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EM-FREIE DOPPELKRONENBRÜCKE mit Signum composite und matrix
DruckenIndizes: Ästhetik Challenge, Tragekomfort, Wirtschaftlichkeit, zierliche transversalverbinderfreie Lösung, Teleskopbrücke, edelmetallfreie Legierung, parodontiumschonende Gestaltung, Einstückguß, Kompositverblendung
ZTM Andreas Simon, Betriebsleiter bei Creadental (Breisach bei Freiburg i.Br.) hat sich seit Jahren unter anderem auf Implantat- sowie aufwendige Kombinationsprothetik spezialisiert. Als ihm die Ausschreibung des Hanauer Dentalspezialisten zur Heraeus Ästhetik Challenge 2005/06 in die Hände fiel, entschied er sich spontan zur Teilnahme an diesem Wettbewerb. Der geschilderte Patientenfall bot dafür die ideale Voraussetzung.

Abb. 1: Was ist schöner als ein natürliches Lächeln? Eingegliederte Gewinnerarbeit in situ.
Bei der Herausforderung, komplexe Aufgabenstellungen zu bewältigen, kann man zeigen, was mit den richtigen Materialien möglich ist. Und was könnte schöner sein als einem frustrierten Patienten sein natürliches Lächeln wieder zu geben?
Patientenwunsch und Zielvorgabe
Die mit 43 Jahren noch junge Patientin litt an einer aggressiven Parodontitis, die im Oberkiefer schon frühzeitig zum Verlust von acht Zähnen geführt hatte. Die sechs übrigen Zahnstümpfe waren in gutem Zustand und dienten als Pfeiler für die bisherige Brückenversorgung, die zwischenzeitlich als Provisorium wieder zum Einsatz kam (Abb. 2+3).
Um dem Wunsch der Patientin zu entsprechen, eine höhere Lebensqualität durch jugendliche und natürlich aussehende Zähne zu erreichen, die nicht als Zahnersatz erkennbar sind, mußte dies zusammen mit einem hohen Tragekomfort, Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit des Zahnersatzes verbunden werden.
Die Konstruktion: teleskopierend und edelmetallfrei
Eine leichte, zierliche Lösung ohne Transversalbügel, die zugleich stabil ist, wurde als herausnehmbare Teleskop-Brücke geplant und Primärkronen wie auch Sekundärgerüst wurden aus der edelmetallfreien Legierung Heranium EH gefertigt. Die Arbeit sollte uneingeschränkte Phonetik bieten, aber auch der starken Parodontitis entgegnen, so daß der parodontium-schonenden Gestaltung der Übergänge zwischen Innen- und Außenteleskopen eine besondere Rolle zukam.
Die herausnehmbare Brücke wurde ohne Lötung oder Klebeverbindung als Einstückguß gefertigt. Diese Form der Versorgung, ohne sichtbare Metallränder, läßt sich auch im Cervicalbereich so gestalten und verblenden, daß sie hohen ästhetischen Ansprüchen gerecht wird und somit eine echte Alternative zu festsitzendem Zahnersatz darstellt.
Den Wettbewerbsvoraussetzungen voll entsprochen
Die Bedingung, für diesen Wettbewerb ausschließlich Materialien von Heraeus zu verwenden, konnte ohne besonderen Aufwand erfüllt werden, da das Labor Creadental auf zahlreiche Verbrauchsmaterialien sowie auch Geräte von Heraeus umgestellt hatte.
Für die Ästhetik Challenge Arbeit wurden folgende Materialien verwendet: Angefangen bei dem Okta-Stone Gips und dem Modellierkunststoff Palavit G für die Modelle, über die Einbettmasse Onyx, die Legierung Heranium EH, bis hin zu den Verblendungen, die mit Signum composite und Signum matrix verblendet wurden.
Das Lippenschild und die Freiendsättel wurden mit Versyo, das eine sehr gute Gewebeverträglichkeit und chemisch-physikalische Beständigkeit aufweist, gestaltet und ebenfalls mit Creactive-Malfarben individualisiert.
Die Geduld der Patientin wurde belohnt
Das, durch die Wettbewerbsteilnahme bedingte, lange Warten auf die Eingliederung und die enge interdisziplinäre Team-Arbeit mit dem Oralchirurgen Dr. Rainer Uhl (Voigtsburg) haben sich gelohnt. Die Patientin war sichtlich zufrieden. Zwischenzeitlich: ZTM Andreas Simon wurde, im März 2006 in St. Moritz, von der Heraeus Ästhetik Challenge-Jury mit dem Preis für den „besten kombinierten Zahnersatz“, ausgezeichnet.
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ZAHNTECH MAG 11, 3, 106 – 112 (2007)








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