Industrie-Report


Digitales Gold für analoge Labore

21.09.2017

Viele Dentallabore entscheiden sich bewusst gegen die Investition in eine eigene Fräsmaschine und für die Zusammenarbeit mit spezialisierten Fräszentren. Zu unterscheiden sind Dienstleister, bei denen fertige Konstruktionsdatensätze zu übermitteln sind, und solche, die alternativ auch Scan und Design übernehmen. Bei ZAHNWERK Frästechnik (Solingen) ist alles möglich. Ein besonderer Service ist, dass Kunden ohne eigenes CAD-System auch Zugang zu „cehaGold – Fräsen in Edelmetall“ von C.HAFNER erhalten.

Edelmetalle waren lange Zeit die Nummer 1 unter den Restaurationsmaterialien. Gold ist der am besten untersuchte und dokumentierte Werkstoff in der Zahnheilkunde und hat sich für Zahnersatz jeglicher Art bewährt. Beispielsweise ist der Metall-Keramik-Verbund bei hochgoldhaltigen Legierungen noch heute der stabilste im Vergleich zu anderen keramisch verblendbaren Werkstoffen; für teleskopierende Versorgungen ist Gold in vielen Fällen die bestmögliche Lösung u. v. m. Mit wachsender Etablierung der CAD/CAM-Technologie ist die Gold-Nachfrage deutlich gesunken. Auch bei ZAHNWERK Frästechnik ist die neue Nummer 1 eindeutig Zirkoniumdioxid. Die saubere, kostengünstige und schnelle Herstellung von NEM-Gerüsten im CAD/CAM-Verfahren boomt ebenfalls. Aber es gibt sie noch: die Fälle, in denen Gold eindeutig die beste Wahl ist. Und außerdem gibt es noch: die Patienten, denen wertbeständiger Zahnersatz wichtig ist.

Was macht betriebswirtschaftlich Sinn?

Sehr viele deutsche Dentallabore, in denen eigentlich Vollkeramik und NEM dominieren, bieten Edelmetall weiter an, weil die Ausrüstung vorhanden ist und es kundenseitig ab und an nachgefragt wird. Dabei ist für Betriebe mit einer geringen Anzahl an Goldarbeiten das Gießverfahren de facto schlichtweg unwirtschaftlich (Abb. 1 u. 2). Nicht nur das technische Equipment und Personal müssen vorgehalten werden. Die Vorfinanzierung von Edelmetallen bedeutet Kapitalbindung.

  • Abb. 1: Für die meisten Labore wäre es ökonomischer, die Goldverarbeitung an einen Dienstleister auszulagern.
  • Abb. 2: Bei der Frästechnik wird im Vergleich zur Gusstechnik etwa 30 % Material eingespart.
  • Abb. 1: Für die meisten Labore wäre es ökonomischer, die Goldverarbeitung an einen Dienstleister auszulagern.
  • Abb. 2: Bei der Frästechnik wird im Vergleich zur Gusstechnik etwa 30 % Material eingespart.

Das Outsourcing der Edelmetallverarbeitung hat weitere Vorteile. Die wichtigsten Stichworte lauten hier homogen, spannungsfrei und präzise. Während der manuelle Workflow etliche potenzielle Fehlerquellen birgt, wird im digitalen Workflow zuverlässig eine exzellente Genauigkeit erzielt. Dabei ist eine besonders grazile Gestaltung möglich, bei der sich die Wandstärken kontrolliert auf 0,4 mm reduzieren lassen. Das geht mit einer Gewichtsersparnis von durchschnittlich 30 % und entsprechend verringerten Materialkosten einher. Hinzu kommt, dass das Goldgefüge industriell hergestellter Rohlinge nachweislich homogener ist als das von gusstechnisch im Labor erzielten Konstruktionen. Korrosionsfördernde Poren und Lunker entfallen komplett. Es können problemlos spannungsfreie zirkuläre Brückengerüste gefräst werden.

  • Abb. 3: Für Labore ohne eigenes CAD-System übernehmen die Zahntechniker von ZAHNWERK Frästechnik Scan und Design.
  • Abb. 4: Screenshot einer Stegkonstruktion.
  • Abb. 3: Für Labore ohne eigenes CAD-System übernehmen die Zahntechniker von ZAHNWERK Frästechnik Scan und Design.
  • Abb. 4: Screenshot einer Stegkonstruktion.

  • Abb. 5: Die Konstruktion wird hochpräzise und spannungsfrei umgesetzt.
  • Abb. 5: Die Konstruktion wird hochpräzise und spannungsfrei umgesetzt.

Teamwork total

Das Labor sendet einfach Modelle und Auftragsformular an ZAHNWERK Frästechnik. Hier erfolgt gegen eine geringe Konstruktionsgebühr die Digitalisierung der Modelle und das Computer Aided Design durch ausgebildete Zahntechniker (Abb. 3). Auf Wunsch und speziell bei komplexen Konstruktionen (Abb. 4 u. 5) kann der Kunde die Planung per Online-Teamviewer-Sitzung vor der frästechnischen Umsetzung begutachten und freigeben. Die fertigen STL-Daten werden an Kooperationspartner C.HAFNER übermittelt und in der gewünschten Legierung – sechs stehen zur Auswahl – gefräst. Neu seit Frühjahr 2017 beispielsweise wird ORPLID Keramik 5 angeboten. Diese Bio-Legierung hat einen Goldgehalt von über 86 % und ist frei von Palladium, Silber und Kupfer. Jeder Lieferung liegt ein Zertifikat bei, welches belegt, dass das verwendete Edelmetall ausschließlich aus Sekundärmaterial gewonnen wurde. So gelangen keine Rohstoffe aus Konfliktregionen oder z. B. aus Minenbetrieben mit Kinderarbeit in den Umlauf. Die Kosten für die Fertigung werden ohne Aufschlag 1:1 weitergegeben, die Kunden profitieren durch ZAHNWERK Frästechnik sogar von vergünstigten Sonderkonditionen. Das gesamte Portfolio an Werkstoffen und Dienstleistungen ist online auf www.zahnwerk.eu einsehbar.

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Näheres zum Autor des Fachbeitrages: ZT Darko Savic


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