Industrie-Report


Eine Metallkeramik mit besonderer Tiefenwirkung

08.02.2016
aktualisiert am: 11.02.2016

IPS Style – die erste Metallkeramik mit patentierten Oxyapatit-Kristallen.
IPS Style – die erste Metallkeramik mit patentierten Oxyapatit-Kristallen.

Unter dem Motto „World of Ceramics“ hat das Liechtensteiner Unternehmen Ivoclar Vivadent gleich sechs neue Produkte im Bereich Dentalkeramik auf den Markt gebracht. Im Fokus: IPS Style – die erste Metallkeramik mit patentierten Oxyapatit-Kristallen für eine besondere Tiefenwirkung. Hier und in den folgenden Ausgaben des Zahntechnik Magazins stellen wir Ihnen die neuen Produkte vor.

Seit über 40 Jahren gehören sie zum zahntechnischen Alltag: Metallkeramiken. Obwohl CAD/CAM-Verfahren und Vollkeramiken immer mehr im Mittelpunkt der täglichen Arbeit im Labor stehen, bleiben Metallkeramiken stets aktuell: weltweit werden mehr als 60 % aller Restaurationen mit Metallkeramik verblendet*. Aus diesem Grund hat Ivoclar Vivadent nun nach zehnjähriger Entwicklung IPS Style auf den Markt gebracht (Abb. 1).

Was ist das Besondere?

Noch niemals zuvor wurden nach Firmenangaben Oxyapatit-Kristalle in einer dentalen Keramik verwendet. Lediglich die ebenfalls eingesetzten Leuzit-Kristalle (kontrollieren die Festigkeit) und Fluorapatit-Kristalle (sorgen für eine natürliche Helligkeit) haben sich in der zahntechnischen Welt bereits durch den Einsatz in Produkten wie IPS InLine oder IPS d.SIGN weitgehend etabliert. Die Kombination dieser drei Kristallarten in der Metallkeramik IPS Style ist somit laut Ivoclar Vivadent ein Novum.

  • Abb. 1: „Make it your Style!” ist das Motto der neuen Metallkeramik aus Liechtensteiner Entwicklung.
  • Abb. 2: Links: Konventionelle Trübung, verursacht durch einen hohen Anteil an Trübungspigmenten: Einfallendes Licht wird bereits oberflächlich reflektiert und in der Schicht teilweise absorbiert. Das Material wirkt stumpf. Die Farbe des Opakers kann nicht aus der Tiefe wirken. Rechts: Trübung, verursacht durch nadelförmige Kristalle: Einfallendes Licht wird gestreut und diffus reflektiert. Das hohe Rückstrahlvermögen der Kristalle bestimmt die Ästhetik und bindet auch die Farbe des Opakers in das Farb- und Lichtmanagement der Schichtkeramik ein.
  • Abb. 1: „Make it your Style!” ist das Motto der neuen Metallkeramik aus Liechtensteiner Entwicklung.
  • Abb. 2: Links: Konventionelle Trübung, verursacht durch einen hohen Anteil an Trübungspigmenten: Einfallendes Licht wird bereits oberflächlich reflektiert und in der Schicht teilweise absorbiert. Das Material wirkt stumpf. Die Farbe des Opakers kann nicht aus der Tiefe wirken. Rechts: Trübung, verursacht durch nadelförmige Kristalle: Einfallendes Licht wird gestreut und diffus reflektiert. Das hohe Rückstrahlvermögen der Kristalle bestimmt die Ästhetik und bindet auch die Farbe des Opakers in das Farb- und Lichtmanagement der Schichtkeramik ein.

Die nadelförmigen Oxyapatit-Kristalle strahlen einfallendes Licht in hohem Grade zurück, was eine Tiefenwirkung erzeugt (Abb. 2). Da der Gehalt an Oxyapatit vom Opaker bis hin zur Schneide variiert, lässt sich die Transluzenz gezielt kontrollieren. Die in IPS Style enthaltenen Fluorapatit-Kristalle streuen und reflektieren einfallendes Licht diffus, was eine hohe Helligkeit erzielt. Dieses präzise abgestimmte Zusammenspiel der Kristalle führt dazu, dass auch der Opaker am Farb- und Lichtmanagement der gesamten Restauration teilnimmt. Das Endergebnis: intraoral natürlich wirkende Restaurationen mit einer hohen Farbstabilität. Die weiteren Pluspunkte der neuen Metallkeramik sind eine optimierte zahntechnische Schrumpfung und die damit hohe Brennstabilität der Massen. Durch die damit verbundene hohe Kantenstabilität bleiben die modellierte Form, ausgearbeitete Details und die Morphologie während der Brände erhalten. Dies verringert die Brandanzahl und spart wertvolle Arbeitszeit.

