Abrechnung


Hoher Aufwand – hohe Erwartungen

06.06.2010


Für die Versorgung der Patientin mit einer festsitzenden VMK-Brücke, bestehend

aus einem Goldgerüst auf acht Implantaten im OK, wurde vorab mit einer Interimsversorgung, 3D-Implantatplanung und Mock-up gearbeitet. Die umfangreiche Rechnung wurde nach der neuen BEB-Zahntechnik® erstellt.

Therapieplanung: 12-gliedrige VMK-Brücke zementiert auf 8 Implantaten im OK

Hoher Aufwand, hohe Erwartungen: Zur Umsetzung dieser Arbeit diente neben der Interimsversorgung noch eine EDV-gestützte 3D-Planung. Deshalb ist auch hier bereits der entsprechende Aufwand für das Provisorium ähnlich hoch wie bei dem späteren Zahnersatz. Alle vorbereitenden Maßnahmen (Bohrschablonen, Dokumentationen, Farbnahmen etc.) sind zu berücksichtigen und zu berechnen. Daher ergibt sich eine recht umfangreiche Abrechnung dieser Arbeit.

Durch die Vorgehensweise in diesem Fall und der daraus resultierenden Rechnung durch den Zahntechnikermeister wird sehr schön deutlich, wie viele Einzelschritte notwendig sind zur Erstellung dieser Arbeit. Transparenz ist das Stichwort und Rechnungsschreibung nach Chronologie der Leistung, nicht mehr nach Chronologie der BEB-Nummern ist angesagt, um keine Einzelschritte zu vergessen. Innerhalb der Abrechnung ergeben sich zunächst einmal die obligaten Positionen. Für seinen Mehraufwand kann der Zahntechniker nach weiteren fakultativen Leistungen suchen und einige weitere Positionen ansetzen. Sollten einige Positionen den Mehraufwand dieser Arbeit nicht treffen, kann der Zahntechniker bei der Abrechnung sich eigene BEB-Positionen erstellen. Auch diese Rechnung ist wiederum eine „empfohlene Rechnung“, die natürlich im Einzelfall noch ergänzt oder abgespeckt werden kann.

Für die Berechnung ist folgendes wichtig:

  • Jede Rechnung beginnt mit der vom Arbeitsschutz verpflichtenden Eingangsdesinfektion.
  • Wenn Sie Modelle und Positionen zur Modellherstellung berechnen, bedenken Sie – falls Sie mit Kunststoffsockeln wie z.B. Zeiser oder Giroform arbeiten –, dass Sie das Material der Kunststoffplatte/- schale mitberechnen.
  • Denken Sie bitte daran, die hier umfangreich erfolgten vorbereitenden und qualitätssteigernden Maßnahmen zu berechnen.
  • Stereo-Mikroskop oder 5-fach-Zeiss-Lupe sind mittlerweile implantologische Standardpositionen. Betrachten Sie diese Leistungspositionen als nicht verhandelbar bei einer Implantatversorgung.
  • Es gibt immer Leistungen, die Sie erbringen, aber nicht verkaufen wollen/können/dürfen: Schreiben Sie solche Leistungen ebenfalls auf die Rechnungen und deklarieren Sie sie als Service. Der Kunde möge erkennen, was sein Labor für ihn leistet.

Also: Denken Sie bitte an die Qualität, Präzision und den Mehraufwand, den eine Implantatarbeit erfordert. Lassen Sie sich nicht schocken von den PKV’en und ihren „Streichlisten“. Gestalten Sie Ihre Angebote weiterhin unvergleichbar. Schreiben Sie Ihre Angebote mit allen Einzel-Positionen aber ohne Einzelpreise – nur mit einem Endpreis.

Die Abrechnungshinweise sind vom Autor nach ausführlicher Recherche erstellt worden. Eine Haftung und Gewähr wird ausgeschlossen. Letztendlich kann nur der Zahntechniker, der diese Arbeit ausgeführt hat, den entsprechenden Aufwand bewerten und berechnen.

  • OBLIGATE LEISTUNGEN (notwendige Abrechnungspositionen)

  • OBLIGATE LEISTUNGEN (notwendige Abrechnungspositionen)

  • FAKULTATIVE MEHRLEISTUNGEN

  • FAKULTATIVE MEHRLEISTUNGEN

 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: ZT Uwe Koch

Bilder soweit nicht anders deklariert: ZT Uwe Koch



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