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Ist das deutsche Zahntechnikerhandwerk noch zu retten?

Drucken Von Herbert Stolle. FVZL-Bundesvorsitzender    aktualisiert am 13.12.2011

Herbert Stolle, Bundesvorsitzender
Herbert Stolle, Bundesvorsitzender


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen!

Ist das deutsche Zahntechnikerhandwerk noch zu retten? Diese Frage beschäftigt inzwischen die Mehrheit der Dental- Labor-Inhaber. Und wir vom „Freien Verband Zahntechnischer Laboratorien“ (FVZL) haben dafür gesorgt, dass sich auch immer mehr Abgeordnete und Politiker für das Schicksal der Zahntechniker in Deutschland interessieren.

Die Leser von „Das internationale ZAHNTECHNIK MAGAZIN“ wurden bereits in der Ausgabe vom Oktober 2011 über den Inhalt eines Flyers informiert, der von uns zeitgleich an alle 7.000 Laborinhaber/innen verschickt wurde. Die Antworten, die mich inzwischen in Cuxhaven erreicht haben, vermitteln mir einen tiefen und nachhaltigen Eindruck über das Fühlen und Denken unserer Kollegen aus ganz Deutschland.

Natürlich habe ich mich besonders gefreut über jeden Kollegen, der seine Mitgliedschaft im FVZL beantragte. Andererseits bin ich zutiefst dankbar für die Offenheit, mit der mir meine Gesprächspartner ihre Sorgen und beruflichen Probleme anvertraut haben. Wirtschaftlich steht vielen das Wasser bis zum Hals. Die Jüngeren betreiben eine Art Selbstausbeutung, indem sie, um Personalkosten zu sparen, schon lange keinen Urlaub mehr gemacht haben und jede Woche mehr als sechzig Stunden arbeiten. Die Älteren haben massiv ihr Personal abgebaut, bilden keine Lehrlinge mehr aus und suchen vergeblich nach einem Nachfolger für ihr Lebenswerk.

Bei Themen wie Praxislabor, Korruption, Rabatte und Auslandszahnersatz kochen oftmals die Emotionen über und versperren den Blick auf unternehmerische Perspektiven. Die Handwerkskammern, die gnadenlos ihre Zwangsbeiträge kassieren, ohne sich um die Zahntechniker zu kümmern, sind zum Feindbild geworden, während die Innungen, aus denen die meisten schon längst ausgetreten sind, überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden.

Stattdessen übertragen sich die Erwartungen an eine konfliktfreie Zukunft auf die Kompetenz der „Freien Zahntechniker“, deren gute Kontakte zur Politik sich inzwischen herumgesprochen haben. Verehrte Kollegen, vielen Dank für die Blumen! Aber auch wir können nicht die Praxislabors verbieten, einen Einfuhrstopp für Prothetik aus China verhängen oder eine Rasterfahndung gegen Abrechnungsbetrüger einleiten.

Wir sind jedoch mit unserer Forderung „Raus aus dem SGB V“ gut vorangekommen und würden damit die uns genommene Freiheit, Gerechtigkeit und Eigenverantwortung zurückgewinnen.

Dafür jedoch brauchen wir Ihre Unterstützung! Mit Ihrer Mitgliedschaft im FVZL würden Sie unseren Weg zum Ziel ebnen – für einen Monatsbeitrag, der ein Trinkgeld ist im Vergleich zu dem, was Sie verlieren werden, wenn Sie weiterhin passiv bleiben und den Niedergang des Zahntechnikerhandwerks nicht aufhalten würden.

Ihnen, Ihren Familien und Mitarbeitern wünsche ich im Namen unseres Vorstandes und aller FVZL-Mitglieder ein friedliches Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.



Herbert Stolle, Bundesvorsitzender

 

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ZAHNTECH MAG 15, 12, 719 – 721 (2011)

ZTM  Herbert Stolle 01

Herbert Stolle. FVZL-Bundesvorsitzender

Freier Verband

Zahntechnischer Laboratorien e. V.

Herbert Stolle, Bundesvorsitzender

Neue Reihe 33

27472 Cuxhaven

Fax: 0 47 21 / 55 44 12

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