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Bewährungsprobe bestanden

Treffsichere und reproduzierbare Farbwiedergabe auch im Frontzahnbereich.
Treffsichere und reproduzierbare Farbwiedergabe auch im Frontzahnbereich.

Trotz des großen Angebots moderner Verblendkeramiken sind je nach Indikation oft Kunststoffverblendungen das Mittel der Wahl. Für die Herstellung komplexer Kombi-Arbeiten suchten Laborleiter ZTM Gregor Kuhlmann und seine Mitarbeiter ein leistungsfähiges und effi zientes Kunststoffverblendsystem und stießen dabei auf das System S.LAY (Wegold, Wendelstein). Nach einem halben Jahr zieht der Zahntechnikermeister nun Bilanz.

Als 11-Mann-Labor verfügen wir über umfassendes Know-how in allen Bereichen der Zahntechnik und decken das gesamte Spektrum der Zahntechnik ab. Zwar ist das Labor arbeitsteilig organisiert, in Spitzenzeiten wird jedoch übergreifend gearbeitet – jeder muss also alles kennen und können. Deshalb setzen wir vorrangig Werkstoffe bzw. Produkte ein, die sich in unser didaktisches Konzept einfügen sowie effektiv und einfach zu verarbeiten sind.

Lange waren wir auf der Suche nach einem Kunststoffverblendsystem, das diesen Anforderungen gerecht wird. Im Laufe der letzten Jahre haben wir zahlreiche Systeme getestet, wobei sich letztendlich nie ein durchweg positiver Eindruck manifestiert hat. Entweder waren die Farben nicht treffsicher und reproduzierbar oder es gab Einschränkungen im Haftverbund. Auch die hohe Plaqueanfälligkeit war meist ein Ausschlusskriterium.

Aufgrund eines Tipps ist nun der Verblendkunststoff S.LAY (Wegold, Wendelstein) seit einem halben Jahr unser Werkstoff der Wahl und fester Bestandteil unserer Produktion. Dank der fachmännischen Einweisung unseres Wegold-Fachberaters Dirk Beelitz war die Einarbeitungsphase kurz.
Es folgte eine Testphase mit dem Ergebnis, dass sich alle Mitarbeiter wünschten, dieses System in unser Materialportfolio aufzunehmen. Die Umstellung ging dann reibungslos vonstatten.

Indikationsbereiche und Vorteile

Momentan verwenden wir S.LAY in der Doppelkronen- und in der Geschiebetechnik. Weitere Einsatzgebiete sind vestibulär- und vollverblendete Brücken. Da die Verarbeitung des Kunststoffsystems in sich schlüssig ist, können alle Mitarbeiter, sowohl Azubis als auch erfahrene Zahntechniker zügig und problemlos naturidentische Verblendungen damit schaffen.
Der Vorteil dieses Produktes liegt in der Schichttechnik. Bedingt durch den 80-prozentigen Anteil der Opakdentin-Schichtung ist die Farbsicherheit auch bei geringen Schichtstärken ausgezeichnet zu erreichen.
Zudem steht ein sehr gut deckender und dünnflüssiger Opaker zur Verfügung, mit einer 100-prozentigen aushärtung durch sein duales System. Im Gegensatz zu einem lichthärtenden Einkomponenten-Opaker – in dem oftmals je nach Lichteinfall einige Bereiche nicht ausreichend ausgehärtet werden – werden bei S.LAY Pulver und Flüssigkeit vermischt und reagieren zu einem Produkt. Dadurch stehen zwei unterschiedliche Mechanismen zur Polymerisation zur Verfügung: Lichthärtung und Selbsthärtung. So werden auch untersichgehende Bereiche ganz ausgehärtet, die nicht mit Licht in Berührung kommen. Damit ist auch in diesen Problemzonen eine vollständige Polymerisation gewährleistet.

  • Vollverblendetes Sekundärteleskop einer Coverdenture-Arbeit.

  • Vollverblendetes Sekundärteleskop einer Coverdenture-Arbeit.

Einfach im Handling

S.LAY besitzt eine sehr angenehme Konsistenzpastös, aber nicht zu hart. Die Massen kleben nicht am Instrument und lassen sich sehr gut in Form bringen. Durch das Arbeiten mit dem Lichtstift S.LIGHT PEN kann die Verblendung ideal zwischengehärtet werden. Das bringt einen enormen Zeitgewinn im Verhältnis zu anderen getesteten Produkten.

  • Schnelle und einfache Zwischenpolymerisation mit dem mobilen Lichtstift S.LIGHT PEN.

  • Schnelle und einfache Zwischenpolymerisation mit dem mobilen Lichtstift S.LIGHT PEN.

Mit der Politur lassen sich die gewünschten Oberflächenrauhigkeiten gezielt einstellen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die deutlich reduzierte Plaqueaffinität. Sie liegt im Schneidenbereich bei 0,05 ?m und im Dentinbereich bei 0,06 ?m.

Fazit

Nach einem halben Jahr und einer positiven Kosten-Nutzen-Bilanz können wir sagen: Das System hat sich in unserem Labor in sehr kurzer Zeit bewährt. Deshalb werden wir S.Lay weiterhin verarbeiten und sind uns guter Ergebnisse bei den leichten sowie schwierigen Fällen der Zahntechnik sicher.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: ZTM Gregor Kuhlmann

Bilder soweit nicht anders deklariert: ZTM Gregor Kuhlmann


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