Gesellschaften/Verbände

Die Zahntechniker-Innung Niedersachsen-Bremen spricht Azubis frei

Die Reise nach Digitalien

13.07.2017

Geschafft: Die neuen Gesellen bei ihrer Freisprechungsfeier in Garbsen.
Geschafft: Die neuen Gesellen bei ihrer Freisprechungsfeier in Garbsen.


Die Sommergesellenprüfung 2017 war etwas ganz Besonderes: Seit sechs Jahren ist der digitale Workflow im Bereich der Zahntechniker-Innung Niedersachsen-Bremen Bestandteil der Ausbildung. Die Prüflinge der Sommergesellenprüfling waren die ersten, für die der „digitale Workflow“ nun auch prüfungsrelevant war.

Zahnersatz, der zumindest teilweise mit Hilfe computerisierter Fertigung hergestellt wird, ist bereits ein wesentlicher Bestandteil von zahntechnischen Herstellungsprozessen in gewerblichen Dentallaboren. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, müssen Auszubildende des Zahntechnikerhandwerks die Möglichkeit erhalten, sich mit Soft- und Hardware-Systemen im digitalen Workflow auseinanderzusetzen.

Der Umgang mit dieser spannenden Technologie und die damit einhergehende qualifizierte Verarbeitung der charakteristischen Produkte, sind wichtige Einzelbausteine, die sich konsequent in der Zahntechnikerausbildung wiederfinden müssen.

Die Auszubildenden im Innungsbereich der ZINB lernen in Ihrer Ausbildung das digitale Erfassen des virtuellen Modells und die Aufbereitung digitaler Daten. Mithilfe dieser Datengrundlage werden unterschiedliche prothetische Arbeiten mittels CAD konstruiert, und mithilfe der CAM gefertigt. Dabei wird großer Wert auf unterschiedliche Ausgangssituationen sowie die Verarbeitung typischer, im digitalen Workflow eingesetzter Materialien gelegt. Auch die Weiterverarbeitung und Individualisierung der durch den CAM-Prozess produzierten zahntechnischen Produkte wird geübt. So werden beispielsweise von den Teilnehmern selbst konstruierte und anschließend CAM-gefertigte, vollanatomische Zirkoniumdioxidkronen durch prozessbegleitende Tätigkeiten wie der nachfolgenden Farbgestaltung individualisiert. Im theoretischen Teil wird der digitale Workflow bereits seit 2012 geprüft. Seit 2017 werden diese erworbenen Fähigkeiten auch bei der praktischen Gesellenprüfung abgefordert.

Um den Prüflingen für den praktischen Teil der Gesellenprüfung eine Auswahl anzubieten, stehen im Prüfungslabor zwei weit verbreitete CAD-Systeme zur Verfügung. Sie scannen die Sägemodelle ein und konstruieren die Primärkrone digital. Die Primärkronen werden aus einem CoCr-Rohling gefräst. Anschließend müssen die Prüflinge die Primärkronen in klassischer manueller Technik ausarbeiten, aufpassen und fertig fräsen. Dabei fließt sowohl die digitale Konstruktion in die Bewertung ein als auch die fertiggestellte Primärkrone. Gleichzeitig dürfen die Basiskompetenzen, also die grundlegenden manuellen Techniken, jedoch nicht aus den Augen verloren werden.

Die Neuerungen in der Sommergesellenprüfung stießen auf sehr positive Resonanz. Vergangene Woche wurden die neuen Gesellen bei ihrer Freisprechungsfeier in den freien Mark entlassen. Die Feier fand statt in den Räumlichkeiten es Förderungs- und Bildungszentrums in Garbsen. Prüfungsobfrau Hilke Zahrte führte durch das Programm. Unterstützt wurde sie von den beiden Mitgliedern der Prüfungskommission Elvira Cadelano und Oberstudienrat Joachim Birke.

Als Prüfungsbeste geehrt wurden ...

1. Luisa Bläschke, Capitol Zahntechnik GmbH aus Hannover

2. Anja Kiesbye, Dentallabor Bischoff GmbH aus Northeim

3. Victoria Zucker, Vareler Dentaltechnik GmbH & Co. Kg aus Varel.

Die Zahntechniker-Innung Niedersachsen-Bremen gratuliert allen Prüflingen zur bestandenen Prüfung. Alles Gute und viel Erfolg für die berufliche Zukunft.

Quelle: Zahntechniker-Innung Niedersachsen-Bremen

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