Kombinationsprothetik

Konfektionszähne als Baustein in der Kombinationsprothetik

Code geknackt: Konfektioniert zu einem individuellen Ergebnis


Ob auf natürlichen Zähnen oder auf Implantaten, Kombinationsprothesen gehören zum Arbeitsalltag eines Dentallabors. Für viele Zahntechniker ist die Herstellung einer „Kombi“ die Königsklasse. Die Anforderungen sind komplex und die Abläufe müssen wohldurchdacht werden. Die Autoren ZTM Markus Girardi und Dr. Erich Kleinknecht widmen sich in diesem Artikel der Fertigstellung bzw. der Verblendung einer Kombinationsprothese und damit einer Problematik, die vielen Technikern bekannt ist. Die von ihnen verwendeten Konfektionszähne* weisen im Aufbau, der Ästhetik und der Beschaffenheit ganz besondere Eigenschaften auf.

Funktionalität, Ästhetik und Langlebigkeit – das sind die primären Anforderungen bei der Herstellung einer prothetischen Restauration. Hinzu gesellt sich der Wunsch nach einem effizienten Vorgehen. Ohne Kompromisse eingehen zu müssen, sollte der Zahnersatz auf rationellem Weg erstellt werden können. Fundament dafür ist die gute Zusammenarbeit des Behandlungsteams. Darauf bauen die einzelnen Bestandteile der Behandlung auf, wie zum Beispiel die Materialien. In diesem Artikel widmen wir uns der Kombinationsprothetik, die in unserem Laboralltag einen hohen Anteil hat.

Individuelle Konfektion

In Zeiten, in denen viel über individuelle Therapiekomponente geschrieben wird, stellen wir ein unverzichtbares konfektioniertes Hilfsmittel in den Fokus: Konfektionszähne. Sie werden nach wie vor täglich benötigt und das wird sich in absehbarer Zeit nicht ändern. Was sich jedoch gewandelt hat, sind die Ansprüche der Patienten und des Behandlungsteams hinsichtlich der Ästhetik. Mit geringem zahntechnischen Aufwand hergestellte Prothesen finden kaum noch Akzeptanz. Ein totaler oder partieller Zahnersatz bietet in der Regel uneingeschränkte ästhetische Möglichkeiten, die wir bis zur letzten Konsequenz ausschöpfen möchten. Nachfolgend wird anhand zweier Indikationen dargestellt, warum die Konfektionszähne Genios (Dentsply DeguDent, Hanau) zu einem wichtigen Part der individuellen hochwertigen Prothetik geworden sind. Zunächst wird anhand eines Patientenfalles das Vorgehen bei einer bedingt abnehmbaren Brücke gezeigt und danach die ästhetische Umsetzung einer Stegversorgung.

Die bedingt abnehmbare Brücke

Insbesondere in der Kombinationsprothetik kann es zu einer echten Herausforderung werden, Prothesenzähne zu finden, die sich unauffällig in den Mund eingliedern und außerdem dem häufig begrenzten Platzangebot gerecht werden.

  • Abb. 1: Der Konfektionszahn Genios integriert fünf Farbzonen. Die Zähne sind durchgehend polychromatisch, sodass die Schichtung auch nach dem Zurückschleifen erhalten bleibt.
  • Abb. 2: Genios P Typ „maximiert“ (links) und Genios P Typ „reduziert“ (rechts). Die Gestaltung orientiert sich am biomechanischen Okklusionskonzept von M. Polz.
  • Abb. 1: Der Konfektionszahn Genios integriert fünf Farbzonen. Die Zähne sind durchgehend polychromatisch, sodass die Schichtung auch nach dem Zurückschleifen erhalten bleibt.
  • Abb. 2: Genios P Typ „maximiert“ (links) und Genios P Typ „reduziert“ (rechts). Die Gestaltung orientiert sich am biomechanischen Okklusionskonzept von M. Polz.

