Abrechnung

Implantatprothetik

Drei Materialien – ein Ziel

19.10.2009

So könnte die CAD/CAM-basierte Arbeit abgerechnet werden. Unterschieden wird zwischen klassischer Abrechnung und fakultativen Leistungen für Mehraufwand:

 

Zirkon/Galvano/Titan: Immer mehr Behandler und Dentallabore gehen über zu einer funktionellen, ästhetischen und technisch gut durchführbaren Konstruktion bei der gezeigten Art von Zahnersatz. Gerade bei dieser individuellen Dreifach-Konstruktion ist die zahntechnische Leistung beeindruckend präzise und doch simpel gelöst.

Innerhalb der Abrechnung ergibt sich sehr schnell, dass bei vorliegender Arbeit der Mehraufwand erheblicher ist als es sich ursprünglich mit der Erstellung einer BEB-Preisliste 2009 ausdrückt. Deshalb, wie bei fast jeder Arbeit aus dieser Reihe der Abrechnungstipps, geht auch hervor, dass einige Positionen in der BEB-Zahntechnik® nicht den Mehraufwand alleine entsprechend wiedergeben oder sogar gar nicht vorhanden sind. Dafür kann, ja muss, der Zahntechniker dann eigene, selbst erstellte Positionen anlegen und mit einsetzen.

Für die Berechnung ist folgendes wichtig:

  • Denken Sie an die Eingangsdesinfektion aller Teile, die sich beim Patienten im Munde befanden (auch Abdrücke, Bisse, Gerüst- und Zwischeneinproben, auch weitere Anproben).
  • Bedenken Sie, dass Implantatmodelle als Modell RG abgerechnet werden oder als Modell RK, falls Sie diese mit Kunststoffsockel herstellen. Der „Zeiser-Sockel“ ist dann ebenfalls als Material abrechenbar.
  • Qualitätssteigernde Maßnahmen, Präzisionskontrollsockel und individuelle Farbanpassungen sind bei Zirkon-Restaurationen im OK/UK meist unumgänglich.
  • Berechnen Sie auch den Aufwand bei Anproben im Labor oder in der Praxis. Sollten Sie Farbauswahlen treffen oder diese Arbeit entsprechend bildlich dokumentieren, haben Sie mit der neuen BEB-Zahntechnik® alle Möglichkeiten, wie zum Beispiel Dokumentation auf CD oder Bildausdrucke.
  • Vergessen Sie nicht, auch das Keramikgerüst in Form von den Keramikrohlingen als Material zu berechnen. Überhaupt sollten Sie stärker in Richtung „Material“ denken, da die PKV’en erfahrungsgemäß eher Leistungen ablehnen als Material. So bin ich überzeugt, dass Sie auch den Basiskunststoff für das vorliegende 28er als Material ansetzen und aus der Kalkulation der Gemeinkosten rausrechnen können.
  • Und zum guten Schluss. Stellen Sie Ihren Service heraus, den Sie leisten. Für die Abrechnung dieser Arbeit kann auch die neue, verbesserte BEBZahntechnik® nur eine Plattform sein, auf der Sie mit individuellen, gut dokumentierten Positionen Ihre Rechnung erstellen (eigene Positionen müssen statt der End-Null eine …,1 bis …,8 als Positionsnummer aufweisen).

Letztendlich muss jede zahntechnische Arbeit verkaufbar bleiben. Wenn es dem Patienten zu teuer wird, hat weder der Zahnarzt noch der Laborbesitzer etwas davon. Trotzdem kann und muss sich diese aufwändige Form der Restaurierung für alle Seiten rechnen.

Für die Unvergleichbarkeit der Positionen seitens der PKV’en ist es möglich, Angebote auch einmal ohne Einzelpreise auszudrucken und dafür „nur“ einen Endpreis anzugeben. Machen Sie sich nicht vergleichbar. Das Ziel der PKV’en ist es, Ihre Preise zu vergleichen mit Ihren Mitbewerbern, um dann letztendlich einen „Durchschnittspreis bundesweit“ zu ermitteln. Aber sind Sie mit dieser Arbeit Durchschnitt? Eher nicht.


Die Abrechnungshinweise sind vom Autor nach ausführlicher Recherche erstellt worden. Eine Haftung und Gewähr wird ausgeschlossen. Letztendlich kann nur der Zahntechniker, der diese Arbeit ausgeführt hat, den entsprechenden Aufwand bewerten und berechnen.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: ZT Uwe Koch

Bilder soweit nicht anders deklariert: ZT Uwe Koch



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