Herausnehmbare Implantatprothetik


Mehr Zeit – weniger Arbeit


Die neuen Fräsen der Firma Ökodent HF QF 1060 G (0o) und HF QF 1060 G (2o) ermöglichen dank ihrer Spezialverzahnung und ihrem Durchmesser ein effizientes Fräsen von NEM-Primärteilen sowie eine wirtschaftliche Bearbeitung von Titan-Abutments. Gerade bei der Formgebung von Teleskop- oder Universal-Abutments stellen die Werkzeuge eine große Erleichterung für den Zahntechniker dar. Und sie schonen die Finger, da in kurzer Zeit ein hoher Materialabtrag möglich ist. ZTM Evelyn Frank aus Gotha berichtet über Ihre Erfahrungen bei der Bearbeitung von NEM-Abutments.

In Zeiten von Wirtschaftskrise und Krankenkassen- Rahmenverträgen für Zahnersatz ist der Zahntechniker immer wieder gefordert, auch bei hochwertigem Zahnersatz auf Nichtedelmetall oder Titan zurückzugreifen. Der dank Medien und Internet gut informierte Patient ist bestrebt, seinen Zahnersatz in guter Qualität aber auch zu einem erträglichen Preis zu erwerben. Die Implantation beim Chirurgen war bereits teuer, das Budget ist begrenzt, deshalb muss bei der prothetischen Versorgung gespart werden. Bereits 90 Prozent der Arbeiten in unserem Labor werden aus NEM gefertigt. Bei der Erstellung eines Kostenvoranschlages für eine teleskopierende Brücke auf Implantaten werden wenigstens zwei Varianten erstellt. Der Patient entscheidet sich meist für die Version mit den Teleskop-Abutments – und nicht für die goldangussfähigen Abutments.

  • Abb. 1: Teleskop-Abutments im Modell mit Zahnfleischmaske platziert.
  • Abb. 2: Die Einschubrichtung wird am Fräsgerät eingestellt und die Abutments werden beschliffen.
  • Abb. 1: Teleskop-Abutments im Modell mit Zahnfleischmaske platziert.
  • Abb. 2: Die Einschubrichtung wird am Fräsgerät eingestellt und die Abutments werden beschliffen.

So gehen wir vor

Die Modelle werden mit Zahnfleischmaske hergestellt, damit bei der Bearbeitung der Abutments das Zahnfleischniveau berücksichtigt werden kann (Abb. 1). Die Gingivamaske stellt das Weichgewebe dar. Die Fräsfläche sollte aus ästhetischen Gründen leicht subgingival liegen. Die Gesamteinschubrichtung wird am Modell mit Fräsgerät festgelegt (Abb. 2). Die Länge der Fräsfläche ist abhängig von der Weichgewebsumgebung. Die Form des Fräsers ermöglicht einen leichten Abtrag (Abb. 3) und es entstehen gerade glatte Flächen mit einer leichten Hohlkehle. Ist die Einschubrichtung festgelegt, kann man sich die Fräsrichtung auf dem Abutment markieren und am Handstück vorfräsen, da das Werkzeug im Durchmesser 2,35 und 3 Millimeter verfügbar ist (Abb. 4). Da die Fräse aus einem Stück hergestellt und nicht geklebt ist, läuft sie ruhig und lenkt nicht aus. Die Fräsfläche selbst wird sehr glatt und bedarf kaum einer Nacharbeit (Abb. 5). Anschließend genügt es, mit einer weichen Bürste und Paste auf Hochglanz zu polieren. Wünsche erfüllen mit weniger Kosten. Die Fräsen können auch ganz normal für NEM- oder Titanprimärteile zum Nachfräsen verwendet werden (Abb. 6). Die Drehzahl beläuft sich auf 10.000 bis 15.000 Umdrehungen – ohne Druck. Die neuen Fräsen der Firma Ökodent bieten dem Zahntechniker die Möglichkeit, zeitsparend die etwas kostengünstigeren Varianten der Implantathersteller von Universal- oder Teleskop-Abutments anzuwenden und somit auf die Wünsche des Kunden einzugehen.

  • Abb. 3: Fräsen der Abutments.
  • Abb.4: Die Abutments können auch frei Hand mit dem Handstück vorgefräst werden.
  • Abb. 3: Fräsen der Abutments.
  • Abb.4: Die Abutments können auch frei Hand mit dem Handstück vorgefräst werden.

  • Abb. 5: Parallelfräsung eines Primärteils.
  • Abb. 6: Die fertigen nachgefrästen Teleskop-Abutments
  • Abb. 5: Parallelfräsung eines Primärteils.
  • Abb. 6: Die fertigen nachgefrästen Teleskop-Abutments

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: ZTM Evelyn Frank

Bilder soweit nicht anders deklariert: ZTM Evelyn Frank