Gesellschaften/Verbände


EPD ist in der Zahntechnik erst am 25. März

11.03.2021

Bundesweit wird heute auf den Equal Pay Day (EPD) aufmerksam gemacht - Zahntechnikerinnen müssen bis zum 25. März arbeiten, um das Jahresgehalt der männlichen Kollegen zu erreichen.
Bundesweit wird heute auf den Equal Pay Day (EPD) aufmerksam gemacht - Zahntechnikerinnen müssen bis zum 25. März arbeiten, um das Jahresgehalt der männlichen Kollegen zu erreichen.

Wenn bundesweit heute auf den Equal Pay Day (EPD) aufmerksam gemacht wird, dann müssen Zahntechnikerinnen noch länger arbeiten, bis sie das Jahresgehalt ihrer männlichen Kollegen erreicht haben.

Während die aktuelle Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern bundesweit durchschnittlich 18% betrug, verdienen Zahntechnikerinnen im Durchschnitt 23% weniger als Zahntechniker. Damit wäre der EPD in dieser Branche erst am 25. März. Darauf verweist der Verband medizinischer Fachberufe e.V., die Interessenvertretung für Medizinische, Tiermedizinische und Zahn-medizinische Fachangestellte, der seit 2010 auch angestellte Zahntechniker*innen beitreten können.

Die Unterschiede in Zahlen

Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit lag der Bruttoverdienst (Median) für vollzeitbeschäftigte Zahntechniker*innen im Jahr 2019 bei 2.628 €. Im Vergleich der Geschlechter erhielten Männer in diesem Beruf 3.027 € und Frauen 2.332 €.

Je älter die Beschäftigten werden, desto größer wird die Lücke. Beträgt der Gehaltsunterschied kurz nach der Ausbildung bei unter 25-Jährigen noch 4%, so liegt er im Alter zwischen 25 und 54 bereits bei 21%. Bei der Generation 55 plus sind es 26%.

Und auch der Meisterabschluss trägt nur wenig zur Reduzierung der Gehaltslücke bei: Der Bruttoverdienst von Zahntechnikermeisterinnen wird mit 3.332 € angegeben, der ihrer männlichen Kollegen mit 4.016 €. „Dass die Zahntechnik-Branche bei gleicher Ausbildung den Frauen 23% weniger bezahlt als den Männern, sollte grundsätzlich zu denken geben“, bemerkt Karola Krell, Referatsleiterin für Zahntechnik im Verband medizinischer Fachberufe e.V.

Die Gehaltslücke hat verschiedene Gründe

Sie sieht in fehlenden Tarifverträgen und damit fehlender Transparenz einen Grund für diese Entwicklung. „Ein anderer Grund könnte sein, dass Arbeitgeber*innen bei Fortbildungsangeboten und Weiterqualifikationen eher Männer bevorzugen, da bei Frauen möglicherweise familienbedingte Ausfallzeiten befürchtet werden. So landen viele Frauen letztlich in Arbeitsbereichen, zum Beispiel in der Kunststoffabteilung, in denen weniger Umsatz generiert werden kann und somit die Position für erfolgreiche Gehaltsverhandlungen geschwächt wird.

Hier ist auf der Arbeitgeberseite ein Umdenken angebracht und auch die Frauen in diesem Gesundheitshandwerk sollten sich mehr zutrauen. Immerhin sind sie mittlerweile in der Mehrzahl: Von 55.000 Beschäftigten im Bereich Zahntechnik werden laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes rund 32.000 als weiblich angegeben.“


Quelle:
Verband medizinischer Fachberufe e.V.


Kostenlose Live Veranstaltung – D:EX Dental Experience by Pluradent
Unbenannt

Bei der kostenlosen D:EX Dental Experience von Pluradent am 24. April 2021 ab 10 Uhr werden Produktneuheiten und Impulsvorträge präsentiert. Vorgestellt werden aktuelle Entwicklungen in den Bereichen digitale Transformation, Praxismanagement und Hygiene.

Besuchen Sie uns doch mal auf unserer Facebookseite! Wir freuen uns über jeden Like und sind gespannt auf Anregungen, Kommentare, Kritik und Ideen für neue Themen!

Hier geht's direkt zur Seite