Außerdem: die einfache Anwendung. IPS Style Ceram wird wie jede herkömmliche Metallkeramik verarbeitet. Die Schichtmassen bieten eine einfache Modellierbarkeit sowie eine exzellente Standfestigkeit bei der Applikation.

Anwendungsmöglichkeiten

IPS Style eignet sich für alle Gerüste, unabhängig davon, mit welchem Verfahren sie hergestellt wurden – ob Edelmetall oder metallfrei, digital oder analog, gegossen oder gefräst. Die Metallkeramik ist auf alle gängigen Legierungen im indizierten WAK-Bereich abgestimmt, auf edelmetallfreien Legierungen kann IPS Style sogar ohne Bonder zur Verblendung verwendet werden.

Was beinhaltet das System IPS Style?

IPS Style umfasst Keramikmassen für die klassische Ein- und Mehrschichttechnik sowie für die Presstechnik. Die Einschichtmasse IPS Style Ceram One ermöglicht es, auf effiziente Weise hochwertige Restaurationen herzustellen. Standardschichtungen und individuelle Verblendungen werden mit den IPS Style Ceram-Keramikmassen realisiert. Diese komplettieren zudem auch gepresste reduzierte Restaurationen aus IPS Style Press zur gewünschten Kontur.

Der passende IPS Style Ceram Powder Opaquer deckt das Gerüst ideal ab (klassisch oder mittels Sprayon- Technik) und bewirkt eine Leuchtkraft aus der Tiefe durch seine starke Deckkraft bei sehr dünner Schichtstärke. Auch für Gingiva-Rekonstruktionen bietet IPS Style die entsprechenden Massen.

Ebenfalls neu:

  • Abb. 3: Fertige Arbeit mit IPS Style – von ZTM Benjamin Votteler, Dentaltechnik Votteler, Pfullingen.

  • Abb. 3: Fertige Arbeit mit IPS Style – von ZTM Benjamin Votteler, Dentaltechnik Votteler, Pfullingen.
Komplettes Malfarben- und Glasursortiment IPS Ivocolor ist ebenfalls Bestandteil von IPS Style und ein universelles Malfarben- und Glasursortiment, anwendbar auf allen Schicht-, Press- und CAD-Keramiken von Ivoclar Vivadent (mit Ausnahme von unkristallisierten IPS e.max® CAD- und CAD-on-Restaurationen) sowie auf allen Wieland-Zirkoniumdioxiden. Der Zahntechniker benötigt fortan nur noch ein Sortiment für die individuelle Charakterisierung zahntechnischer Restaurationen. Die Komposition des neuen niedrigschmelzenden Glases ermöglicht Brenntemperaturen ab 710 °C und führt bei der Glasur mit nur einem Glanzbrand zu hochglänzenden, unverfälschten Ergebnissen, die frei von Grau- oder Weißverfärbungen sind. IPS Ivocolor ist für hoch- und niedrigschmelzende IPS-Keramiken geeignet und ermöglicht eine hohe Ästhetik unabhängig vom Wärmeausdehnungskoeffizienten (WAK) der zu bearbeitenden Keramik.

Das Sortiment besteht aus Shades für die farbliche Abtönung der Restaurationen nach dem A-D-Shade Guide sowie aus Essenzen, die mit Liquids zu Effekt-Malfarben angemischt werden können. Darüber hinaus stehen Glasuren zur Verfügung, welche als Pulver und Pasten erhältlich sind – mit oder ohne Fluoreszenz. Die Shades und Essenzen sind ebenfalls mit fluoreszierenden Partikeln versehen.

Zusammenfassung – „Make it your Style!“

IPS Style ist eine Metallkeramik für Einsteiger und erfahrene Anwender, für große und kleine Labore. Getreu dem Motto „Make it your Style!“ erlaubt das umfassende Angebot an Massen dem Zahntechniker jegliche Art von Restaurationen durch das geringe Schrumpfverhalten schnell („Make ist fast.“), durch die einfache Anwendung sicher („Make it easy.“) und durch die kontrollierte Transluzenz und Tiefenwirkung hochästhetisch („Make it natural“) zu realisieren (Abb. 3). 

*Quelle: Ivoclar Vivadent


Weitere Informationen:

Ivoclar Vivadent GmbH
Dr. Adolf-Schneider-Str. 2
73479 Ellwangen
Tel.: 07961 889-0
Fax: 07961 6326
E-Mail: info(at)ivoclarvivadent.de
www.worldofceramics.com



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