Firmenevents

Neunzig Jahre Vita Zahnfabrik

Eine Ära der Innovationen

29.07.2014

Historische Darstellung des ursprünglichen Unternehmenssitzes in Essen.
Historische Darstellung des ursprünglichen Unternehmenssitzes in Essen.

Die Erfolgsgeschichte der Vita Zahnfabrik begann vor neunzig Jahren. Am 17. Juli 1924 in Essen gegründet und seit 1943 in Bad Säckingen beheimatet, wird das Familienunternehmen heute in dritter Generation geführt. Im Fokus stand stets das Streben nach immer besseren Lösungen für die Herstellung perfekter Prothetik. Die Vita-Materialien als Teil eines aufeinander abgestimmten Gesamtsystems sind daher in allen natürlichen Zahnfarben erhältlich – das gilt für Vollkeramik, Metallkeramik und Kunststoff. Zudem umfasst das aktuelle Portfolio sowohl innovative Produkte für die traditionelle als auch die computergestützte Zahnheilkunde. Zum Jubiläum blickt das Unternehmen zurück auf die Höhepunkte aus neunzig Jahren Firmengeschichte.

  • Abb. 1: Henry Rauter, Geschäftsführer Vita Zahnfabrik.

  • Abb. 1: Henry Rauter, Geschäftsführer Vita Zahnfabrik.
Unternehmensgründung Die Anfang der 1920er Jahre angebotenen Prothesenzähne basierten auf einem zweistufigen Schichtungskonzept, das dem Aussehen eines gesunden natürlichen Zahnes in keiner Weise entsprach. Um diesem Missstand aktiv entgegenzutreten, wurde am 17. Juli 1924 die Dr. Hiltebrandt Zahnfabrik Aktiengesellschaft ins Leben gerufen. Zu den fünf Gründungsmitgliedern gehörte neben dem Zahnarzt Dr. Carl Hiltebrandt auch der Kaufmann Heinrich Rauter, der den Vorsitz im Aufsichtsrat übernahm. Es handelte sich dabei um den Großvater des heutigen Geschäftsführers Henry Rauter (Abb. 1). Seit Anfang der 1930er Jahre firmiert das Unternehmen unter Vita Zahnfabrik.

Vita Zähne

Dieser Name geht zurück auf die Produktbezeichnung „Helios-Zähne in Vita-Farben“. Erstmals lag damit ein künstlicher Zahn vor, der realistische Farbverläufe und einen dem menschlichen Zahn nachempfundenen Aufbau mit Dentinkörper und Schmelz- beziehungsweise Schneideschicht aufwies. Diese Entwicklung ermöglichte eine bis dahin in der Prothetik nicht gekannte natürlich-lebendige Ästhetik und war damit wegweisend für alle folgenden Vita-Innovationen.

Wichtige Meilensteine im Laufe der folgenden Jahrzehnte waren zum Beispiel die 1939 eingeführten Vita Lumin Keramikzähne beziehungsweise 1955 schließlich die Vita Lumin Vacuum Zähne. Diese sind – in zeitgemäß angepassten Formen und Farben – noch jetzt erhältlich. Begleitet wurde die Entwicklung von dem ersten Vita Vacuum Keramikofen – heute ermöglicht die Vita New Generation als modulares Brennsystem flexible Individuallösungen.

  • Abb. 2: Dr. Eugen End, Entwickler der Vita Physiodens Zähne.

  • Abb. 2: Dr. Eugen End, Entwickler der Vita Physiodens Zähne.
Mit der Produktlinie Vita Lumin Acryl begann 1965 die Erfolgsgeschichte der Kunststoffzähne. Einer der aktuellen Bestseller sind die Zähne Vita Physiodens. Entwickelt wurden diese zusammen mit dem Okklusionskonzept Vita BLP (Bio-Logische Prothetik) von Dr. Eugen End (Abb. 2). Er berichtet: „Meine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit hierfür erstreckte sich über einen Zeitraum von zwanzig Jahren, ab 1986 protegiert von Henry Rauter. Die Pilotphase startete 1992 und zur IDS 1995 wurde die Zahnlinie Vita Physiodens schließlich dem Fachpublikum vorgestellt.“ Firmen-Highlight auf der IDS 2011 war der Zahn Vitapan Plus, der mit seinem der Natur nachempfundenen Schichtkonzept die kundenorientierte Weiterentwicklung des seit 1983 bewährten Vitapan Frontzahns darstellt.

Vita Farben

Die zu den Helios-Zähnen zugehörige, 24 Muster umfassende Vita-Farbenskala stellte ebenso wie die Helios-Schichtung zur damaligen Zeit ein Novum dar: Erstmals waren die Musterzähne hier systematisch angeordnet, wodurch die Farbbestimmung wesentlich erleichtert wurde. Die Weiterentwicklung der ersten Farbringe aus der Gründungszeit des Unternehmens resultierte Ende 1955, kurz vor dem IDSLaunch der entsprechenden Zahnlinie, in der Lumin Vacuum Farbskala. Deren Musterzähne waren nun bereits in vier Gruppen unterteilt: A = rötlich-braune Farbtöne, B = gelbliche Töne, C = Grautöne und D = rötlich-graue Töne. Auf diese Basis geht das 1983 eingeführte Farbsystem Vitapan classical A1-D4 zurück. Seit 1998 steht zusätzlich das nach Firmenangaben nach wie vor einzigartige Vita System 3D-Master zur Verfügung, mit dem der Zahnfarbraum erstmals wissenschaftlich fundiert und gleichmäßig strukturiert abgedeckt wird. Beide Vita-Farbsysteme haben sich als internationale Standards etabliert.