Wir haben in den gewählten Konfektionszähnen eine überzeugende Lösung für jede Situation gefunden. Die Zahngarnituren zeichnen sich durch drei ausschlaggebende Vorteile aus:

  1. Schichtung: Die Schichtung besteht aus fünf Farbzonen. Die Hauptmassen Hals, Dentin und Schneide werden durch spezielle Effektmassen ergänzt (Abb. 1). Die exzellente Oberflächentextur unterstützt das natürliche Aussehen. Die Zähne sind durchgehend polychromatisch. Somit bleibt die Schichtung auch nach dem Ausschleifen (z. B. über einem Teleskop) erhalten.
  2. Form: Die Frontzähne Genios A sind derart gestaltet, dass die „gefürchteten“ schwarzen Löcher (Interdentalraum) ohne zusätzlichen Aufwand vermieden werden. Die distalen und mesialen Verschlussleisten sichern eine unvergleichlich einfache naturnahe Aufstellung. Die Seitenzähne Genios P sind nach dem biomechanischen Okklusionskonzept von Michael H. Polz gestaltet und werden in zwei Grundtypen angeboten. Typ „maximiert“ ist auf atrophierte Kieferkämme zugeschnitten und Typ „reduziert“ ist unser präferierter Seitenzahn für partielle Versorgungen und/- oder bei eingeschränkten Platzverhältnissen (Abb. 2).
  3. Material: Das hochwertige INPEN-Material (interpenetriertes Polymer-Netzwerk) bildet die chemische Grundlage für die Zähne. Hochvernetzte Copolymere verleihen dem Werkstoff die überlegenen Materialeigenschaften hinsichtlich der physikalischen, chemischen und verarbeitungstechnischen Kriterien.

Herstellung der Primärteile

Im vorgestellten Fall wünschte der Patient einen möglichst „festsitzenden“ Zahnersatz im gering bezahnten Oberkiefer. Nach einer Beratung fiel die Entscheidung für eine bedingt abnehmbare Brücke. Die Restzähne wurden für die Aufnahme von Primärkronen präpariert. Der Balanceakt zwischen dem Wunsch, möglichst viel Zahnsubstanz zu erhalten und zugleich genügend Platz für die Verblendung zu schaffen, bedarf einer guten Abstimmung zwischen dem Zahnarzt und Zahntechniker. Nach einer Überabformung und der Modellherstellung wurden die acht Primärteile im Labor modelliert und mit einem 4°-Konus vermessen. Der Frästisch Konator* gewährte hierbei das rationelle Vorgehen. Der Konator zählt unserer Meinung nach zu den Hilfsmitteln im Dentallabor, deren Potenzial unterschätzt wird. Durch einen stufenlos einstellbaren Schwenkbereich von 0 bis 6 Grad ist nur ein Konusfräser notwendig. Der wesentliche Vorteil: Dank der individuellen Einschub-Feststellung können zierliche Konuskronen mit einem dünnen zervikalen Rand gestaltet werden. Das ist neben der Effizienz ein wesentliches Argument für die Arbeit mit dem Konator.

  • Abb. 3a u. b: Die konischen Primärteile (4°) aus einer Edelmetalllegierung (Econolloy) dienen der Verankerung der bedingt abnehmbaren Brücke. Teilweise haben wir die Kronen verblockt, um in den interdentalen Bereichen konfektionierte Schraubenhülsen einbringen zu können.

  • Abb. 3a u. b: Die konischen Primärteile (4°) aus einer Edelmetalllegierung (Econolloy) dienen der Verankerung der bedingt abnehmbaren Brücke. Teilweise haben wir die Kronen verblockt, um in den interdentalen Bereichen konfektionierte Schraubenhülsen einbringen zu können.
Die Verankerung der Brücke im Mund sollte über transversale Verschraubungen erfolgen. Um interdental ausreichend Platz für die konfektionierten Schraubenhülsen* zu schaffen, wurden die Primärkronen teilweise verblockt. Die Umsetzung der Wachsmodellation erfolgte im konventionellen Gussverfahren. Wenn möglich, profitieren wir in der Kombinationsprothetik von den Vorteilen einer Edelmetalllegierung, ohne hierbei die Materialpreise signifikant in die Höhe zu treiben. Daher wählten wir die preisgünstige, hochwertige Edelmetall-Legierung Econolloy*. Nach dem Gießen erfolgte die Ausarbeitung der Primärteile (Abb. 3a u. b).

