Ästhetik

Wie Standardprothesen aufgewertet werden können

Die ästhetische Wirkung der neuen VITAPAN PLUS Prothesenzähne

19.03.2012


In der Zahntechnik wird heute eine große Anzahl verschiedener Prothesenzähne verarbeitet. Doch wie finden wir die richtigen für uns? Wenn wir unser Produkt, die totale Prothese, erfolgreich über die Qualität vermarkten wollen, steht für uns als zahnmedizinischen Dienstleister die Wertigkeit im Vordergrund. Qualität und hoher Nutzwert zahlen sich langfristig aus. Diese können einem Produkt jedoch nicht am Ende der Produktion „übergestülpt“ werden: Sie werden während des gesamten Herstellungsprozesses erzeugt, angefangen beim Einsatz hochwertiger Materialien bis hin zur Einhaltung hoher Qualitätsstandards.

Die VITA Zahnfabrik hat den Klassiker unter den Prothesenzähnen, den VITAPAN Zahn, zukunftsweisend weiterentwickelt. Ziel war es, Prozesse zu optimieren und gleichzeitig vertraute Arbeitsabläufe beizubehalten. Mit Unterstützung von über 300 Zahntechnikern in mehr als zehn Ländern konnte der VITAPAN verbessert werden. Sämtliche Eigenschaften und Verarbeitungstechniken blieben erhalten, die wir von VITAPAN Zähnen kennen: hervorragende physikalische Eigenschaften, ansprechende Ästhetik, individuelle Farbcharakterisierung und natürliches Aussehen. Eine Farbstabilität auch nach dem Beschleifen, eine minimale Feuchtigkeitsaufnahme und sehr geringe Plaqueaffinität sind die Merkmale, die sich in den neuen VITAPAN PLUS Zähnen wiederfinden.

Verbesserte Morphologie beeinflusst phonetische Eigenschaften

VITAPAN PLUS Frontzähne weisen eine verbesserte anatomische Oberflächenmorphologie auf, bieten wie natürliche Zähne ausgezeichnete phonetische Eigenschaften, eine natürliche Ästhetik und das gewohnte Zungengefühl. Die Zähne haben deutlich ausgeprägte horizontale und vertikale Krümmungsmerkmale und unterstützen so den Lippenbereich optimal. Darüber hinaus bieten sie überzeugend natürliche Farben sowie ausgezeichnete Lichtbrechungs- und Lichtreflexionseigenschaften (Abb. 1a u. b). Alle VITA Prothesenzähne sind aus MRP-Material (Microfiller Reinforced Polyacrylic) gefertigt. Dieser mikrofüllerverstärkte Kunststoff stellt in Verbindung mit dem einzigartigen Nachpressverfahren sicher, dass die drei Schichten Schmelz, Dentin und Hals gleichförmig und dicht zusammenpolymerisieren, damit es nicht zu einem Aufblättern oder Absplittern der Schichten kommt. Vorteilhaft ist auch die hohe mechanische Belastbarkeit des MRP-Materials, die sich aus dem chemischen Aufbau ergibt. Daher empfehlen sich VITAPAN PLUS Zähne sowohl für schleimhautgetragene wie auch für implantatgestützte Restaurationen.

  • Abb. 1a: VITAPAN PLUS Frontzähne in Wachsaufstellung.
  • Abb. 1b: VITAPAN PLUS Formmerkmale.
  • Abb. 1a: VITAPAN PLUS Frontzähne in Wachsaufstellung.
  • Abb. 1b: VITAPAN PLUS Formmerkmale.

