Kronen/Brücken

Spezielle Schleifkörper erleichtern die Zirkoniumdioxid-Bearbeitung

Effizient und werkstoffgerecht

Der Schleifkörper 959.040HP „Ball“ bewährt sich zur Konditionierung von Zirkoniumdioxid-Gerüsten. Die Kugelform erlaubt den ungehinderten Blick auf die zu bearbeitende Fläche.
Der Schleifkörper 959.040HP „Ball“ bewährt sich zur Konditionierung von Zirkoniumdioxid-Gerüsten. Die Kugelform erlaubt den ungehinderten Blick auf die zu bearbeitende Fläche.

Interview mit ZT Hansruedi Carisch.

Herr Carisch, Sie stellen viele Zirkoniumdioxid- Gerüste in Ihrem Fräszentrum her. Wie lässt sich dieser Werkstoff heute mit den rotierenden Instrumenten bearbeiten, welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

  • Das CeraTec-Keramikschleifset besteht aus sechs Schleifkörpern. Es dient der Bearbeitung von Zirkoniumdioxid, Lithiumdisilikat, Lithiumsilikat (ZLS), Hybridkeramik, hochfester Glaskeramik sowie allen gängigen Verblendkeramiken. Die rotierenden Instrumente tragen selbst sehr harte Werkstoffe schonend ab. Neu sind die Formen „Ball“ für das Okklusalrelief und „Torpedo“ für den Approximalraum.

  • Das CeraTec-Keramikschleifset besteht aus sechs Schleifkörpern. Es dient der Bearbeitung von Zirkoniumdioxid, Lithiumdisilikat, Lithiumsilikat (ZLS), Hybridkeramik, hochfester Glaskeramik sowie allen gängigen Verblendkeramiken. Die rotierenden Instrumente tragen selbst sehr harte Werkstoffe schonend ab. Neu sind die Formen „Ball“ für das Okklusalrelief und „Torpedo“ für den Approximalraum.
Seit Beginn meiner langjährigen intensiven Arbeit zur Herstellung von CAD/CAM-gefertigtem Zirkoniumdioxid-Zahnersatz befasse ich mich mit rotierenden Instrumenten für diese Werkstoffbearbeitung, die von verschiedenen Herstellern angeboten werden. Dabei sind mir die großen Unterschiede in der Brauchbarkeit – sowohl in Bezug auf Materialqualität als auch Formgebung – für das extrem harte Zirkoniumdioxid aufgefallen.

Was bei allen Herstellern fast gleich ist, ist der Umstand, dass die für die Zirkoniumdioxid-Bearbeitung zur Verfügung stehen Formen bereits aus den konventionellen handwerklichen Bereichen der Zahntechnik bestens bekannt sind. Diese Formen wurden für die Zirkoniumdioxid-Bearbeitung adaptiert und nur mit wenigen neuen geometrischen Formen ergänzt. Und sie wurden nur mehr oder weniger gut an die spezifischen Bearbeitungsprozesse dieses hochfesten Keramikwerkstoffes angepasst.

Bei der täglichen Arbeit ist mir aufgefallen, dass sich bestimmte Formen nur bedingt für die typische Zirkoniumdioxid-Bearbeitung eignen. Hingegen ließe sich mit Formen, die (noch) nicht kommerziell erhältlich sind, weitaus ergonomischer und werkstoffgerechter arbeiten. Diese Wünsche nach neuen Formen und Schleifqualitäten (Körnungen), die aus meiner täglichen Arbeit entstanden sind, hat die Firma Edenta, Au, Schweiz, mit der Entwicklung der CeraTec-Schleifinstrumente mehr als erfüllt. Die Optimierungswünsche, die angesichts immer neuer Werkstoffe notwendig werden, wurden mit diesen neuen Schleifinstrumenten unkompliziert umgesetzt.

Welche Anforderungen stellen Sie an die Bearbeitung von Zirkoniumdioxid(-Gerüsten)?

  • Abb. 1: Der Schleifkörper 959.040HP „Ball“ bewährt sich zur Konditionierung von Zirkoniumdioxid-Gerüsten. Die Kugelform erlaubt den ungehinderten Blick auf die zu bearbeitende Fläche.

