Produktvergleiche
Orientierungs-und Entscheidungshilfe für dentale Produkte und Leistungen >>Zu den VergleichenDentalticker
25.05.2012 12:00Gestresste Männer sind sozialer
24.05.2012 12:00Praxishygiene: wichtiger denn je, einfach wie nie – die IDS 2013 zeigt, wie es geht
21.05.2012 12:00Hilfe für Notgebiete
20.05.2012 12:00Landgericht Nürnberg-Fürth: Internetprovider muss konkrete Beanstandungen eines Arztes zu einer ihn betreffenden Bewertung prüfen
17.05.2012 12:00Sundmacher: Krankenkassen müssen Überschüsse an ihre Versicherten zurückzahlen
16.05.2012 15:00Experten des Kuratoriums perfekter Zahnersatz beantworten Patientenfragen
16.05.2012 12:00„Zahngesunde Schultüten“ – Verlosungsaktion der Zahnärztekammer Niedersachsen
15.05.2012 15:00Zuspruch für Fachdental Leipzig hält an
Vollkeramische Restauration mit Quattro Ceramic HI Press
DruckenIndizes: Modellieren, Einbetten, Rohlingsauswahl, Pressen, Finish
Sicher, einfach, schnell und ästhetisch – so kann man die Arbeit mit der Quattro Ceramic HI Presskeramik beschreiben. Der Beitrag veranschaulicht die Umsetzung einer vollkeramischen Restauration mittels Presstechnik. Der Wunsch der Patientin war die Entfernung der vorhandenen, teils insuffizienten Goldrestauration. Als ein geeignetes vollkeramisches Restaurationsmaterial wurde die Quattro Ceramic HI Press ausgewählt.

Die Versorgung war wie folgt geplant: Im Oberkiefer sollten die alten Teilkronen 16, 17 sowie 25, 26, 27 und im Unterkiefer die Teilkronen 34 bis 38 und 46, 47 entfernt werden mit anschließender Neuversorgung mittels gepresster Teilkronen. Im Laufe der Behandlung stellte sich jedoch heraus, dass der Zahn 36 nicht erhaltungswürdig war. Im Anschluss an die hier abgebildete Versorgung wurde Zahn 36 entfernt und später implantologisch versorgt.
Exakte Vorbereitung, präzise Passung
Die Abformung erfolgte mit Impregum im individualisierten konfektionierten Löffel. Die Modelle wurden hergestellt und mittels Gesichtsbogen einartikuliert. Wichtig sind die exakte Freilegung der Präparationsgrenzen und die Vorbereitung der Modellstümpfe. Unter sich gehende Bereiche werden mit lichthärtendem Wachs ausgeblockt. Anschließend erfolgt die Versiegelung des Stumpfes mittels Tecno Skin Gips Härter von Smile Line (Abb. 1 bis 5).
Formgebung: funktionell und schön
Die Wachsmodellation erfolgte nach gnathologischen Kriterien. Als Modellationswachs wurde das Wachs IQ-Ash Free von Yeti verwendet. Durch die graue Farbe lassen sich okklusale Strukturen sehr gut erkennen und modellieren. Zu beachten sind die Mindeststärken: im Seitenzahnbereich okklusal von 1,2 mm und im Frontzahnbereich 0,8 mm (Abb. 6 bis 9).
Anschließend erfolgt das Anstiften der Modellation. Eine sichere Verarbeitung der Presskeramik ist von einer sauberen Anstifttechnik abhängig. Hier werden die meisten Fehler begangen. Sehr oft werden zu kleine Muffeln ausgewählt. Es müssen mindestens 10 mm Platz vom Pressobjekt bis zum Muffelrand eingehalten werden. Ansonsten kann das Objekt nicht ausgepresst werden bzw. die Muffel bricht. Die Wachsstifte sollten eine Länge von 5–6 mm aufweisen. Ein Durchmesser von 2,5–3 mm empfi ehlt sich bei Front- und Prämolarenkronen. Große Molaren sollte man idealerweise mit zwei 3 mm Wachstiften anstiften. Mein Tipp: möglichst nicht mehr als drei Pressobjekte pro Muffel platzieren (Abb. 10 und 11).
Systemvielfalt kennen und nutzen
Das Quattro Ceramic HI Press System umfasst Rohlinge unterschiedlicher Transparenz und Opazität. Die in Abbildung 12 gezeigten MA-Rohlinge sind für die Schichttechnik konzipiert und in den Farben A1–D4 erhältlich. Die Transluzent-Rohlinge (CT-Rohlinge) werden in CT1 für hellere Zahnfarben bis hin zu CT4 für dunklere Zahnfarben angeboten. Sie zeichnen sich durch eine schmelzähnliche Transluzenz aus. In diesem Fall fi el meine Wahl auf den MCT2-Rohling. Diese opaken Maltechnikpellets zeichnen sich durch eine mittlere Opazität aus. Sehr gut eignet sich diese Variante für Molaren, welche eine typisch opake Molarenschneide aufweisen.
Das Finish: wenig aufwendig
Ein Arbeitsschritt, bei dem man sehr sorgsam vorgehen sollte, ist das Ausbetten. Wir trennen die überschüssige Einbettmasse zunächst mit der Trennscheibe und strahlen dann vorsichtig mit 2 bar Glanzstrahlperlen ab (Abb. 13 bis 16). Das Aufpassen erfolgt unter der Lupenbrille. Sehr gerne nutze ich dazu eine feine Turbinenspitze. Allerdings müssen wir meist wenig Zeit in diesen Arbeitsschritt investieren, denn dank der gezielten Steuerung der Einbettmasse Quattro Vest Speed erreichen wir damit präzise und passgenaue Ergebnisse. Zur Glasur und Fertigstellung wurden die fluoreszierenden Quattro Ceramic HI Malfarben verwendet (Abb. 17 und 18).
Die Abbildungen 19 bis 22 veranschaulichen die fertiggestellten Teilkronen auf den Modellen. Schön zu sehen – die präzise Passung. Die Abbildungen 23 bis 28 zeigen die eingesetzten Teilkronen in situ.
Die Aufnahmen entstanden zirka ein halbes Jahr später, nachdem der Zahn 36 implantologisch versorgt worden war. Die adhäsive Zementierung fand unter Kofferdam statt. Als Befestigungsmaterial wurde Variolink gewählt.
Mein Dank gilt Zahnarzt Tobias Witt in Lichtenstein/Rödlitz für die Kooperation bei der Fotodokumentation und die gute Zusammenarbeit.
Mehr zu diesem Thema
VERWENDETE MATERIALIEN
Gips Härter:
Tecno Skin Gips Härter,
Smile Line / Vertrieb Goldquadrat (Hannover)
Modellationswachs:
IQ-Ash Free,
Yeti Dental (Engen)
Presskeramik:
Quattro Ceramic HI Press System,
Goldquadrat
Einbettmasse:
Quattro Vest Speed, Goldquadrat
Malfarben:
Quattro Ceramic HI Malfarben,
Goldquadrat
Befestigung:
Variolink,
Ivoclar Vivadent (Ellwangen)
ZAHNTECH MAG 14, 9, 484 – 490 (2010)







Leser-Kommentare
Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar zu verfassen.