Kronen/Brücken


Ein System für alle Fälle

31.05.2010

Das Bien-Air CAD/CAM-System.
Das Bien-Air CAD/CAM-System.

Irgendwann kommt für jeden Zahntechniker der Moment, in dem er sich mit der

CAD/CAM-Technologie auseinandersetzen muss. Bei der Vielzahl der am Markt

erhältlichen Systeme ist es alles andere als leicht, das passende System für die individuellen Bedürfnisse zu finden. Man muss seine Ziele und Erwartungen klar

definieren, damit man sich mit einer solchen Investition zusätzlichen Wert verschaffen und das Angebot für seine Kunden erweitern kann. Der schweizer Zahntechniker Cyril Lehmann berichtet über seine Erfahrungen mit dem Bien-Air CAD/CAM-System.

Als auch für mich die digitale Zeitenwende gekommen war, waren folgende Kriterien entscheidend: Präzision, Qualität, Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Einfachheit. Zudem benötigt man einen effizienten Kundendienst sowie die Sicherheit für Weiterentwicklungen. Aufgrund der Kosten, die dabei entstehen, können das nur wenige Unternehmen bieten. Nachdem ich in den letzten zehn Jahren Erfahrungen mit unterschiedlichen CAD/CAMSystemen gesammelt hatte, fiel meine Wahl schließlich auf das System von Bien-Air.

Gesucht: einfache, schnelle und wirtschaftliche Laborlösung

Meine ersten CAD/CAM-Schritte machte ich mit dem Scanner von Procera. Später folgte das System von DCS und schlussendlich bot sich mir die Gelegenheit, die Bien-Air Laboratory Section, die die Firma DCS übernommen hatte, bei der Entwicklung eines neuen CAD/CAM-Konzepts für zahntechnische Laboratorien zu unterstützen.

Zu Beginn unserer Überlegungen suchten wir nach einer einfachen, schnellen und wirtschaftlichen CAD/CAM-Laborlösung. Die Spezialisten von Bien-Air Laboratory entwickelten ein CAD/CAM-System für gehobene Ansprüche, welches in der Lage ist hochwertige Ergebnisse hervorzubringen. Das computergesteuerte System besteht aus dem Scanner (Scan200), der Software zur Gestaltung der Gerüste (DentCad), der Fertigungssoftware (DentMill) sowie der Bearbeitungseinheit (Mill200).

Gefunden: Präzision und Bedienerfreundlichkeit

Zuerst wird ein herkömmliches Sägeschnittmodell erstellt. Dabei wird die Präparationsgrenze unterkehlt. Hinterschnitte können bereits mit Scanwachs gefüllt werden. Dies ist aber nicht unbedingt notwendig, da die Konstruktionssoftware dies später automatisch übernimmt.Der Scanner ist einfach zu bedienen. Die Kalibrierung kann vom Anwender selbst in zirka einer Minute durchgeführt werden. Das Modell wird in den Scanner gesetzt, die Patienten-, Zahnarzt- und weitere Daten werden in den Dentalmanager eingegeben und die zu scannenden Module ausgewählt. Der Scanner Bien-Air Scan200 bietet moderne Industrietechnologie mit einer verblüffend einfachen Handhabung. Er ermöglicht das Scannen von Modellen von einem Element bis hin zu einem kompletten Zahnbogen, unabhängig von der Gipsart. Das Stahlgehäuse gewährleistet eine ausgezeichnete Stabilität beim Scannen. Das schafft Präzision und Schärfe. So werden auch feine Details erkannt, ohne Löcher oder tote Winkel. Darüber hinaus bietet die leistungsstarke Scansoftware eine hohe Bedienerfreundlichkeit. Unterschiedliche Einzelstümpfe können in einem Durchgang mit einer Multi-Die Platte gescannt werden. Das spart Zeit. Das Scanfeld hat einen Durchmesser von 100 mm. Zudem steht für größere Modelle ein spezieller Oversize-Modus zur Verfügung.

  • Kontrolle und Korrektur der Präparationslinie.
  • Der Zementspalt wird eingestellt.
  • Kontrolle und Korrektur der Präparationslinie.
  • Der Zementspalt wird eingestellt.

So gehe ich vor

Nach dem Scannen wird das Gerüst mit der DentCad-Software einfach und schnell modelliert. Zementspalt, Wandstärke, gewünschte Form, Anpassung der Präparationsgrenze, Einschubvorrichtung usw. können individuell eingestellt werden. Sämtliche Einstellungen können abgespeichert werden und sind somit schnell wieder aufruf- und verwendbar. Die Gerüstform kann mit einem virtuellen Wachsmesser abgeändert werden. Zudem können Kronen und Brücken im Bildschirm voll modelliert und dann gleichmäßig für die Verblendung automatisch reduziert werden. Die regelmässigen Updates, die Bien-Air zur Verfügung stellt, aktualisieren die Software.

  • Anschließend wird die anatomische Form …
  • … sowie die Reduktion festgelegt.
  • Anschließend wird die anatomische Form …
  • … sowie die Reduktion festgelegt.

  • Das digitale Wachsmesser.
  • Die Haltestege werden gesetzt.
  • Das digitale Wachsmesser.
  • Die Haltestege werden gesetzt.

  • Das Käppchen mit Sinterpins ...
  • ... und auf dem Modell.
  • Das Käppchen mit Sinterpins ...
  • ... und auf dem Modell.

  • Die Schichtung.
  • Arbeit in situ.
  • Die Schichtung.
  • Arbeit in situ.

Werkstoffvielfalt und optimale Auslastung

In der Fertigungssoftware DentMill wird die Arbeit im Rohling platziert. Rohlinge die nicht komplett ausgefräst werden, können in einer Datenbank gespeichert werden. Somit ist eine optimale Ausnutzung der Rohlinge gewährleistet. Selbstverständlich können auch Daten von anderen Scannern importiert und die Arbeiten gefertigt werden. Sobald die Haltestege platziert sind kann der Bearbeitungsvorgang simuliert werden um zu überprüfen, ob das Ergebnis wie gewünscht ausfällt.

Insgesamt stehen aktuell vier verschiedene Materialien zur Verfügung. Neben Grünlingszirkon sind dies Titan sowie zwei Kunststoffe. Einer für die Gusstechnik und einer für Langzeitprovisorien. Weitere Materialien sind bereits in Vorbereitung.

Fazit

Es gibt viele Systeme auf dem Markt und daher ist es wichtig, sich im Vorfeld zu fragen, welche Art von Arbeiten man durchführen will und welche Materialien man verarbeiten möchte. Ich bin der Meinung, dass kein Weg an der CAD/CAM-Technologie vorbeiführt. Dafür bietet sie zu viel Komfort und zu viele Möglichkeiten. Ich denke auch, dass ein offenes System einen klaren Vorteil darstellt, denn es lässt dem Anwender die Möglichkeit, bei Vollauslastung einen Fertigungspartner zu wählen oder im entgegen gesetzten Fall, Arbeiten von anderen Partnerlaboren anzunehmen. Die Flexibilität bleibt also erhalten.

Es braucht viel Mut, sich mit der CAD/CAM-Fertigung auseinanderzusetzen. Aber wenn die ersten Schritte getan sind, ist die Freude umso größer.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Cyril Lehmann

Bilder soweit nicht anders deklariert: Cyril Lehmann


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