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FVZL-Hauptversammlung in Hannover
DruckenUnübersehbar war die Freude der Mitglieder des „Freien Verbandes zahntechnischer Laboratorien“ über den Ausgang der Bundestagswahl. Diese Freude prägte den gesamten Ablauf der Jahreshauptversammlung, die am 24. Oktober 2009 in Hannover stattfand. Zum dritten Mal tagten somit die „Freien Zahntechniker“ in dem renommierten Kastens Hotel Luisenhof, das sich neben vielen anderen Vorzügen als ein hervorragendes Tagungshotel bewährt hat.

ZTM Henry Rogmans mit Ehefrau. Der treue und zuverlässige Kollege wurde für seine 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Der Bundesvorsitzende Herbert Stolle begrüßte die Teilnehmer und Gäste und verlas die Grußbotschaften einiger FVZL-Ehrenmitglieder und Sympathisanten.
Für seine 25-jährige Verbandsmitgliedschaft wurde der Zahntechnikermeister Henry Rogmans, der zur Hauptversammlung stets von seiner Ehefrau begleitet
wird, unter dem Beifall der Teilnehmer geehrt. Zum Gedenken an das am 30. Sept. 09 verstorbene Ehrenmitglied Prof. Dr. Hubertus Spiekermann erhoben sich die Teilnehmer von ihren Plätzen. In einer bewegenden Rede bezeichnete Herbert Stolle den langjährigen Weggefährten als großes Vorbild und als einen guten Freund, der sich auch um das Zahntechnikerhandwerk verdient gemacht hat.
Die Geschäftsstelle
Die Verbandssekretärin Hanne Veit referierte über die soliden Finanzen des Verbandes. Die beiden Buchprüfer ZTM Holger Paulsen (Hamburg) und ZTM
Henry Rogmans (Bremen) bescheinigten dem geschäftsführenden Vorstand eine ordnungsgemäße Buchführung. Einstimmig erteilten die Mitglieder dem Vorstand Entlastung. Anschließend wurden beide Buchprüfer ebenfalls einstimmig für ein weiteres Jahr in ihrem Amt bestätigt.
Innungen und Arbeitnehmervertretungen
Diskutiert wurde über die immer intensiver geführten Gespräche mit den Repräsentanten von Innungen und Arbeitnehmervertretungen. Da sich diese
Gesprächspartner grundsätzlich der Forderung des FVZL „Raus aus dem SGB V“ angeschlossen hatten, erwartet der FVZL nunmehr konkrete Aussagen und
Vorschläge für eine zielorientierte Zusammenarbeit. Hinweise auf angeblich bürokratische Hindernisse wurden von der Mitgliederversammlung als wenig
konstruktiv bewertet.
Wir machen mit ...
Konstruktiv war das Ergebnis einer Teilnehmerbefragung. Auf Vorschlag des Bundesvorstandes und nach angemessener Diskussion füllte jeder Teilnehmer eine Karte aus, auf der er sein Angebot vermerkte, wie und in welchem Umfang er sich persönlich aktiv an dem Kernziel des Verbandes beteiligten könne und
wolle. Auf diese Weise wurden bundesweit über vierzig Aktionen eingeleitet.
Stolle einstimmig wiedergewählt
Nur wenige Minuten musste der bisherige Bundesvorsitzende Herbert Stolle im Foyer des Gobelinsaales auf das Ergebnis des Wahlgangs warten. Dann konnte er die Glückwünsche des Bundesvorstandes und der Mitglieder entgegen nehmen, die ihn einstimmig für die nächsten drei Jahre zum Bundesvorsitzenden
wiedergewählt hatten.
Strategie und Taktik
Der zweite Teil der Jahreshauptversammlung entwickelte sich zu einem kreativen Seminar unter der Moderation des wieder gewählten Bundesvorsitzenden. Die neu gestaltete Homepage des Verbandes fand allgemeine Zustimmung und soll unter professioneller Mitwirkung aktuell gepflegt werden. Bei der Frage, wie heißen unser Gegner, wurden grundsätzlich
sechs Gruppierungen ausgemacht.
1) Das ist zunächst die zahnärztliche Besenkammer, die nur scheinbar ein Praxislabor ist und als Umschlagplatz fernöstlicher Billigprodukte benutzt wird bzw. jene Handelsgesellschaften,bei denen man über Strohmänner die Rabatte
abgreifen kann, die man offiziell nicht kassieren darf.
2) Das ist grundsätzlich der in Billiglohnländern produzierte Zahnersatz, der zu Preisen gehandelt wird, von denen kein deutscher Zahntechniker existieren kann.
3) Das sind bestimmte Krankenkassen, die mit ihrer Marktmacht den Versuch starten, über Selektivverträge ihre Partner zu knebeln und den Wettbewerb auszuschalten.
4) Das sind Teile der Dental-Industrie, die den Labors zuerst teure Maschinen verkauft haben, um jetzt mit noch effektiveren Fertigungsmethoden selbst zu produzieren und damit ihre früheren Kunden unterbieten.
5) Das ist der Mitbewerber, der sich in seiner wirtschaftlichen Not erpressen lässt und seinen Kunden rechtswidrige Rabatte anbietet.
6) Das sind letztlich die Innungen und ihr Dachverband VDZI, die sich zwar als alleinige Vertreter des Zahntechnikerhandwerks bezeichnen, aber weder über die Kompetenz noch über die Kraft verfügen, dieses Treiben zu verhindern. Stattdessen trauern sie ihrer sozialistischen Freundin Ulla Schmidt nach und verstecken sich ängstlich hinter den Paragrafen des SGB V, das sie schon deshalb nicht aufgeben wollen, weil sie den Verlust ihrer gut dotierten Pöstchen befürchten.
Resolution verabschiedet
Die Krönung der FVZL-Jahreshauptversammlung war die diskutierte und schließlich einstimmig verabschiedete Resolution. Diese wird zur Zeit an die verantwortlichen politischen Gremien verschickt. Im „Das Internationale
ZAHNTECHNIK MAGAZIN“ wurde diese Resolution in der November-Ausgabe veröffentlicht.
Nach der Arbeit das Vergnügen
Das Vorstandsmitglied Carl Wesely hatte die Aufgabe übernommen, die beiden freien Abende nach der Sitzung des erweiterten Bundesvorstandes und nach der Hauptversammlung zu gestalten. Seine Wahl erwies sich als besonders glücklich. Der erste Abend wurde in dem „Bavarium“ der bayerischen Gemütlichkeit gewidmet. Den zweiten Abend verbrachten die erholungsbedürftigen Teilnehmer im Varieté GOP, das sie mit einer sensationellen Show begeisterte.
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ZAHNTECH MAG 13, 12, 780 – 782 (2009)







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