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Zu Besuch in einem Dentallabor in Kapstadt

CAD/CAM aus Deutschland am fast südlichsten Punkt Afrikas

Abb. 1: Blick auf Kapstadt. Umringt von Naturschönheiten liegt mitten im Zentrum der Stadt ein Dentallabor, welches seit Kurzem mit Berliner Know-how arbeitet.
Abb. 1: Blick auf Kapstadt. Umringt von Naturschönheiten liegt mitten im Zentrum der Stadt ein Dentallabor, welches seit Kurzem mit Berliner Know-how arbeitet.

In der südwestlichen südafrikanischen Provinz Western Cape liegt Kapstadt, von vielen Reiseführern als schönste Stadt der Welt beschrieben. Das Wahrzeichen ist der Table Mountain (Tafelberg) mit seinem breiten, oft wolkenverhangenen Hochplateau, welcher mit einem eindrucksvollen Ausblick aufwartet. Mitten im urbanen Trubel von Kapstadt befindet sich ein zahntechnisches Labor, welches sich seit Kurzem über Berliner Unterstützung freuen darf.

Die deutsche Zahntechnik gilt weltweit als hochspezialisierte, qualitätsbewusste Branche und nimmt in vielen Punkten eine Vorreiterrolle ein. Die deutsche Dental-Industrie ist als Global-Player auf vielen Schlüsselmärkten gut positioniert. So ist es nicht verwunderlich, dass in Deutschland ausgebildete Zahntechniker in vielen Ländern mit Vorliebe eingestellt werden. Ein neues „Team-Mitglied“ eines Dentallabors im Zentrum Kapstadts (Abb. 1 und 2) kommt aus Berlin und hatte eine wahrlich komplizierte Anreise. Auch das Labor musste für den neuen „Kollegen“ einige Bürden auf sich nehmen und sogar die Räumlichkeiten verändern, denn die Unterstützung aus Deutschland wiegt circa eine Tonne: die Organical Multi von R+K CAD/CAM Technologie, Berlin (Abb. 3).

  • Abb. 2: Blick von der Dachterrasse des Labors in das urbane Leben von Kapstadt.
  • Abb. 3: Ankunft des schwergewichtigen Kollegen in Kapstadt: die Organical Multi von R + K CAD/CAM Technologie aus Berlin.
  • Abb. 2: Blick von der Dachterrasse des Labors in das urbane Leben von Kapstadt.
  • Abb. 3: Ankunft des schwergewichtigen Kollegen in Kapstadt: die Organical Multi von R + K CAD/CAM Technologie aus Berlin.

Zwei, die sich ihren Traum erfüllt haben

  • Abb. 4 und 5: ZTM Marco Köllmer und ZT Joseph Kleeblatt haben den Schritt gewagt. Das Fräszentrum Organical CAD/CAM SA befindet sich seit Februar 2014 in den Laborräumen von Joseph Kleeblatt in Kapstadt. Mit der Fünf-Achs-Fräsmaschine Organical Multi können fast alle Materialien für prothetischen Zahnersatz gefräst werden.

