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Rückendeckung für Minister Rösler
DruckenFreier Verband stellt sich demonstrativ hinter Gesundheitsminister
Harsche Kritik an KZVN-Spitze
Demonstrativ hat sich der Landesverband Niedersachsen im Freien Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) hinter Bundesgesundheitsminister Philip Rösler (FDP) gestellt und ihn gegen Kritik der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KZVN) in Schutz genommen. Die KZVN-Spitze hatte in der Vorwoche eine Gelbe-Karte-für-Minister-Rösler-Aktion gestartet und alle rund 6.800 Zahnärzte und Zahnärztinnen in Niedersachsen angeschrieben. „Gegen die katastrophale Politik von Röslers Amtsvorgängerin Ulla Schmidt hat sich die KZVN auffallend passiv verhalten“, bemängelt Dr. Julius Beischer, FVDZ-Landesvorsitzender. „Und jetzt versucht man, sich als Retter des gesundheitspolitischen Abendlandes auszugeben“, kritisiert Beischer.
Allerdings habe die Kritik der KZVN einen ganz anderen Hintergrund, ist der Standespolitiker überzeugt: Im Herbst werden die KZVN-Vertreterversammlung und damit auch der Vorstand neu gewählt. „Hier geht es den Herren um den Vorsitzenden Jobst-Wilken Carl darum, nach sechs Jahren Dämmerphase bei den Kollegen mit Aktionismus zu punkten“, so Beischer. „Es geht ihnen um viel, nur ganz offenbar nicht um die Interessen der Zahnärzteschaft, sondern um die eigenen Pöstchen in der KZVN.“
Zwar habe Philip Rösler als Gesundheitsminister noch nicht das erreicht, „was wir uns alle erhofft haben und was gesundheitspolitisch dringend nötig ist“. Aber er habe „das richtige Konzept im Kopf“, werde aber „ständig von seinen eigenen Koalitionspartnern attackiert“ und sei „von Frau Merkel im Regen stehen gelassen“ worden. Deshalb habe Rösler „jede Rückendeckung“ verdient und „keine Heckenschützen wie die KZVN, die aus dem Hinterhalt den ersten Gesundheitspolitiker seit Jahrzehnten, der die wirklichen Notwendigkeiten erkannt hat, politisch niederstrecken wollen“.
Der Freie Verband stehe für „konkrete Reform-Optionen im Dialog mit der Politik“. Hier gelte es, „dicke Bretter zu bohren“, und zwar nicht primär bei Minister Rösler, sondern bei den Verweigerern und Bremsern in der CDU und vor allem in der CSU, betonte der Zahnärztevertreter.






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