Ästhetik

Buchvorstellung

Das Geheimnis der Ästhetik

Achim Ludwigs Buch nähert sich der Ästhetik in drei Kapitelschritten: „Beginne zu verstehen“ – „Beginne zu erkennen“ – „Beginne zu erwachen“.
Achim Ludwigs Buch nähert sich der Ästhetik in drei Kapitelschritten: „Beginne zu verstehen“ – „Beginne zu erkennen“ – „Beginne zu erwachen“.

Wie begegnet man einem Buch, das den Titel trägt: „Das Geheimnis der Ästhetik. Eine Reise zum Urgefühl des Menschseins“? Zwei Zugänge bieten sich spontan an. Entweder in das Inhaltsverzeichnis schauen – und dann das letzte Kapitel aufschlagen: „Wabi Sabi – von der Schönheit des Hässlichen“. Oder man lässt sich in der Kunstausgabe „Edition 100“ von den zartaquarellfarbenen Seiten in das Buch hineinziehen; je nach Geschmack oder Tagesform beginnt man mit pastellgelb, rosa, rauchblau oder dem in Weiß gehaltenen Epilog.

Der Autor ist Zahntechnikermeister Achim Ludwig, Mitgründer und Mitinhaber des renommierten Labors Da Vinci Dental, Meckenheim. In dem Renaissance-Künstler sehen die „Da Vincis“ ihr Vorbild für das Verständnis von Ästhetik. Achim Ludwig fragt in seinem Buch nun danach, was lange vor der zahntechnischen Umsetzung in Prothetik steht: Was meint Ästhetik und wie setzt sie sich zusammen?

Wer dem im Buch eingeschlagenen Weg folgt, stößt auf die Frage: „Woran liegt es, dass man künstliche Zähne immer im Modell bzw. auf Fotos erkennt? (Seite 108/109). Beim Vergleichen künstlicher mit natürlicher Ästhetik findet der Autor die auch auf Zahntechnik anwendbare Antwort: „Im Bereich der natürlichen Dinge, Rose, Baum etc., benötigen wir organische Formen, seidige Oberflächen und keine spiegelbildliche Symmetrie“. (Seite 111)

Der künstlichen Ästhetik – „symmetrisch geformt, mathematisch, hochglänzend, hart, kalt, messbar, von menschlicher Herkunft“ (Seite 110) – steht die Rose entgegen, in Ludwigs Augen das beste Exempel natürlicher Ästhetik, auf den Punkt gebracht. In dieser Spannung entdeckt der Autor das Prinzip der Polarität.

  • Um individuelle Zahnästhetik zu schaffen, legen die „Da Vincis“ Wert auf engen Patientenkontakt. In ihrem „Ästhetikatelier“ gibt es daher einen Patientenbereich – und die „Mona Lisa“ an der Wand.
  • Für die Zahntechnik kann man viel aus den Erkenntnissen zur Ästhetik lernen: nicht vollkommen symmetrisch, individuell, lebhaft, zum großen Ganzen passend – wie die Blütenblätter in einer Rose.
  • Um individuelle Zahnästhetik zu schaffen, legen die „Da Vincis“ Wert auf engen Patientenkontakt. In ihrem „Ästhetikatelier“ gibt es daher einen Patientenbereich – und die „Mona Lisa“ an der Wand.
  • Für die Zahntechnik kann man viel aus den Erkenntnissen zur Ästhetik lernen: nicht vollkommen symmetrisch, individuell, lebhaft, zum großen Ganzen passend – wie die Blütenblätter in einer Rose.

In der Architektur sehen die beiden Pole des Künstlichen/Natürlichen beispielsweise so aus: auf der einen Seite Industriekomplexe, auf der anderen die Systeme Gebirge und Wald. Künstliche Gebäude sind Häuser im Bauhausstil, ein Bauwerk der Natur ist die Tropfsteinhöhle.

Das Kapitel „Beginne zu erkennen“ sagt dazu:

„Leonardo Da Vinci war sich der Prinzipien des Geheimnisses der Ästhetik voll bewusst. Durch die perfekte Abstimmung und seine Kenntnisse über Polarität künstlicher und natürlicher Ästhetik in Verbindung mit einem absoluten Heraushalten jeglicher spiegelbildlicher Symmetrie schuf er eins der bedeutendsten Kunstwerke der Menschheit.“ (Seite 206)

  • „Da Vincis“

  • „Da Vincis“
Mona Lisa hat verschiedene Gesichtshälften, nur eine Seite lächelt. „Schaut man sie über einen längeren Zeitraum hin an, hat man tatsächlich das Gefühl, einem lebendigen Wesen in die Augen zu blicken.“ (Seite 207)

Zugespitzt führt die Frage nach Individualität auch zum Unvollkommenen und Hässlichen. Die Kunst liegt darin, noch hier Ästhetik und Schönheit zu finden. Mit der frisch gewonnenen Erkenntnis und neuem Blick lässt sich der einstmals empfundene Gegensatz zwischen Individualität, sogar Hässlichkeit, einerseits und Ästhetik andererseits auflösen: durch die bewusste Akzeptanz ihrer Polarität. In der Einbindung beider Komponenten kommt Zahntechnikermeister Achim Ludwig zu perfekten Restaurationen. 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Gisela Peters

Bilder soweit nicht anders deklariert: Dr. Gisela Peters


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