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Digital hergestellte Zirkon-Abutments /Zirkonoxid, Implantattechnik, Camlog Klebebasis, Zirkon-Abutments, LavaTM Zirkonoxid, Komet Zirkonpolierer
Trotz Kompromissen zum Erfolg
DruckenManche Menschen haben wenig Zeit. Trotzdem müssen sie gut versorgt werden – auch wenn die Platzverhältnisse ihrer Mundsituation und ihr finanzielles Budget die Versorgungsmöglichkeiten einengen. Zahntechniker Wolfgang Borgmann zeigt in seinem Beitrag eine Frontzahn-Restauration aus Zirkonoxid auf individuellen Abutments.

Zeit ist knapp. Viele Berufstätige stehen stark unter Druck. Mögen knapp kalkulierte Zeitfenster für Unternehmer die Produktivität steigern – für Arbeitnehmer ist es dadurch manchmal schwer, private Termine einzurichten und wahrzunehmen.
Der Patient in unserem nachfolgend beschriebenen Fall arbeitet im Schichtdienst. Die Suche nach passenden Behandlungsterminen war deshalb oft schwierig. Entsprechend lange zog sich die Versorgung seiner oberen Frontzahn Situation hin.
Parallel limitierten seine finanziellen Möglichkeiten die Art der Restauration. Statt ursprünglich geplanter vier Implantate mit Einzelkronen wurde die Lücke letztendlich mit einer Brücke versorgt, die auf zwei Implantaten ruht.
Jeder Schritt wird überprüft
Nach der Implantation und der Einheilphase wurde zunächst auf dem Meistermodell und über die integrierten Hilfsteile einer Camlog-Klebebasis ein Waxup gefertigt. Mit seiner Hilfe legten wir die Positionen und Längen der späteren Verblendungen fest (Abb 1). Ein starker inzisaler Überbiss und ein geringes Platzangebot machten die Arbeit schwierig (Abb. 2).
Das Wax-up wurde von uns mit einem Silikon-Vorwall verschlüsselt. Anhand der fixierten Informationen bauten wir auf beiden Klebebasen aus Pattern Resin künstliche Stümpfe auf und frästen sie unter Berücksichtigung ihrer optimalen Position. Diese Modellation wurde in der Zahnarztpraxis auf den inserierten Implantaten aufgeschraubt und auf Passung überprüft (Abb. 3). Während derselben Sitzung legte der Behandler den Verlauf des Marginalsaumes fest (Abb. 4). Gemeinsam sind wir der Meinung, dass man im Labor besser nicht sämtliche Teile einer Versorgung gleichzeitig herstellt, sondern dass man vor jedem weiteren wichtigen Schritt immer zunächst die präzise Passung überprüft und möglichst eng kooperiert, um Inkongruenzen von vornherein auszuschließen.
Die Abutments aus Pattern Resin wurden nach der Einprobe gescannt und in Zirkondioxid übertragen (Abb. 5). Beide Abutments wurden im Mund noch einmal auf korrekten Sitz kontrolliert (Abb. 6 und 7).
Bestmöglicher Schutz
Für eine gemeinsame Einschubrichtung haben wir anschließend die Außenwände der Abutments im Fräsgerät parallel gefräst (Abb. 8). Da Zirkondioxid Keramik außerordentlich hart ist, arbeiten wir ohne Druck und polieren später die Ränder und die subgingivalen Bereiche der Abutments mit Zirkonpolierern von Komet bis zum Hochglanz. Das Brückengerüst aus Zirkon wurde digital designed. Weil angesichts des starken Überbisses palatinal nur wenig Platz zur Verfügung stand, gestalteten wir sämtliche Palatinalflächen als Rückenschutzplatten (Abb. 9). So erreichen wir für die Verblendungen einen maximalen Schutz.
Verblendet wurde das Gerüst mit IPS e.max Ceram in den Farben A2 und A3. Nach dem Glanzbrand entferntenwir die aufgetragenen Überschüsse der Glasurmasse mit einem blauen Komet-Zirkonpolierer 94011C von den Approximal- und Basalflächen, so dass die Versorgung problemlos auf das ungesägte Meistermodell passte und noch einmal auf Reinigungsfähigkeit überprüft werden konnte (Abb. 10).
Zum Abschluss erfolgte eine Spiegelglanz-Politur mit einem hellgrauen Kometpolierer 94011F (Abb. 11).
Trotz knapper Zeit zufrieden
Da wir das Gerüst aus LavaTM Zirkonoxid polychrom eingefärbt hatten erschien die Restauration trotz ihrer dünnen Schichtstärke als ästhetische Verblendung. Inzisal verstärkten wir mit Neutral (TN) und Incisal 1 (TI 1) die Transparenz und setzten mit orangen und weißen Schmelzrissen dezente Effekte (Abb. 12).
In der Praxis wurde die Brücke mit Composit-Zement auf den Abutments verklebt. Die Mundaufnahme zeigt einen harmonischen Zahnbogen, Marginalsaum- Ästhetik, Transparenz und die gleichmäßige Zahnform der Restauration, die sich schön in das natürliche Umfeld integriert (Abb. 13).
Der Patient zeigte sich anschließend hochzufrieden mit seinen neuen Zähnen. Trotz knappen Zeitfensters und der Schwierigkeit, passende Termine zu finden, hat sich der Aufwand für ihn gelohnt.
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ZAHNTECH MAG 15, 10, 566 – 569 (2011)






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