. „Ich freue mich auf diese Herausforderung und bin zuversichtlich, das Unternehmen und seine Marken schon in wenigen Monaten dort positioniert zu haben, wo es hingehört: in der Spitze“, betonte Jens Reichenbach. „Die Voraussetzungen könnten kaum besser sein. Die umfassende Kompetenz von Metoxit in Dentalkeramik – werkstofflich wie ingenieurstechnisch, mit besonderem Know-how von CAD/CAM-Anforderungen und Ästhetik – ist absolut außergewöhnlich.“
Ein durchdachtes Produktkonzept
Auch in der Produktion steht das Unternehmen aufgrund des Know-hows seiner Mitarbeiter und des hiesigen Maschinenparks an der Weltspitze. So kann man Zirkonoxid-Blanks in Top-Qualität zu dennoch moderaten Preisen fertigen. Gerade für innovative Anwendungen bei der Zahnersatzherstellung befinden sich interessante neue Produkte in der Pipeline, die in den kommenden Monaten auf den Markt gebracht werden sollen, erläutert Thomas Mettler, Produktmanager CAD/CAM. Dazu zählt als Erstes das eingangs genannte Z-CAD®-Konzept. Es handelt sich dabei um Blanks von hoher Ästhetik und Transluzenz in vier Grundfarben: Weiss, Light, Medium und Intense (Produktfamilie Z-CAD HTL*).
Das Z-CAD®-Farbkonzept ist so angelegt, dass alle Zahnfarben durch Bemalen in kurzer Zeit erzielt werden können. Grundlage ist zunächst die Wahl aus den o.g. vier Farbtönen. Bei der Herstellung der eingefärbten Rohlinge wird durch das Metoxit-Fertigungsverfahren sichergestellt, dass Farbverunreinigungen (Grauschleier) eliminiert sowie eine maximale Homogenität und Reproduzierbarkeit erzielt werden.
Vollanatomie mit hoher Transluzenz ist für Patienten aus vielen Gründen attraktiv: substanzschonende Präparation, ansprechende Ästhetik, keine Chipping- Problematik, langlebige Restaurationen dank großer Biegefestigkeit und Alterungsbeständigkeit – Argumente, mit denen Zahnarzt und Zahntechniker ihre Patienten begeistern.
Für das zahntechnische Labor bedeuten vollanatomische Zirkonoxidrestaurationen eine effiziente Herstellung. Die Sinterung erfolgt bei 1.450 °C/2h. Vielfach wird sich der Zahntechniker die Frage stellen: Warum sollte ich einem Patienten überhaupt noch Nichtedelmetall anbieten, wenn ich doch diese hochwertige Alternative in Zirkonoxid habe?
Neben vollanatomischen Restaurationen kann das Material auch als klassisches Gerüstmaterial für die anschließende zahntechnische Verblendung eingesetzt werden. In diesem Falle punktet die Z-CADHTL- Familie mit ihrer exzellenten Transluzenz. Sie schafft beste Voraussetzungen für höchste Ästhetik.
Dabei sind die Z-CAD-HTL-Produkte von Metoxit für alle Beteiligten preislich hochattraktiv – nicht zuletzt, weil sie direkt vom Hersteller kommen. Das gibt dem Anwender letztlich auch die höchste Sicherheit für die Qualität der Premium-Marke Metoxit. Die Zirkonoxidrohlinge sind ab sofort in Form von Keramikscheiben in Dicken zwischen 10 und 25 Millimetern in den vier beschriebenen Farbtönen erhältlich.
Im Anschluss an die Pressekonferenz bot das Unternehmen eine Führung durch die werkseigene Fertigung. Zahlreiche Roboter werden für die Produktion eingesetzt und sorgen somit für die Präzision jedes einzelnen Werkstücks. Im Prüflabor erfolgen die Drei-Punkt- und Vier-Punkt-Biegeversuche und die Prüfung der Zirkonoxid-Gefüge auf Güte, d.h. auf die Korngröße und die Homogenität. Interessant für die Besucher zu sehen, war u.a. der Sprühturm, der für die Farbgebung genutzt wird sowie die Pressverfahren.
Das Unternehmen Metoxit wird vom OEM-Partner zum aktiven Vertriebsunternehmen im Dentalbereich wechseln; daran wird mit Feuereifer gearbeitet. Der Markt ist da, die Kompetenz ist vorhanden und daher darf man auf Produktinnovationen gespannt sein, die für 2012 vom Unternehmen angekündigt sind.
Informationen über das Unternehmen Metoxit und über aktuelle Bezugsquellen finden sich im Internet unter www.metoxit.com.
*Z-CAD ist ein eingetragener Name der Metoxit AG, Thayngen.
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Metoxit AG
hight tech ceramics
Emdwiesenstrasse 6
CH-8240 Thayngen
Tel.: +41 52 64501-01
Fax: +41 52 64501-00
www.metoxit.com
ZAHNTECH MAG 15, 12, 713 – 715 (2011)











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