Vertriebsleiter Lothar Heinz, von 1977 bis zu seinem Ruhestand 2000 bei Vita tätig, bringt es so auf den Punkt: „Wer an Zahnfarben denkt, denkt in der Regel in Vita-Farben, und wer an Vita denkt, denkt an Zahnfarben. Das ist seit Jahrzehnten weltweit festzustellen!“ Tatsächlich werden nach Firmenangaben vier von fünf Zahnfarbwerten rund um den Globus nach Vita-Standard bestimmt.

Seit 2003 ist neben analogen Farbskalen ein digitales Farbmessgerät erhältlich – seit 2013 in der Version Vita Easyshade Advance 4.0. Perfekt kombinierbar ist dieses Tool mit der Software Vita Assist, die die Module Vita ShadeAssist für eine fehlerfreie Farbkommunikation zwischen Praxis und Labor sowie das interaktive Beratungsmodul Vita ToothConfigurator vereint.

Vita Materialien

Bereits mit der Entwicklung des Helios-Zahns wurde auch die Grundlage für das Vita-Kompetenzfeld Keramik gelegt. Die Entwicklung der ersten Vita- Mantelkronenmassen geht auf das Jahr 1930 zurück.

  • Abb. 3: ZT Heinz Kurz, Kurz Zahntechnik, Dußlingen, seit über fünfzig Jahren Vita-Kunde.

  • Abb. 3: ZT Heinz Kurz, Kurz Zahntechnik, Dußlingen, seit über fünfzig Jahren Vita-Kunde.
Und nachdem die Versuche, Metalllegierungen mit Keramik zu beschichten, lange missglückten, brachte 1962 die bis heute weltweit eingesetzte VMK (Vita Metallkeramik)-Technik den Erfolg. 1968 wurde ihr Einsatzgebiet maßgeblich erweitert: Mit Vita VMK 68 waren erstmals auch Brücken mit mehr als vier Gliedern möglich.

Der 1927 geborene Zahntechniker Heinz Kurz (Abb. 3), seit 1957 selbstständig, berichtet: „Die keramischen Entwicklungsleistungen der Vita haben mich immer sehr beeindruckt. Das Unternehmen steht seit jeher an vorderster Front der Dentalindustrie und ist noch heute führend im Bereich der Keramik. Wenn ich eine herausragende Produktlösung benennen sollte, wäre es Vita VM!“ Dieses für Metallkeramik, Vollkeramik und Kunststoff einheitliche Verblendkonzept existiert seit 2003 und wird ständig erweitert.

  • Abb. 4: Prof. Dr. Werner H. Mörmann, Entwickler der Cerec-Methode.

  • Abb. 4: Prof. Dr. Werner H. Mörmann, Entwickler der Cerec-Methode.
Noch jemand, der sofort an Keramik denkt, wenn er den Namen Vita hört, ist Professor Dr. Werner H. Mörmann, der Entwickler der Cerec-Methode (Abb. 4): „Am 26. Juli 1984, schon zwei Monate nach meiner ersten Kontaktaufnahme zu Henry Rauter, erhielten wir Keramikproben für unseren Prototyp des Cerec 1 CAD/CAM-Systems. Ende 1987 wurde die Vitablocs-Keramik als fertiges Produkt präsentiert. Dieser Werkstoff wurde weiterentwickelt und führte zu ästhetischen Materialien wie Vitablocs Mark II, TriLuxe und RealLife. Vollständig neu und eindeutig die Entwicklung höchster Innovationskraft ist die 2013 eingeführte Hybridkeramik Vita Enamic. Damit hat Vita einmal mehr einen hervorragenden Beitrag zur restaurativen Computerzahnmedizin geleistet.“

Ein weiterer Meilenstein im Bereich der CAD/CAMRestaurationsmaterialien stellte 2013 die Einführung der zirkoniumdioxidverstärkten Glaskeramik Vita Suprinity dar, die ebenfalls eine neuartige Werkstoffklasse repräsentiert. Vita Machinable Materials aus Keramiken und Kunststoffen sind heute in zahlreichen Geometrien für diverse offene und geschlossene CAD/CAM-Systeme am Markt verfügbar.

Ausblick

Michael Brielmann, Leiter Vertrieb und Marketing der Vita Zahnfabrik (Abb. 5): „Als Pionier und Innovationsführer, als Vorreiter und Impulsgeber hat sich Vita in ihren Kompetenzfeldern über die Jahrzehnte hinweg positioniert (Abb. 6). Aber damit sehen wir uns natürlich nicht am Ziel. Die Entwicklung von fortschrittlichen Produktlösungen geht weiter und wir gehen weiter voran. Wie in den vergangenen neunzig Jahren arbeitet das Vita-Team schon heute mit Hochdruck an den Innovationen von morgen!“

  • Abb. 5: Michael Brielmann, Leiter Vertrieb und Marketing der Vita Zahnfabrik.
  • Abb. 6: Highlight-Innovationen aus neunzig Jahren Vita-Historie auf einen Blick.
  • Abb. 5: Michael Brielmann, Leiter Vertrieb und Marketing der Vita Zahnfabrik.
  • Abb. 6: Highlight-Innovationen aus neunzig Jahren Vita-Historie auf einen Blick.


WEITERE INFORMATIONEN

VITA Zahnfabrik H. Rauter
GmbH & Co. KG
79713 Bad Säckingen
Tel.: 07761 562-0
Fax: 07761 562-299
E-Mail: info(at)vita-zahnfabrik.com
www.vita-zahnfabrik.com,
www.facebook.com/vita.zahnfabrik


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