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Neujahrsempfang der Zahnärzteschaft: Große Herausforderungen stehen für die Gesundheitspolitik an

Drucken Von BZÄK    aktualisiert am 31.01.2012

Am 24. Januar 2012 fand in den Räumen der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin der traditionelle Neujahrsempfang von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) statt.

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Etwa 460 Gäste aus (Gesundheits-)Politik, Medien und dem zahnärztlichen Berufsstand nutzten die Plattform zum gegenseitigen Meinungsaustausch.
BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel warnte eindringlich vor einer stärkeren Ökonomisierung und Budgetierung des Heilberufes sowie dem Eingriff in das solide Zahnarzt-Patienten-Verhältnis. Er verwies zudem auf nötige politische Weichenstellungen, die die (zahn-)medizinische Versorgung in Deutschland im Hinblick auf den demografischen Wandel zukunftsfester machen. Die BZÄK habe bereits Lösungsvorschläge angeboten. Als viertgrößter Arbeitgeber im Gesundheitswesen mit über 300.000 Angestellten in Praxen könne die deutsche Zahnärzteschaft Seismograph und Ideengeber für die Zukunft sein.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Annette Widmann-Mauz, MdB, bestätigte in ihrem Grußwort, wie wichtig heutiges Handeln für die Zukunft sei. Daher werde das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf demnächst im Ministerium besprochen – und für die zahnmedizinische Versorgung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung solle es weitere unterstützende Maßnahmen in 2012 geben. Johannes Singhammer (CDU/CSU), MdB, betonte ebenfalls, dass die Versorgung Pflegebedürftiger weiter verbessert werden müsse. Steffen-Claudio Lemme (SPD), MdB, dankte der Zahnärzteschaft für die Arbeit am Patienten und für das Allgemeinwohl. Trotz kontroverser Debatten 2011 – intern und extern – freue man sich auf gute Gespräche in der Zukunft. Diese sei nur im Dialog möglich. Christine Aschenberg-Dugnus (FDP), MdB, verwies auf die gute Präventionsarbeit der Zahnärzte und stellte klar, dass ein gerechter Ausgleich zwischen den berechtigten Interessen aller gesundheitspolitischen Player Aufgabe der Politik sein. Harald Weinberg (Die Linke), MdB, plädierte für den Zugang zu Präventionsleistungen wie der PZR für alle, am Zahnstatus solle nicht der Sozialstatus erkennbar sein.

In seinem Schlusswort fasste Dr. Jürgen Fedderwitz, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV, zusammen, dass 2012 der Patient stark im gesundheitspolitischen Focus stünde. Das Reformkonzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“ (AuB-Konzept) von BZÄK und KZBV sei ein Konzept für Patienten. Hier sei die Politik gefordert, noch wesentlich stärker im Sinne der unmittelbar Betroffenen zu agieren.

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