KFO


Tiefziehtechnik in der KFO

Der Biostar 6 von Scheu-Dental.
Der Biostar 6 von Scheu-Dental.

In der kieferorthopädischen Fachzahnarztpraxis Dr. Dr. Hoppe & Partner, Recklinghausen, wird seit mehr als zwei Jahrzehnten die Tiefziehtechnik angewendet. Das Praxislabor sorgt für effiziente Abläufe und sehr gute Qualität.

Die Herstellung von Schienen ist eine tägliche Routineaufgabe für uns. Wir fertigen Positioner, Retentionsschienen nach Entbänderungen und transparente Aligner zum Korrigieren kleinerer Zahnfehlstellungen im Tiefziehverfahren. Darüber hinaus stellen wir auch Übertragungshilfen für das indirekte Kleben von Multibrackets und lingualen Retainern sowie Knirscher- und Apnoe-Schienen her.

Effizienz und Präzision

Unser Ziel ist in erster Linie die Patientenzufriedenheit. Es ist wichtig, dass alle Arbeiten präzise passen und eine gleichbleibend gute Qualität gewährleistet ist. Um diesen Anspruch zu erreichen, setzen wir ein Tiefziehgerät ein, das konstant reproduzierbare und jederzeit kontrollierbare Abläufe ermöglicht. Seitdem ich im Praxislabor Dr. Dr. Hoppe & Partner arbeite – und auch schon davor –, arbeiten wir mit Tiefziehgeräten der Firma Scheu-Dental, Iserlohn. Unser aktuelles Gerät ist der Biostar 6, die neueste Generation. Für hohes Arbeitsaufkommen haben wir noch den Vorgänger, die Generation 5, um zeitgleich mit zwei Geräten fertigen zu können.

  • Abb. 1: Vorbereitungsschritt für das Tiefziehen. Bildnachweis für alle Abbildungen: Matthias Drost, Recklinghausen
  • Abb. 2: Modell mit Isolierfolie vor dem Tiefziehen, in Granulat eingebettet.
  • Abb. 1: Vorbereitungsschritt für das Tiefziehen. Bildnachweis für alle Abbildungen: Matthias Drost, Recklinghausen
  • Abb. 2: Modell mit Isolierfolie vor dem Tiefziehen, in Granulat eingebettet.

Die Bedienung ist einfach (Abb. 1 bis 5) und beschränkt sich im Wesentlichen auf zwei Handgriffe: den Barcode der Folie, der die Verarbeitungsparameter enthält, manuell eingeben beziehungsweise einscannen und das Modell auf die Plattform oder in das Granulat stellen; alles andere geschieht dann nahezu automatisch. Der Strahler zum Aufheizen der Folien erreicht die nötige Arbeitstemperatur in nur einer Sekunde. Die Anformung der Folie und das fertige Tiefziehergebnis kann man sich während der Anform- und Abkühlphase durch das Glas des Druckraumes ansehen. Bei dünnen Folien ist die vom Hersteller vorgegebene Abkühlzeit bereits nach etwa 25 Sekunden beendet, bei dicken Platten nach gut vier Minuten.

  • Abb. 3: Der Infrarot-Strahler in Aktion.
  • Abb. 4: Der Druckraum wird umgelegt, um das Tiefziehen zu starten.
  • Abb. 3: Der Infrarot-Strahler in Aktion.
  • Abb. 4: Der Druckraum wird umgelegt, um das Tiefziehen zu starten.

  • Abb. 5: Der Prozess kann jederzeit durch das Glas beobachtet werden.
  • Abb. 5: Der Prozess kann jederzeit durch das Glas beobachtet werden.

Nach einer kurzen Einweisung in das Gerät können in unserem Praxislabor verschiedene Personen (auch zahnmedizinische Fachangestellte) damit umgehen. Wer bei uns eine Patientenarbeit übernommen hat, führt die zugehörigen Arbeiten ohne Delegieren komplett aus. So kümmern sich auch die zahnmedizinischen Fachangestellten um das indirekte Kleben, einschließlich Tiefziehen der Übertragungsschiene.

Neu beim Biostar 6 ist insbesondere das komfortable und Fehler vermeidende Barcode-Scannen. Da das Gerät automatisch arbeitet – im Barcode sind Heiztemperatur, Aufheiz- und Abkühlzeiten eingebunden – ist die Bedienung leicht, das Display informiert ununterbrochen über alle Abläufe. Insgesamt vollzieht sich der Prozess schnell, ist überschaubar und sicher.

Die Qualität der Ergebnisse überzeugt uns und unsere Zahnärzte. Wir erhalten reproduzierbare Resultate und die gewünschte präzise Passung der Schienen. Die verlässliche Qualität macht die Arbeit effizient und den Zeiteinsatz kalkulierbar. Damit erfüllt das Tiefziehgerät jederzeit unsere Anforderungen.

Abstimmung auf die Anwendung und individuelles Vorgehen

Die Folienmaterialien sind aufeinander und auf jede Anwendung abgestimmt. Für ein Okklusionsrelief tragen wir nach dem Tiefziehen Kunststoffe auf die Schienenoberfläche auf. Um das Abheben zu erleichtern und Kantenausbrüche zu vermeiden, wird das Gipsmodell bei einigen Anwendungen vor dem Tiefziehen mit einer Isolierfolie überzogen. Je nach Indikation verwenden wir Alabaster- bis Superhartgips. Für ein gutes Ergebnis benötigt der Techniker natürlich eine einwandfreie Vorlage. Die Abformung muss exakt und fehlerfrei sein. Jegliche Blase im Gips würde sich an der Innenseite der Schiene zeigen und zu fehlerhafter Passung führen.

Meine Erfahrung Es macht Freude, mit dem Gerät zu arbeiten. Unser Labor verfügt so über ein sicheres und für alle Anwendungen geeignetes Verfahren, das effiziente Arbeitsabläufe und hohe Passgenauigkeit ermöglicht.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: ZT Matthias Drost

Bilder soweit nicht anders deklariert: ZT Matthias Drost


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