Gesellschaften/Verbände


Der Freiheit vorerst letzte Chance

08.10.2012

Herbert Stolle, FVZL-Bundesvorsitzender
Herbert Stolle, FVZL-Bundesvorsitzender

Der „Freie Verband Zahntechnischer Laboratorien e.V.“ (FVZL) hat zweifellos die politische Führung des deutschen Zahntechnikerhandwerks übernommen. Während einer monatelangen Informationskampagne wurden sämtliche Inhaber deutscher Dentallaboratorien, Standes- und Parteipolitiker u.a.m. über die Gründe aufgeklärt, weshalb das deutsche Zahntechnikerhandwerk nichts mehr in dem Sozialgesetzbuch (SGB V) zu suchen hat.

Mit seiner Forderung nach Freiheit, Gerechtigkeit und Eigenverantwortung demonstrierte der FVZL eindrucksvoll, wie effektiv und erfolgreich auch eine kleinere Gruppe agieren kann, sofern sie professionell und intelligent geführt wird, über einen hohen Grad an Loyalität und Einsatzbereitschaft ihrer Mitglieder verfügt und zunehmend mehr Sympathisanten um sich versammelt.

Anlässlich seiner beeindruckenden Grundsatzrede auf der FVZL-Jahreshauptversammlung in Hannover fasste der FVZLBundesvorsitzende Herbert Stolle die Rückmeldungen auf die Informationskampagne zusammen. In ungewöhnlich unverblümter Rhetorik reflektierte der Bundesvorsitzende dabei die Klagen seiner Kolleginnen und Kollegen. Dabei ging es um die Zerstörung der zahntechnischen Infrastruktur, um machtgierige Krankenkassen, inkompetente Innungsfunktionäre, korrupte Zahnärzte, betrügerische Billiganbieter aus Nah- und Fernost, verlogene Politiker, unsoziale Gewerkschaften, Ausbilder, die ausbeuten, und letztlich um jene Konkurrenten im eigenen Lager, die nach dem Motto „Rette sich, wer kann!“ jegliche handwerksmeisterliche Moral und Ethik über Bord geworfen haben.

In dem Haifischbecken Gesundheitswesen zeigt sich das Ergebnis jahrelanger staatlicher Reglementierung oder – wie es die heutige Regierungskoalition vor der letzten Bundestagswahl brandmarkte – eine sozialistische Fehlentwicklung.

Mit einem unmissverständlichen Schlusswort beendete der FVZL-Bundesvorsitzende Herbert Stolle seine standespolitische Rede (die in voller Länge im Internet veröffentlicht wird): „Wir haben die wichtigsten Entscheidungsträger von unserer Forderung überzeugt. Wir haben alle Argumente unserer Gegner entkräftet. Wir befinden uns auf der Zielgeraden. Wenn wir jetzt die Gunst der Stunde nicht nutzen, wird das deutsche Zahntechnikerhandwerk auf nicht absehbare Zeit weiter verelenden.

Aber für diese letzte Strecke, die unsere finanziellen Möglichkeiten übersteigt, brauchen wir die aktive Unterstützung gleichgesinnter Kolleginnen und Kollegen. Einhundert weitere Vollmitglieder (unter den 6.000 Laborinhabern, von denen die meisten schon nicht mehr ihrer Innung angehören) würden ausreichen, um die materiellen Pflichten dieser Endphase abzusichern. Nicht irgendwann, nicht übermorgen, sondern sofort! Denn bedenke:

Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und lässt andere kämpfen für seine Sache, der muss sich vorsehen, denn: Wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage.“ (nach Brecht)


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