  • Abb. 4 und 5: ZTM Marco Köllmer und ZT Joseph Kleeblatt haben den Schritt gewagt. Das Fräszentrum Organical CAD/CAM SA befindet sich seit Februar 2014 in den Laborräumen von Joseph Kleeblatt in Kapstadt. Mit der Fünf-Achs-Fräsmaschine Organical Multi können fast alle Materialien für prothetischen Zahnersatz gefräst werden.
Zahntechniker Joseph Kleeblatt, Bachelor of Dental Technology, hat sich vor mehr als dreißig Jahren dazu entschieden, vom Tegernsee nach Südafrika zu ziehen. Seither führt er in Kapstadt sehr erfolgreich ein Dentallabor. Zahntechnikermeister Marco Köllmer ist Inhaber eines Labors in Ohrdruf nahe Erfurt, in welchem er sich innerhalb der vergangenen Jahre unter anderem intensiv mit der CAD/CAM-Technik auseinandergesetzt hat. Zusammen bieten die beiden Zahntechnikermeister nun die digitale Fertigung von Zahnersatz in Südafrika an; sie gründeten im Februar 2014 das Organical CAD/CAM SA-Fräszentrum Cape Town. In den Räumlichkeiten des Labors von ZT Kleeblatt arbeitet die Organical Multi-Fräsmaschine und ist in Südafrika die erste dieser Art (Abb. 4 und 5). ZTM Marco Köllmer hat sich mit dem Fräszentrum einen Traum erfüllt. „Neben meinem Labor in Deutschland wollte ich noch ein weiteres Standbein schaffen. Die Idee, zusammen mit Joseph Kleeblatt in Cape Town ein Fräszentrum aufzubauen, kam spontan und hat sich nach vielen Gesprächen mit südafrikanischen sowie deutschen Kollegen als sehr realistisch und zukunftsorientiert herauskristallisiert.“ ZTM Köllmer arbeitet in seinem Labor seit Jahren CAD/CAM-gestützt und kann einen entsprechenden Erfahrungsschatz vorweisen. Insbesondere die enge, fast schon freundschaftliche Zusammenarbeit mit ZTM Andreas Klar, Geschäftsführer von R + K Technolgie, und seinem Team hat ihn dazu motiviert, den Schritt eines Fräszentrums in Südafrika zu wagen. „In meinem Labor in Deutschland arbeiten wir seit vier Jahren mit dem Organical-System von R+K CAD/CAM Technologie und haben den hervorragenden Service und das kompetente Know-how des Unternehmens zu schätzen gelernt“, sagt Marco Köllmer und weiter: „Ohne dieses Wissen und die damit verbundene Sicherheit im Rücken hätten wir diesen Schritt nicht getan.“
  • Abb. 6: ZTM Marco Köllmer mit Dr. Bärbel Lässer aus Waltershausen während einer Fortbildung im Fräszentrum Organical CAD/CAM SA.
  • Abb. 7: Im Stadtteil Camps Bay befindet sich das Guest House von ZTM Köllmer und bietet mit großzügigem Seminarraum und einladendem Blick auf den Atlantik die perfekte Kulisse für Fortbildungen.
  • Abb. 6: ZTM Marco Köllmer mit Dr. Bärbel Lässer aus Waltershausen während einer Fortbildung im Fräszentrum Organical CAD/CAM SA.
  • Abb. 7: Im Stadtteil Camps Bay befindet sich das Guest House von ZTM Köllmer und bietet mit großzügigem Seminarraum und einladendem Blick auf den Atlantik die perfekte Kulisse für Fortbildungen.

Die Säulen für den Erfolg

Die Kunden des Organical CAD/CAM SA-Fräszentrums sind größtenteils Labore aus Südafrika und Namibia. Laborinhaber Joseph Kleeblatt sagte hierzu: „Sogar aus dem 800 Kilometer entfernten Port Elizabeth, aus Johannesburg und aus Namibia werden Arbeiten zum Fräsen zu uns geschickt.“ Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Südafrika nur wenige Anbieter für CAD/CAM-gefertigten Zahnersatz, der Bedarf jedoch steigt rasant. ZTM Köllmer sieht insbesondere in komplexen implantatgetragenen Strukturen, beispielsweise Stege, und Zirkoniumdioxid- Gerüsten großes Potential. Ebenso werden zunehmend Fräsarbeiten aus Hochleistungspolymer, zum Beispiel Aufbissschienen und Provisorien, geordert. Die Indikationen für prothetische Arbeiten sind also ähnlich wie in Deutschland – was sich stark unterscheidet, ist die Ausbildung zum Zahntechniker. In Südafrika gibt es kein duales Ausbildungssystem; sowohl Theorie als auch Praxis werden an einer Schule gelehrt. Die eigentliche Berufserfahrung bekommen die Techniker erst nach der Ausbildung. Das Organical CAD/CAM SA-Fräszentrum bietet auch Fortbildungsveranstaltungen für deutsche Kunden und Kollegen an. Hierzu steht im schönen Stadtteil Camps Bay ein Guest House mit großzügigem Seminarraum und einladendem Blick auf den Atlantik zur Verfügung. ZTM Köllmer organisiert hier Seminare für Zahnärzte und Zahntechniker (Abb. 6); das Thema CAD/CAM steht hierbei an erster Stelle. Zudem profitieren einige deutsche Kollegen von der Möglichkeit, das Guest House (Abb. 7) für Teambuilding-Events (Zahntechniker und/oder Zahnärzte) zu buchen. Der neue zahntechnische Kollege „Organical Multi“ hat sich in Kapstadt gut eingelebt und die lange Anreise sowie die Umbaumaßnahmen des Labors sind schon fast vergessen.

Annett Kieschnick 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: ZT Annett Kieschnick

Bilder soweit nicht anders deklariert: ZT Annett Kieschnick


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