Abrechnung


Non-prep Veneers: Schönes Lächeln im Schongang

09.11.2010


Für die Versorgung des Patienten mit vier Teil- oder Komplett-Veneers ergibt sich nach der neuen BEB-Zahntechnik® folgende Abrechnung. Unterschieden wird zwischen der klassischen Abrechnung und den fakultativen Leistungen für den Mehraufwand:

Therapieplanung Fall 1 : 13, 12, 22, 23 Veneers

Der zahntechnische Aufwand im Hinblick auf Kosmetik, Ästhetik und gleichzeitig Präzision/Funktion zur Erstellung von Frontzahn-Veneers ist eine Herausforderung der besonderen Art. Es bedarf einer exzellenten Beratung durch den Behandler, da Frontzahnänderungen beim Patienten direkt „ins Auge fallen“. Überzeugungsarbeit ist angesagt. Der Patient erwartet viel Geschick und Farbgefühl beim Techniker, um sich für diese Art der Arbeit zu entscheiden. Innerhalb der Abrechnung ergeben sich zunächst einmal die obligaten Positionen. Die Transparenz einer Rechnung für diese Veneers wird deutlich durch viele Einzelpositionen, die alle entsprechend zum Ansatz kommen. Auch in diesem Beispiel gibt es wiederum eigene BEB-Positionen, die angelegt wurden, um mehr Transparenz zu zeigen. Dafür kann der Zahntechniker seinen Mehraufwand nach weiteren fakultativen Leistungen ansetzen.

Tipp: Wenn Sie eigene Positionen ansetzen, vergeben Sie bitte entsprechend freie BEB-Nummern mit individueller Bezeichnung und den Endziffern 1 bis 8 für Ihre Leistungen. Achten Sie darauf, dass diese Leistungen sich im Umfeld der Positionen einordnen, zu deren Leistungskatalog diese auch gehören.

Für die Berechnung ist folgendes wichtig:

  • Bitte beginnen Sie jede Rechnung mit der vom Arbeitsschutz für Dentallabore verpflichtenden Eingangsdesinfektion und am Ende der fakultativen Ausgangsdesinfektion.
  • Berechnen Sie alle Modelle und Positionen zur Modellherstellung, die Sie erstellt haben. Dazu gehören auch Pins (wobei die Anzahl der Pins bei der Berechnung laborspezifisch unterschiedlich sein kann). Denken Sie etwa an Modeltray-Modelle ohne Pins bis hin zu Zeiser-Modellen mit etlichen Pins für dieselbe Arbeit.
  • Qualitätssteigernde Maßnahmen, Präzisionskontrollsockel und individuelle Farbanpassungen sind bei Veneers unumgänglich für eine gelungene Restauration. Verfügen Sie nicht über ein Stereo-Mikroskop, so haben Sie doch wenigstens eine 5-fach-Zeisslupe, die Sie hierbei für das Aufpassen auf den Stümpfen ansetzen können.
  • Berechnen Sie auch den Aufwand bei Anproben im Labor oder in der Praxis. Es ist Ihre Zeit, die Sie beim Patienten in der Praxis des Behandlers verbringen.

Also: Klare Kostenvoranschläge mit eventuellen Mehrleistungen und Mehraufwand einkalkulieren. Für die Unvergleichbarkeit der Einzelpositionen seitens der PKV’en ist es durchaus möglich, Angebote auch einmal ohne Einzelpreise auszudrucken und dafür „nur“ einen Endpreis anzugeben. Machen Sie sich nicht vergleichbar. Stellen Sie Ihren Service, den Sie dem Kunden und dem Patienten bieten, deutlich heraus und schreiben Sie für Leistungen, die Sie quasi kostenlos anbieten, auf die Rechnung als Einzelpreis nicht „0 Euro“ oder lassen Sie dies gar weg, sondern vermerken Sie deutlich, dass es sich hierbei um eine „Service-Leistung“ handelt.

  • OBLIGATE LEISTUNGEN (notwendige Abrechnungspositionen)

  • OBLIGATE LEISTUNGEN (notwendige Abrechnungspositionen)

  • FAKULTATIVE MEHRLEISTUNGEN

  • FAKULTATIVE MEHRLEISTUNGEN



Die Abrechnungshinweise sind vom Autor nach ausführlicher Recherche erstellt worden. Eine Haftung und Gewähr wird ausgeschlossen. Letztendlich kann nur der Zahntechniker, der diese Arbeit ausgeführt hat, den entsprechenden Aufwand bewerten und berechnen.



Unsere ZTM-Print-Ausgaben

++++Die aktuelle Oktoberausgabe ist da!++++

Besuchen Sie uns doch mal auf unserer Facebookseite! Wir freuen uns über jeden Like und sind gespannt auf Anregungen, Kommentare, Kritik und Ideen für neue Themen!

Hier geht's direkt zur Seite