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Schiller Zahntechnik GmbH gewinnt Deutschen Arbeitsschutzpreis 2009
„Mann, sind wir gut!“
DruckenSo unglaublich es in Zeiten von Wirtschaftskrise und Massenentlassung auch klingen mag: Es gibt noch Betriebe, denen die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter am Herzen liegt.

Insgesamt 144 Betriebe jeder Größenordnung und Branche haben sich mit innovativen Ansätzen, Produkten oder Konzepten um den vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dem Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ausgelobten „Deutschen Arbeitsschutzpreis 2009“ beworben. Neun von ihnen wurden von einer fachkundigen Jury in einem mehrstufigen Prozess in die Endrunde gewählt.
Den fünf Unternehmen mit den zukunftsweisendsten Konzepten im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz wurde im Rahmen der Eröffnung der Fachmesse für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin A+A 2009 in Düsseldorf der "Deutsche Arbeitsschutzpreis 2009" verliehen. Unter den Gewinnern bei den Klein- und Mittelständischen Unternehmen ist die „Schiller Zahntechnik GmbH“ aus Salzgitter. Der Betrieb legt in besonderem Maße Wert auf das Wohl seiner 70 Mitarbeiter.
Das Besondere an dieser Auszeichnung besteht darin, dass ein Unternehmen der Gesundheitswirtschaft mit seinem besonderen Bewusstsein für den Arbeitsschutz ausgezeichnet worden ist. Gesundheitsschutz für die eigenen Mitarbeiter offenbart ein Verständnis der Unternehmensführung für den Gesundheitsschutz seiner Patienten. Gerade in der Zahntechnik spielt diese Frage im Zeitalter der Globalisierung für die Bevölkerung eine immer wichtigere Rolle. Die Schiller Zahntechnik GmbH ist seit Jahren ein wichtiger Garant für Arbeits- und Gesundheitsschutz. Als leistungsstarker Partner der mit ihm eng verbundenen Zahnarztpraxen, kann der Unternehmer und Zahntechnikermeister Alfred Schiller auf viele erfolgreiche Zahnersatzversorgungen zurückblicken, die, neben der Wiederherstellung des Kauorgans und eines ästhetisch ansprechenden Erscheinungsbildes, für den Patienten besonders Schutz vor gesundheitlichen Risiken in Verbindung mit der Verarbeitung der Materialien bedeuten. Angesichts der alarmierenden Schlagzeilen zu risikobehafteten Materialien aus asiatischen Zahnersatzmärkten, kann diese Fokussierung auf die Patienten- und Mitarbeitersicherheit nicht hoch genug geachtet werden.
„Das Hauptaugenmerk unserer Einsendung lag auf dem demografischen Wandel,“ erklärte Hasso Lindemann, Fachkraft für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bei Schiller Zahntechnik GmbH. Das Konzept besteht aus drei Säulen. „Grundsätzlich müssen alle Mitarbeiter unabhängig vom Alter gesund sein und sich wohl fühlen. Schließlich sind sie die Stützen des Unternehmens. Trotzdem standen die älteren Mitarbeiter in diesem Fall für uns im Vordergrund.“ Deutschland befindet sich in einem demografischen Wandel. Die Menschen werden immer älter und mit der Zeit immer anfälliger für Stress. Um auch älteren Arbeitnehmern gerecht zu werden, müssen die Arbeitsplätze entsprechend verändert werden. Um herauszufinden, was die Mitarbeiter in besonderem Maße belastet, hat ihnen die Schiller Zahntechnik GmbH Fragebögen vorgelegt und intensive Gespräche geführt. Dabei kam heraus, dass ältere Mitarbeiter vor allem das lange Sitzen, Spätdienste und die fortschreitende Entwicklung zu computerbasiertem Arbeiten als Belastung empfinden. Angst vor Arbeitslosigkeit im Alter braucht in diesem Labor niemand zu haben. „Bei uns werden ältere Beschäftigte entsprechend ihrer Fähigkeiten bereits frühzeitig auf andere Tätigkeiten vorbereitet, wenn sie sich zum Beispiel mit den neuen CAD/CAM Technologien überfordert fühlen,“ sagte Firmenchef Alfred Schiller.
„Man muss die Sorgen und Nöte kennen, dann kann man an den betreffenden Stellen ansetzen und gemeinsam Lösungen erarbeiten. Da sind wir gerade bei,“ so Lindemann.
Der zweite Teil des Konzeptes betrifft die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz. „Es geht bei dem Thema Gesundheitsschutz auch, aber nicht nur um die reine Menschenliebe. Auch aus wirtschaftlicher Sicht gesehen ist es sinnvoll in den Gesundheitsschutz zu investieren,“ erklärt Schiller. Jeder Arbeitsunfall kostet den Betrieb Geld. Im schlimmsten Fall zieht der Ausfall einer bestimmten Person die Arbeitsabläufe einer ganzen Abteilung in Mitleidenschaft. Es liegt demnach auch im Interesse der Arbeitgeber Unfälle zu vermeiden. Schon einfache Maßnahmen machen einen Betrieb sicherer. „Gesundheitsschutz fängt schon bei der richtigen Desinfektion an. Oder dabei, dass man einen Mitarbeiter darauf aufmerksam macht, dass er sich die Schnürsenkel oder die Haare zusammen bindet,“ so Lindemann.
Der dritte Bestandteil des Konzeptes besteht darin, alle Ergebnisse, die der Betrieb gesammelt hat, in einem Netzwerk mit der Zahntechnikerinnung, der Berufsgenossenschaften und der Gewerbeaufsicht allen Innungsbetrieben zur Verfügung zu stellen. Doch nicht nur von den Daten können andere Betriebe profitieren, man kann gleich den ganzen Hasso Lindemann zu sich ins Labor bestellen. „Ich arbeite jetzt bereits seit zehn Jahren im Bereich der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes. Meine Erfahrung setze ich gerne auf andere Betriebe um, indem ich Gefährdungsbeurteilungen erstelle oder Mitarbeiterbefragungen durchführe.“
30 Jahre hat sich die Schiller Zahntechnik GmbH bereits am Markt behauptet. Dank gesunder und zufriedener Beschäftigter geht der Betrieb in eine gesicherte Zukunft. „Unsere Bemühungen in Sachen Arbeitsschutz und betrieblicher Gesundheitsförderung haben Früchte getragen. Wir haben als Team optimale Arbeitsabläufe erarbeitet und sind in der Lage, qualitativ hochwertige Produkte auf dem neuesten Stand der Technik abzuliefern,“ so Schiller. Für die Schiller Zahntechnik GmbH hat es sich gelohnt in das Wohl seiner Belegschaft zu investieren. Insgesamt waren die Preisgelder des Arbeitsschutzpreises auf 40.000 Euro dotiert.
Meike Grieger
Niedersächsische Zahntechniker-Innung







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