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Erhöhte Verarbeitungssicherheit bei Zirkonoxid-Verblendkeramiken

19.10.2009

Spannungsverteilungen bei Vollkeramikbrücke im Vergleich zur Metallkeramikbrücke (in Schwarz die Druckspannungen und in Farbe die Zugspannungen).
Spannungsverteilungen bei Vollkeramikbrücke im Vergleich zur Metallkeramikbrücke (in Schwarz die Druckspannungen und in Farbe die Zugspannungen).

Mit Hilfe einer rechenaufwendigen Computersimulation ist es jetzt gelungen, eine

wesentlich erhöhte Sicherheit bei der Verarbeitung von Zirkonoxid-Verblendkeramiken zu erreichen. Speziell für Cercon base und Cercon ceram Kiss hat

DeguDent in Zusammenarbeit mit den Universitäten Aachen und Heidelberg ein

neues Abkühlprozedere etabliert. Es senkt das Risiko von Abplatzungen, wie sie bei allen Zirkonoxid-Verblendkeramiken grundsätzlich möglich sind, auf die bei Metallkeramikarbeiten übliche Quote.

Über den Status quo und das neue, verbesserte Verarbeitungsverfahren informierten detailliert Prof. Dr. Thomas Kerschbaum (Köln), Dr. Markus Vollmann, Leiter Entwicklung und Anwendungstechnik bei DeguDent, und Prof. Dr. Peter Rammelsberg, Ärztlicher Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Universität Heidelberg.

Um die jetzt erreichten Fortschritte überhaupt erzielen zu können, musste eine extrem aufwendige Computersimulation durchgeführt werden; insbesondere wurde zur Simulation der Zug- und Druckspannungen die Finite-Elemente-Methode eingesetzt und dabei ein speziell auf die Zahntechnik zugeschnittenes Drei-Schicht-Modell implementiert.

  • Reale dreigliedrige Brücke als Vorlage für die Berechnungen verblendet mit Cercon ceram kiss.

  • Reale dreigliedrige Brücke als Vorlage für die Berechnungen verblendet mit Cercon ceram kiss.
Bei der Durchführung der Berechnung an der Universität Aachen ergab sich schließlich, dass mögliche Abschilferungen durch eine überhöhte Zugspannung im Abkühlprozess verursacht werden können. Diesen einfach „nach Bauchgefühl“ verlängern, führt aber nicht zum Ziel. Zwar gilt es, die Zugspannungen in der fertigen Brücke zu minimieren. Zusätzlich ist jedoch darauf zu achten, dabei die Druckspannungen nicht zu stark zu verringern, da hohe Druckspannungen die Verblendkeramik schützen – und beides zusammen erreicht man nur mit einem sehr genau berechneten Abkühlschema. Die Verifizierung der Labortauglichkeit dieses Verfahrens erfolgte durch naturnahe Kausimulation einer außergewöhnlich langen Tragezeit an der Universität Heidelberg. Die aufwendig erarbeiteten Aufheiz- und Kühlphasen sowie Temperaturhaltepunkte gelten aufgrund der spezifischen Werkstoffparameter ausschließlich für das System Cercon base/Cercon ceram Kiss. Der Ablauf kann daher nicht auf andere Zirkonoxid- Verblendkeramiken übertragen werden.

Weitere Informationen bei: www.degudent.de