Werkstoffe


Vollzirkon – die Alternative zu NEM

05.10.2010

Günstig und dennoch ästhetisch: Kronen aus transluzentem ZENOTEC Zr coloriert mit ZENOSTAR Einfärbelösungen und durch Glanzbrand gefinischt.
Günstig und dennoch ästhetisch: Kronen aus transluzentem ZENOTEC Zr coloriert mit ZENOSTAR Einfärbelösungen und durch Glanzbrand gefinischt.

Die Hochleistungskeramik Zirkoniumdioxid wird den Wünschen und Bedürfnissen einer stetig wachsenden Zahl von aufgeklärten Patienten, Zahnärzten und Zahntechnikern gerecht. Damit steigt auch das Angebot an solchen Gerüstwerkstoffen. Geschäftsführer Frank Prünte verarbeitet in seinem Dentallabor und Fräszentrum das transluzente ZENOTEC Zr von Wieland Dental + Technik (Pforzheim) im Seitenzahnbereich zu vollanatomischen Kronen und Brücken als Alternative zu NEM. Er berichtet über seine Erfahrungen mit diesem Material.

Immer mehr Patienten wünschen sich metallfreie, bioverträgliche und gleichzeitig ästhetische Versorgungen. Hierfür hat sich Zirkoniumdioxid als ideale Basis bewährt. Dank unseres professionellen Teams mit insgesamt 25 Mitarbeitern, bündeln wir viel Erfahrung und Know-how bezüglich CAD/CAM-gefertigter Gerüstwerkstoffe und deren Verarbeitung. Durch die CAD/CAM-Technologie konnten wir die Arbeitsabläufe im Fräszentrum und Dentallabor erfolgreich optimieren. Speziell im NEM-Bereich erzielen wir dadurch bessere Ergebnisse. So müssen zum Beispiel großspannige Brücken nicht mehr gegossen werden und Verzüge sowie schaukelnde Brücken gehören der Vergangenheit an.

Vorteil transluzentes Zirkon: Ästhetisch und hochwertig

Wir verarbeiten zu 80 % Zirkoniumdioxid, gefolgt von NEM und Wachs, gelegentlich Titan und PMMA. Was den Werkstoff Zirkoniumdioxid betrifft, so haben wir zu Anfang einige Anbieter getestet. Nach mehreren Testreihen haben wir uns für das Zusammenspiel von Maschinen und Material des Unternehmens Wieland entschieden, die perfekt miteinander harmonieren. Wir setzen Zirkoniumdioxid-Gerüste im Front- und Seitenzahngebiet sowie bei individuellen Abutments ein. Seit Ende 2009 verarbeiten wir auch das transluzente ZENOTEC Zr in Verbindung mit den ZENOSTAREinfärbelösungen. Ein großes Plus bei der Auswahl dieses Materials war, dass wir damit sehr gute Ergebnisse erzielen können, da unser kompletter Produktionsablauf auf die Verarbeitung von ZENOTEC-Gerüstwerkstoffen abgestimmt ist. Hinzu kommen die Vorteile vollkeramischer Gerüstmaterialien: Keine Verfärbung im Kronenrandbereich (schwarze Ränder), ansprechende rot-weiße Ästhetik, keine Irritation des Zahnfleisches. Monolithische ZENOSTAR-Arbeiten (transluzentes Zirkoniumdioxid, vollanatomisch gestaltet) nutzen wir ausschließlich im Seitenzahnbereich als Alternative zur Vollguss- bzw. NEM-Krone vestibulär verblendet. Als Grundlage sollte eine Hohlkehlpräparation ohne scharfe Kanten und genügend Platz gegeben sein. Die Gerüste werden per CAD/CAM konstruiert und gefertigt und vor dem Sinterprozess durch eine spezielle Pinseltechnik mit der ZENOSTAR Einfärbelösung individualisiert. Hierdurch erhält man auf einfache und schnelle Art und Weise eine schöne Farbgebung der Gerüste nach dem Sinterprozess. Die Gerüste erhalten lediglich – ohne großen Aufwand – durch einen Glanzbrand und eine Politur ihr Finish.

Wichtig für die Langzeitstabilität der Restauration ist neben einem hochwertigen Werkstoff auch die Bearbeitung des Gerüstes. Deshalb werden die Gerüste in unserem Labor durch speziell geschulte Zahntechniker hergestellt. Die Weiterverarbeitung erfolgt ebenfalls durch Zahntechniker und Keramiker, die mit den Besonderheiten von Zirkoniumdioxid-Gerüsten vertraut sind.

  • Vollanatomisches Fräsen mit der Fräseinheit ZENOTEC T1 von Wieland.
  • Einfärben der Brücke mit ZENOSTAR Färbelösung vor dem Sintern.
  • Vollanatomisches Fräsen mit der Fräseinheit ZENOTEC T1 von Wieland.
  • Einfärben der Brücke mit ZENOSTAR Färbelösung vor dem Sintern.

Tipps zur Bearbeitung von ZENOTEC Zr

Wir empfehlen bei der Bearbeitung von ZENOTEC Zr bei Korrekturen an Gerüsten unbedingt mit Diamantwerkzeugen unter Wasserkühlung (Wasserturbine) zu arbeiten. Die Randbereiche können mit speziellen Steinchen für Zirkoniumdioxid bei geringer Drehzahl bearbeitet werden. Aufgrund glatt gebrochener Brücken, welche wir zur Analyse geschickt haben, haben wir gelernt, dass Zirkoniumdioxid-Gerüste nicht mit Trennscheiben einsepariert werden sollten, da dieses zu Beschädigungen der Gerüste führen kann (Glasschneider-Prinzip). Darauf weisen wir unsere Kunden hin und empfehlen die problemlose Separation mit einem feinen, abgerundeten Werkzeug (z.B. Flamme).

Fazit

Mit nur geringem Mehrpreis sind wir dank ZENOSTAR (anatomisch gestaltete Vollzirkon-Restaurationen) in der Lage, unseren Kunden eine gute Alternative zu silberfarbenen NEM-Vollguss anzubieten. Das Partnerlabor liefert somit dem Patienten einen zahnfarbenen Ersatz, der im Hinblick auf Qualität und Ästhetik überzeugt.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Frank Prünte

Bilder soweit nicht anders deklariert: Frank Prünte


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