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Sicherheit dank klinischer Studien

Drucken aktualisiert am 03.08.2010

Die Zirkoniumdioxid-Technologie hat sich im vergangenen Jahrzehnt in vielen Fällen als Alternative zur Metallkeramik bewährt. Dies wird belegt durch die konsequente wissenschaftliche Dokumentation zum Cercon-System, auf die DeguDent von Anfang an hohen Wert gelegt hat. Welche neuen Aussagen sich auf der Grundlage aktueller Studienergebnisse für die Praxis treffen lassen und was man aus der klinischen Erfahrung gelernt hat, haben am 12. Mai 2010 Dr. Alexander Völcker (Geschäftsführer der DeguDent GmbH), Zahnarzt Dr. Sven Rinke und Prof. Dr. Peter Pospiech (Universität Homburg/Saar) auf einer Pressekonferenz des Hanauer Unternehmens vorgestellt.

Konsequente wissenschaftliche Dokumentation zum Cercon-System: Prof. Dr. Peter Pospiech, Dr. Alexander Völcker, Dr. Sven Rinke und Otfried Gross (v.l.n.r.).
Konsequente wissenschaftliche Dokumentation zum Cercon-System: Prof. Dr. Peter Pospiech, Dr. Alexander Völcker, Dr. Sven Rinke und Otfried Gross (v.l.n.r.).


In seiner Begrüßung ging Dr. Alexander Völcker zunächst auf die Historie des Werkstoffes Zirkoniumdioxid in der Zahntechnik ein. Das im Cercon-System verarbeitete Zirkoniumdioxid zeichnet sich durch eine Reihe von Vorteilen aus, die in der täglichen Praxis von Bedeutung sind. Dazu gehört eine geringe Korngröße, bereits im angelieferten Rohstoff. Durch die niedrige Sintertemperatur kommt es später zu keinem Kornwachstum, und als Ergebnis resultiert eine besonders kleine Korngröße über die gesamte Prozesskette, damit auch in der fertigen zahntechnischen Arbeit. Hinzu kommen voreingefärbte Rohlinge mit homogener Pigmentverteilung sowie eine kontrollierte Fertigung der Blanks im eigenen Haus. Das Cercon-System hat sich im Laufe der Zeit von einem reinen CAM-System zur digitalen Welt von DeguDent von heute entwickelt. Cercon bietet mit seinen Hauptkomponenten Scanner (Cercon eye), Fertigungseinheiten (Cercon brain, Cercon brain expert), Rohlinge (Cercon base, Cercon base disk) alles, was ein gutes CAD/CAM-System benötigt. Heute kommt es darüber hinaus auch auf die möglichen Schnittstellen an. Hervorzuheben ist speziell bei der separaten Fräseinheit Cercon brain expert die alternative Anbindung an den Scanner Cercon eye mit der zugehörigen Software Cercon art und an den 3shape-Scanner mit der entsprechenden Software Dental Designer. Hinzu kommt die zentrale Fertigungsmöglichkeit im Hause DeguDent – Cercon by Compartis. Großen Wert legte Völcker auf die Feststellung, dass alle Produkte durch klinische Studien überprüft werden und Freigaben für die Indikationen in Praxis und Labor erst nach der wissenschaftlichen Überprüfung erfolgen.

Chipping und die Einflussfaktoren



In seinem Vortrag „Evidenz in der Vollkeramik – Klinische Studien zum Cercon-System“ stellte Dr. Sven Rinke (Klein-Auheim) zahlreiche klinische Studien vor und leitete die essentiellen Ergebnisse daraus für die Praxis ab. So lassen sich, was die Langzeitstabilität angeht, keine signifikanten Unterschiede zwischen Vollkeramik- und Metallkeramik-Restaurationen bei Standardindikationen (Einzelkronen und 3-gliedrige Brücken) feststellen. Zum Phänomen des Chipping konnte festgestellt werden, dass die Haupteinflussfaktoren das anatomische Design (maximale Gerüstunterstützung), massives Einschleifen und die zu rasche Abkühlung der Verblendkeramik sind. Langzeitabkühlung der Verblendkeramik verringert Spannungen ebenso wie nur geringes Einschleifen
unter ausreichender Kühlung und baut dem Chippingeffekt vor. Keinen Einfluss auf Abplatzungen hat dagegen der WAK der verwendeten Verblendkeramiken. Weitere Erkenntnisse aus neueren Studien sind die Bewährung der Überpresstechnik sowie erweiterte Indikationen wie Extensionsbrücken und weitspannige Brücken.

So stellt sich klinischer Erfolg ein



Im letzten Vortrag unter dem Motto „Zehn Jahre Zirkondioxid in Praxis und Labor – Eckpunkte für den klinischen Erfolg“ stellte Prof. Dr. Peter Pospiech die Haupteigenschaften für den klinischen Erfolg des Werkstoffes heraus – Ästhetik, Biokompatibilität und Substanzschonung. Anhand zahlreicher Fallbeispiele gab er praxisnahe Tipps zur Präparation – ausgeprägte Hohlkehle supragingival und Verarbeitung des Materials, die für einen bewährten klinischen Einsatz unerlässlich sind. Hierzu zählen im zahntechnischen Labor die Langzeitabkühlung, nur minimale Einschleifmaßnahmen unter Wasserkühlung sowie eine exakte Einstellung der Okklusion und Artikulation zur Vermeidung von Fehlkontakten. Die Beachtung all dieser Parameter brachte Prof. Pospiech unter dem Motto „Think Ceramics“ auf den Punkt.

Fazit: Gute Alternative



Zirkoniumdioxid hat sich als Werkstoff in der Zahnmedizin bewährt. Bei exakter Beachtung der Verarbeitungshinweise hat der Werkstoff als Alternative zu Metallkeramiken durchaus seine Berechtigung. Dies konnte anhand zahlreicher klinischer Studien des Cercon-Systems belegt werden.

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ZAHNTECH MAG 14, 7/8, 432 – 433 (2010)

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