Firmennachrichten


Hartmut Stemmann (1932-2014), Zahntechnikermeister und Firmengründer

29.07.2014

Hartmut Stemmann hat sich um die Dentalbranche und Patienten verdient gemacht.
Hartmut Stemmann hat sich um die Dentalbranche und Patienten verdient gemacht.

Der Zahntechnikermeister und Betriebswirt des Handwerks Hartmut Stemmann aus Hamburg verstarb überraschend am 03. Juni 2014, einen Tag vor seinem 82. Geburtstag. Bekannt wurde er in der Dentalbranche als Erfinder der Titanmagnetics, steco, Hamburg. Die Minimagnete dienen auf Wurzelstiftkappen und Implantaten dem Halt von Prothesen.

Hartmut Stemmann, geboren am 04. Juni 1932 in Lokstedt bei Hamburg, ließ sich 1960 gemeinsam mit seiner Frau Hadwig, die er 1959 auf der Meisterschule kennengelernt hatte, im eigenen Dentallabor nieder. 1996, bereits 64-jährig, gründete er mit seinem Sohn Hjalmar, ebenfalls Zahntechniker und Diplom-Volkswirt, die steco-system-technik GmbH & Co. KG, heute mit Firmensitz in Hamburg und Produktion in Lemgo. Die Idee hinter der Firmengründung war, seine mehrfach ausgezeichnete Erfindung der Titanmagnetics weiterzuentwickeln, zu produzieren und zu vermarkten. steco ist heute nicht nur Marktführer bei der Magnetverankerung von Totalprothesen und Epithesen, sondern ebenso bei Titanhülsen für die Implantatplanung und für Bohrschablonen. 2012 übergab Hartmut Stemmann seine Firmenanteile an seinen Sohn Hjalmar, ebenso die Anteile am zahntechnischen Labor, das gleichzeitig zur Stemmann & Leisner Mund-, Kieferund Gesichtstechnik GmbH umfirmierte. Aber auch nach seinem Ausscheiden aus den Betrieben stand Hartmut Stemmann den Mitarbeitern für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Hartmut Stemmann lag besonders die berufliche Ausbildung junger Menschen am Herzen. So war er 1968/69 nicht nur Initiator und Gründungsmitglied des Berufsförderungsinstituts der Zahntechniker-Innung (ZI) Hamburg, sondern auch deren erster ehrenamtlicher Institutsleiter. 1993 trug er maßgeblich dazu bei, das Berufsförderungsinstitut mit der damaligen Meisterschule der Handwerkskammer (HWK) zur „Akademie für Zahntechnik der Handwerkskammer Hamburg“ (AZHH) zu fusionieren. Auch bei der Gründung der Berufsakademie Hamburg 2005 sorgte Hartmut Stemmann dafür, dass sich seine Innung daran beteiligte. 1979/80 hatte er selbst mit seiner Frau Hadwig zum ersten Jahrgang gehört, der in der Vorgängerakademie den damals neuen Betriebswirt im Handwerk nebenberuflich absolvierte.

Von 1971 bis 1982 und von 1997 bis 2008 amtierte er als Obermeister der ZI Hamburg. Von 1972 bis 2008 war er Delegierter seiner Innung beim Verband Deutscher Zahntechniker Innungen (VDZI), dessen Präsident er 1979/80 war. Nach der Fusion der Hamburger und der Schleswig-Holsteiner ZI 2008 wurde er zu deren Ehrenobermeister ernannt. Wegen besonderer beruflicher Verdienste verlieh die HWK Hamburg Hartmut Stemmann bereits 1982 die Silberne Verdienstmedaille, 2008 bekam er als erster Zahntechniker die Silberne Ehrennadel der Bundeszahnärztekammer und 2009 die Ehrennadel in Gold des VDZI. Auch die Arbeitsgemeinschaft Dentale Technologie (ADT), deren Gründungsmitglied er war, zeichnete ihn 1997 mit der Ehrenmitgliedschaft aus und verlieh ihm 2007 den Lebenswerk-Preis.

Am 03. Juni 2014 folgte Hartmut Stemmann seiner Frau Hadwig, die bereits ein Jahr vorher am 18. Januar 2013 verstarb.

Ein ausführliches Porträt von Hartmut Stemmann finden Sie unter www.ztm-aktuell.de/stemmann.



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