Ein Fall aus der Praxis

Eine 52-jährige Patientin stellte sich mit einer Totalprothese im Oberkiefer und einem teilbezahnten Unterkiefer vor. Aufgrund ständiger Schmerzen und anhaltende Probleme mit den natürlichen Zähnen erhielt die Patientin bereits im Alter von 16 Jahren eine Oberkiefer-Sofortprothese. Im Verlauf von 38 Jahren hatte sie lediglich zwei Prothesen erhalten. Die zuletzt getragene Prothese war 15 Jahre alt. Optisch störte die Patientin dabei, dass ihre Frontzähne nicht zu sehen waren; die wenig bis gar nicht abgestützte Oberlippe fiel nach innen und wirkte, als sei sie gar nicht vorhanden. Zudem hatten sich zahlreiche Längsfältchen um die Oberlippe gebildet: Auch hier wünschte sich die Patientin eine Verbesserung. Lippenstift sollte künftig auf der Lippe halten und nicht in die Lippenfältchen verlaufen. Bis zum Behandlungsbeginn hatte sie niemals eine Versorgung für ihren Unterkiefer getragen: Die schiere Größe einer Teil-Kunststoffprothese, die mit gebogenen Klammern an der Restbezahnung befestigt wird, hatte sie bis zu diesem Zeitpunkt davon abgehalten, ebenso wie weitere Störfaktoren, die eine solche Versorgung mit sich gebracht hätte (Abb. 2a u. 3a).

  • Abb. 2a: Wachsanprobe mit Lippenstützkontrolle.
  • Abb. 3a: Wachsanprobe mit Bisskontrolle.
  • Abb. 2a: Wachsanprobe mit Lippenstützkontrolle.
  • Abb. 3a: Wachsanprobe mit Bisskontrolle.

Dank der klinischen Erfahrung der McCade Denture Clinic (Cambridge, Ontario, Kanada) und der zahntechnischen Erfahrung des Labors Belasco Dental Studio (Waterdown, Ontario) erhielt die Patientin neue Prothesen für den Ober- und Unterkiefer, jeweils mit VITAPAN PLUS Frontzähnen, die ihr ein natürlich wirkendes, ästhetisches Lächeln schenkten. Im Seitenzahnbereich wurden VITA PHYSIODENS Zähne verwendet. Nach einer ersten Beurteilung entschied man sich für eine neue Oberkiefertotal- und eine Unterkierferteilprothese aus thermoplastischem Kunststoff. So wurden eine optimierte Verzahnung und eine verbesserte Okklusion im Seitenzahnbereich erarbeitet. Dieser Zahnersatz brachte der Patientin insgesamt einen höheren funktionellen Nutzen und die ersehnte ästhetisch ansprechende Optik (Abb. 2b und 3b).

  • Abb. 2b: Ästhetische Kontrolle.
  • Abb. 3b: Die glückliche Patientin.
  • Abb. 2b: Ästhetische Kontrolle.
  • Abb. 3b: Die glückliche Patientin.

Zusammenfassung

Wichtig für uns Zahntechniker ist, dass das Arbeitsergebnis bei herausnehmbaren Prothesen die ästhetischen und funktionellen Anforderungen der Patienten erfüllt. Um dieses Ziel sicher zu erreichen, sind höherwertige Werkstoffe meist die bessere Wahl. Wer sich ausschließlich am niedrigen Preis orientiert, wird sich schwertun, die gewünschte qualitativ hochwertige Versorgung zu erreichen. Alice Sager, die Autorin dieses Beitrags, ist überzeugt: VITAPAN PLUS Frontzähne erfüllen sämtliche funktionellen und ästhetischen Ansprüche an einen Frontzahn und eignen sich perfekt für alle an eine Standardprothese gestellten Anforderungen.

VITAPAN PLUS Frontzähne gibt es im kompakten Sortiment in zehn VITAPAN Classical Farben und zum Herbst 2012 in zehn VITA SYSTEM 3D-Master Farben. Das benutzerfreundliche Formennummern-System ermöglicht schnelles, exaktes Auswählen von Oberkiefer- und Unterkieferfrontzähnen. Vorteilhaft bei der Lagerhaltung: Es gibt 10 Oberkiefer- und 5 Unterkieferformen, die technisch so gestaltet sind, dass sie mit mehreren Oberkieferformen kombinierbar sind. Das reduziert den Bevorratungsbedarf für spezielle ästhetische Erwägungen in Bezug auf Größe oder Gesichtszüge.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Alice Sager

Bilder soweit nicht anders deklariert: Alice Sager


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