Kronen/Brücken


Lithium-Disilikat-Abutment aus dem CAD/CAM

Abb. 1: Titanbasis mit aufgesetztem Scanbody für die optische Abformung. Bildnachweis für alle: ZA Dr. Stavros Pelekanos, Universität von Athen, sowie die ZT Nondas Vlachopoulos, Athen, und Dimitris Varvatakos, Ano Glyfada/Athen, Griechenland
Abb. 1: Titanbasis mit aufgesetztem Scanbody für die optische Abformung. Bildnachweis für alle: ZA Dr. Stavros Pelekanos, Universität von Athen, sowie die ZT Nondas Vlachopoulos, Athen, und Dimitris Varvatakos, Ano Glyfada/Athen, Griechenland

Bei der Versorgung von Implantaten punktet die Glaskeramik Lithium-Disilikat wegen ihrer Zahnfarbe und Gingivafreundlichkeit – und dies nicht nur für den Kronenanteil, sondern auch für den Implantataufbau. Das prothetische Vorgehen zum Erreichen der gewünschten Ästhetik ist durch einen CAD/CAM-Block für Abutments mit industriell vorgefertigter Schnittstelle zur Titanbasis einfacher geworden.

Für die computergestützte Fertigung der Keramikstruktur stehen Blöcke mit vorgefertigter Anschlussgeometrie in zwei Größen zur Verfügung. Das Hybrid-Abutment hat die Transluzenzstufe Medium Opacity (MO), die Abutment-Krone lässt mit Low Translucency (LT) einen größeren Lichtfluss in die Tiefe zu. Die konkrete Blockauswahl für die Krone erfolgt auf Basis der gewünschten Zahnfarbe: Hierzu gibt es vier Bleach- und sechzehn A–D-Farben. Für das virtuelle Vorgehen von Anfang an generiert der Behandler einen virtuellen Datensatz der Mundsituation. Im hier dokumentierten Fall vollzog sich die optische Abformung mit dem Intraoralscanner Bluecam, Sirona, Bensheim. Zuerst wurde das Emergenzprofil erfasst und anschließend die auf das Implantat aufgeschraubte Titanbasis mit aufgesetztem Scanbody (Abb. 1).

  • Abb. 2: Anlegen des Kronenrandes während der virtuellen Modellation des Abutments in der inLab-Software.
  • Abb. 3: Das Lithium-Disilikat-Hybrid-Abutment ist mit der Titanbasis verklebt und fertig zum Eingliedern.
  • Abb. 2: Anlegen des Kronenrandes während der virtuellen Modellation des Abutments in der inLab-Software.
  • Abb. 3: Das Lithium-Disilikat-Hybrid-Abutment ist mit der Titanbasis verklebt und fertig zum Eingliedern.

 

Ein weiterer Scan betraf die Abformung des Antagonistenbereichs und der okklusalen Lagebeziehung. Alle Daten wurden an das Labor übertragen. Dort erfolgte die virtuelle Modellation des Abutments. Mit wenigen Klicks entstand eine verkleinerte Kronenform, wobei der Basalbereich das eingescannte Emergenzprofil nachzeichnete (Abb. 2). Grundsätzlich ist bei der Konstruktion darauf zu achten, den Schulterrand nur leicht submukös zu legen, damit nach dem Einsetzen der Krone Zementreste vollständig entfernbar sind. Um das Gestalten der Geometrie zum Titanaufbau muss man sich nicht kümmern, der Datensatz konnte unverzüglich dem CAM übergeben werden. Als das Lithium-Disilikat-Abutment ausgeschliffen und der Ansatz behutsam abgetrennt war, folgte das Verkleben mit der Basis (Abb. 3). Hierzu wurde das Befestigungskomposit Multilink Hybrid Abutment, Ivoclar Vivadent, Schaan, Liechtenstein, herangezogen, das mit seiner hohen Opazität die graue Klebebasis kaschiert. Parallel wurde ein individuelles Kronengerüst konstruiert, aus dem vorher ausgesuchten Lithium-Disilikat-Block herausgeschliffen und verblendet.

Dr. Gisela Peters, Bad Homburg

 

Für Fälle, die keine individuelle Verblendung fordern, gibt es die Möglichkeit, eine IPS e.max CAD Hybrid-Abutment-Krone monolithisch zu fertigen.

 


WEITERE INFORMATIONEN

Ivoclar Vivadent AG
Bendererstr. 2
9494 Schaan, Liechtenstein
Tel.: 00423 2353535
Fax: 00423 2353360
E-Mail: info(at)ivoclarvivadent.de
www.ivoclarvivadent.de

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Dr. Gisela Peters

Bilder soweit nicht anders deklariert: Dr. Gisela Peters


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