Aufstellung

Die Bestimmung der horizontalen und vertikalen Bisslage erfolgte nach den bekannten Vorgaben. Nach dem Einsetzen der Modelle in den Artikulator widmeten wir uns der Aufstellung. Grundsätzlich erachten wir eine kosmetische Einprobe als einen wichtigen Baustein, denn hier werden sämtliche Kriterien – Okklusion, Funktion, Phonetik, Ästhetik – geprüft und für die Fertigstellung der Prothese definiert. Um eine stabile Wachseinprobe erstellen zu können, haben wir zunächst mit einem Tiefziehfolien-System (Adapta, Bego/Bremen) Sekundärteile gefertigt und diese mit einer lichthärtenden Gaumenplatte verbunden. Als Zahngarnitur für die Aufstellung wählten wir die zuvor beschriebenen Konfektionszähne Genios. Die Frontzähne werden in 27 individuellen Formen angeboten, sodass wirklich jeder Situation Rechnung getragen werden kann. Um die Zähne über dem Gerüst positionieren zu können, wurden sie adäquat zu Verblendschalen ausgeschliffen. Nach diesem System arbeiten wir bereits seit Jahren und haben darin die optimale Verblendtechnik gefunden. Die Genios-Zähne erfüllen wie die meisten modernen Konfektionszähne alle wichtigen Anforderungen: ausreichende Festigkeit, Farb- und Formbeständigkeit, chemische Beständigkeit (craqueléfest), Polierbarkeit, Abriebfestigkeit, sicherer Verbund zur Prothesenbasis, geringe Plaqueanfälligkeit, hohe Ästhetik.

Die zurückgeschliffenen Zähne wurden mit Klebe- und Ästhetikwachs auf dem Tiefzieh-Gerüst befestigt und die Konstruktion für die Einprobe vorbereitet (Abb. 4 a u. b). Im Mund des Patienten wurde die Situation gemeinsam erörtert und Feinheiten in Funktion sowie Ästhetik angepasst (Abb. 5).

  • Abb. 4a u. b: Vorbereitung für die Ästhetikeinprobe der Oberkiefer-Brücke.
  • Abb. 5: Die im Mund validierte Zahnstellung für die bedingt abnehmbare Brücke kann nun über einen Silikonwall fixiert werden.
  • Abb. 4a u. b: Vorbereitung für die Ästhetikeinprobe der Oberkiefer-Brücke.
  • Abb. 5: Die im Mund validierte Zahnstellung für die bedingt abnehmbare Brücke kann nun über einen Silikonwall fixiert werden.

  • Abb. 6: Die Situation wurde mit einem Silikonwall fixiert.
  • Abb. 7a u. b: Die als Verblendschalen reduzierten Genios-Zähne. Obwohl die Zähne in einigen Bereichen stark zurückgeschliffen wurden, wird das ästhetische Ergebnis nicht beeinträchtigt.
  • Abb. 6: Die Situation wurde mit einem Silikonwall fixiert.
  • Abb. 7a u. b: Die als Verblendschalen reduzierten Genios-Zähne. Obwohl die Zähne in einigen Bereichen stark zurückgeschliffen wurden, wird das ästhetische Ergebnis nicht beeinträchtigt.

Sekundärgerüst

Die bei der Einprobe validierte Zahnstellung wurde mit Vorwallsilikon (Shore-Härte 95) „eingefroren“ und der Silikonwall für ein optimales Handling in drei Segmente geteilt (Abb. 6, 7 a u. b). