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Neues aus der Ästhetischen Gesichtschirurgie
DruckenGesichtsverjüngung und -rekonstruktion mit innovativem OP-Konzept
6„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Diese Frage lässt sich neuerdings anhand von Proportionen und geometrischen Gesetzen klar beantworten. Die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) definiert jetzt Maßstäbe fürs perfekte jugendliche Gesicht und zur optimalen Gesichtsrekonstruktion nach Unfällen oder Krankheit. Innovative, minimal-invasive OP-Methoden ermöglichen es heute immer einfacher und schonender, die Zeichen der Zeit zurückzudrehen bzw. auch bei Gesichtsrekonstruktionen nicht nur die Funktion, das rein medizinische, bestmöglich wiederherzustellen, sondern insbesondere auch unter ästhetischen Gesichtspunkten das Optimum zu erreichen.
Ob schonendes, individuelles Facelift, Lid-, Nasen- und Profilkorrektur oder Gesichtsrekonstruktion unter ästhetischen Gesichtspunkten nach (Sport-)Unfall – hier nehmen die Zahlen in den letzten Jahren drastisch zu – auch nach möglicherweise zunächst rein medizinischer Erstversorgung oder krankheitsbedingter Gewebeentfernung: Die MKG-Chirurgie ist hierfür das von Grund auf qualifizierte Fachgebiet, denn es ist das einzige, das ausschließlich auf das gesamte Spektrum der Gesichtschirurgie einschließlich des Schädels und Kiefers spezialisiert ist. „Die Ästhetik sehen wir als Folge der Kompetenz in der Wiederherstellung der Funktion“, beschreibt Prof. Dr. Dr. Elmar Esser, Pressereferent der DGMKG den Zusammenhang speziell zur ästhetischen Gesichtschirurgie. „Erst die Kenntnis von Anatomie und Funktion des Gesichtsbereichs sowie die fachliche Qualifikation zur Harmonisierung der ‚knöchernen Unterlage’ ist nun einmal die Voraussetzung für die richtige und optimale Operationsplanung und –durchführung quasi von innen nach außen“, sagt Esser.
Schönheitsformel fürs perfekte Gesicht.
Bei der ästhetischen Analyse des Gesichts unterteilen Spezialisten zwei Bereiche, nämlich einerseits die grundsätzlichen Proportionen des Gesichts auf Basis der knöchernen Strukturen und andererseits die Altersauswirkungen auf die Haut und das darunter liegende Gewebe. Zur Proportionsbetrachtung wird das Gesicht horizontal in drei gleiche Abschnitte eingeteilt: das obere Gesichtsdrittel (Stirn bis zu den Augenbrauen bzw. Nasenwurzel), das mittlere Gesichtsdrittel (bis zur Nasenspitze) und das untere Drittel. Neben der Ausprägung der Nase als Bindeglied zwischen dem oberen und unteren Gesichtsdrittel sind weitere wichtige Kriterien unter anderem die Stellung von Kiefer und Stirn. Ein attraktives Gesicht zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis der Gesichtsproportionen, also Nasengröße und Form und Stellung der Wangen- und Unterkieferknochen sowie zur Position des Unterkiefers bzw. Kinns aus. Computerstudien haben überdies gezeigt, dass eine größtmögliche Symmetrie beider Gesichtshälften als am ästhetischsten empfunden wird. Ein noch so perfekt faltenfreies Gesicht wird somit nur als wirklich schön empfunden, wenn das Profil stimmt. Schöne Gesichter sind daher konkret durch ein so genanntes Vorgesicht gekennzeichnet, prominentes Beispiel: Angelina Jolie, deren Kinn und Mundpartie prägnant und im Profil der Stirn vorgelagert ist. Ein Rückgesicht, bei dem das Kinn klein ist und hinter dem Oberkiefer zurückliegt, wirkt eher unschön und wird mit zunehmendem Alter noch unattraktiver wahrgenommen. Die Optimierungslösung in diesem Fall: eine Kiefervorverlagerung. Schönheit individuell abgestimmt von innen aufbauen, statt uniform von außen künstlich erzeugen, ist daher das Credo der MKG-Chirurgie.
Spezialisierte MKG-Chirurgen arbeiten tagtäglich penibel mit differenzierten und individuell abgestuften Therapien von der skelettverlagernden Operation, der Konturplastik und der Nasenkorrektur bis hin zu reinen Weichteilkorrekturen wie beispielsweise Lidkorrekturen oder Faltenbehandlungen. „Erst die Beherrschung der berühmten MKG-Trilogie ‚Knochen – Weichteil – Haut’ gibt dem Gesicht einen natürlichen jugendlichen, schönen und harmonischen Ausdruck“, erklärt Esser. Dies auch nach Unfällen mit Frakturen des Mittelgesichts.
Auto-, Sportunfall oder Tumorentfernung: Ästhetische Rekonstruktion heute möglich
Im Eishockey, Boxen und anderen Hochrisiko-Sportarten gehören Gesichtsverletzungen zur Tagesordnung. In den letzten Jahren nehmen jedoch Kopfverletzungen auch bei „normalen“ Sportarten immer mehr zu: Ob beim Fußball, Radfahren, Reiten oder Ski – immer mehr Verletzte müssen sich MKG-chirurgisch behandeln lassen. Prominente Beispiele: Thüringens Ex-Ministerpräsident Dieter Althaus, der sich im letzten Jahr auf der Skipiste schwerste Kopfverletzungen zuzog oder Martin Demichelis, bekannter Fußballspieler des FC Bayern München, der vor einigen Wochen durch einen Zusammenstoß im Spiel mehrere Frakturen des Mittelgesichts (Jochbein, Augenhöhle etc.) erlitt. Besonders gewebeschonende und narbensparende endoskopische OP-Verfahren der modernen Hightech MKG-Chirurgie ermöglichen eine quasi unsichtbare Wiederherstellung und schnelle Genesung – Demichelis war nach 3 Wochen wieder mit schützender Maske einsetzbar.
Und selbst bei größeren Gewebeentfernungen im Gesicht nach Krebserkrankungen sind heutzutage dank beispielsweise Gewebetransfer und weiterentwickelten Nahttechniken beachtliche ästhetische Ergebnisse zu erzielen.






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