  • Abb. 1: Der Schleifkörper 959.040HP „Ball“ bewährt sich zur Konditionierung von Zirkoniumdioxid-Gerüsten. Die Kugelform erlaubt den ungehinderten Blick auf die zu bearbeitende Fläche.
Die gewünschte Gerüstgeometrie muss sich schnell, einfach und wirtschaftlich herstellen lassen. Diese Forderungen erfüllen die entsprechend abgestimmten CeraTec-Schleifinstrumente. Sie sind speziell geeignet für die formgebende und strukturelle Gestaltung: ohne Objekterhitzung, selbst bei der Bearbeitung von Hochleistungs-Zirkoniumdioxid mit seiner sehr hohen Härte. Sie sorgen für einen schonenden Werkstoffabtrag.

Wie gehen Sie in der Gerüstbearbeitung vor?

Die von Edenta speziell neu entwickelten Formen „Ball“ für Okklusalreliefs und „Torpedo“ für Approximalräume wurden exakt auf den Bedarf des Zahntechnikers zur Bearbeitung der ZrO2-Werkstoffe abgestimmt. Der kugelförmige Schleifkörper 959.040HP (Abb. 1) lässt beim Schleifen aus jedem Blickwinkel die Sicht auf das Bearbeitungsfeld zu. Damit sieht man zu jedem Zeitpunkt sehr genau, was beschliffen wird. Mit dem torpedoförmigen Schleifkörper 958.035HP lassen sich selbst schwierige Approximalräume bei Brücken sowie komplizierte wellenartige Präparationsränder bearbeiten. Die optimale Drehzahlempfehlung für alle CeraTec-Schleifer liegt bei 10.000 bis 12.000 Umdrehungen pro Minute.

Wie beurteilen Sie die Ergebnisse?

Der kugelförmige Schleifkörper 959.040HP hat sich als ausgezeichnete Form zur Konditionierung von Zirkoniumdioxid-Gerüsten bewährt – seine runde Form ermöglicht jederzeit einen ungehinderten Blick auf die zu bearbeitende Fläche. Auch ist sein Durchmesser von vier Millimetern ideal. Die Kugel sollte nicht größer sein. Bei der Bearbeitung wird die Kugel, je nach Gebrauch, oval, jedoch ohne unschöne Kanten auf der bearbeiteten Fläche zu hinterlassen. Die Formveränderung des rotierenden Instruments spielt aber keine Rolle, denn seine guten Eigenschaften sowie die Abtragsleistung bleiben unverändert erhalten.

Der kugelförmige Schleifkörper 959.040HP eignet sich ideal für folgende Arten der Zirkoniumdioxid- Bearbeitung:

  • für das Reduzieren oder Glätten von konkav geformten Approximalräumen,
  • für das Glätten oder Beschleifen von Okklusalflächen,
  • für das Ausdünnen feiner Kappenränder,
  • für das Beschleifen stirnseitiger Flächen bei zu langen Kappenrändern.

  • Abb. 2: Der Schleifkörper 958.035HP „Torpedo“ bearbeitet schonend Approximalräume bei Brücken und komplizierten Präparationsrändern.

  • Abb. 2: Der Schleifkörper 958.035HP „Torpedo“ bearbeitet schonend Approximalräume bei Brücken und komplizierten Präparationsrändern.
Der torpedoförmige Schleifkörper 958.035HP (Abb. 2) ist optimal auf das Wesentliche abgestimmt und eignet sich bestens für eine schonende Bearbeitung von Approximalräumen bei Brücken sowie komplizierten Präparationsrändern.

Warum haben Sie sich für das CeraTec-Keramikschleifset entschieden? Was schätzen Sie daran besonders?

Die CeraTec-Schleifinstrumente begeistern mich aufgrund ihrer Qualität, der Formen und Körnung. Hinzu kommen die hohe und schonende Abtragsleistung und der geringe Zeiteinsatz sowie die damit verbundene hohe Wirtschaftlichkeit der Instrumente.

Dann haben wir zum Schluss dieses Interviews die Bitte, dass Sie Ihre Erfahrungen zusammenfassen.

Die Firma Edenta hat die Anforderungen an zeitgemäße rotierende Instrumente, die zur schonenden und wirtschaftlichen Bearbeitung von Hochleistungs-Vollkeramikwerkstoffen notwendig sind, perfekt umgesetzt. Die Schleifleistung sowie die Beständigkeit der Schleifinstrumente werden jeden Anwender überzeugen.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: ZT Hansruedi Carisch

Bilder soweit nicht anders deklariert: ZT Hansruedi Carisch