Abrechnung


Total zufrieden mit Totalprothesen als Privatpatient

13.09.2010


Abrechnung zur Versorgung eines Patienten mit einer OK/UK-Totalprothese nach dem Konzept der „Bio-Logischen Prothetik“ (BLP). Ein privates 28er nach „Bio-Logischem“ Konzept sollte immer zu den angesetzten Abrechnungs-Positionen (hier BEB-Zahntechnik®) zusätzliche Leistungspositionen aufweisen.

Zwei gut sitzende und auch ästhetisch anspruchsvolle Totalprothesen im OK und UK, das verschafft zahnlosen Patienten endlich wieder Lebensqualität, ohne auf Implantate zurückgreifen zu müssen oder zu wollen. Auch das muss möglich sein und wird anschaulich im vorliegenden Fall dokumentiert. Gerade bei diesem Beispiel ist es unerlässlich, eigene Abrechnungspositionen
sowohl in der BEB 97 als auch hier in der BEB Zahntechnik® anzulegen und umzusetzen.
Innerhalb der Abrechnung ergeben sich zunächst einmal die obligaten Positionen. Die Transparenz einer Rechnung für diesen Fall wird deutlich durch viele Einzelpositionen, die alle entsprechend zum Ansatz kommen. Dafür kann der Zahntechniker seinen Mehraufwand nach weiteren fakultativen Leistungen ansetzen.

Tipp: Wenn Sie eigene Positionen ansetzen, vergeben Sie bitte entsprechend freie BEB-Nummern mit individueller Bezeichnung und den Endziffern 1 bis
8 für Ihre Leistungen wie in diesem Beispiel (s. *). Achten Sie darauf, dass diese Leistungen sich im Umfeld der Positionen einordnen, zu deren Leistungskatalog
diese auch gehören.

Für die Berechnung ist folgendes wichtig:

  • Bitte beginnen Sie jede Rechnung mit der vom Arbeitsschutz für Dentallabore verpflichtenden Eingangsdesinfektion. Und zwar pro Versandgang, also immer, wenn die Arbeit ins Labor zurückkommt, ist dieser Vorgang erneut abrechenbar. Bedenken Sie bitte auch die optionale Ausgangsdesinfektion Ihrer Arbeiten.
  • Berechnen Sie alle Modelle und Positionen zur Modellherstellung, die Sie erstellt haben. Gerade in den vorbereitenden Maßnahmen werden oftmals Leistungsschritte vergessen.
  • Berechnen Sie auch den Aufwand bei Anproben im Labor oder in der Praxis. Sie verwenden die Zeit, um in die Praxis zu gelangen und stehen
    dann dem Labor nicht zur Verfügung.
  • Versuchen Sie, den zu erwartenden Mehraufwand bei entsprechenden Kostenvoranschlägen zu berücksichtigen. Nicht immer einfach, vor allem bei technischen Korrekturen und „Farbänderungswünschen“.
  • Vergessen Sie nicht, auch das Material „Basiskunststoff“ zu berechnen und aus den Gemeinkosten Material herauszunehmen. PKV’en streichen
    Ihnen oft Leistungen laut deren Sachkostenlisten, aber in den meisten Fällen wird das Material übernommen.
  • Schreiben Sie die Rechnung mit der neuen BEB Zahntechnik® nach der Chronologie der Leistung, nicht mehr nach der Chronologie der Nummern.
    Sie können einfach weniger vergessen.
  • Haben Sie an alles gedacht? Was Sie jetzt nicht berechnen oder mit anbieten, können Sie hinterher nicht einfach „aufschlagen“.

Also:

  • Klare Kostenvoranschläge mit evtl. Mehrleistungen und Mehraufwänden einkalkulieren.
  • Durchaus auch einmal neue Leistungspositionen selbst ansetzen, wenn Sie diese nicht in der neuen BEB vorfinden.
  • Material berechnen, wie z.B. Composite, NEM oder Kunststoffe.

Die neue BEB lebt auch von Ihren Ideen. Also Leistungen erbringen und dann umsetzen in eine entsprechende Position zur Berechnung.

  • Obligate Leistungen (notwendige Abrechnungspositionen)

  • Obligate Leistungen (notwendige Abrechnungspositionen)

  • Fakultative Mehrleistungen

  • Fakultative Mehrleistungen





Die Abrechnungshinweise sind vom Autor nach ausführlicher Recherche erstellt worden. Eine Haftung und Gewähr wird ausgeschlossen. Letztendlich kann nur der Zahntechniker, der diese Arbeit ausgeführt hat, den entsprechenden Aufwand bewerten und berechnen.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: ZT Uwe Koch

Bilder soweit nicht anders deklariert: ZT Uwe Koch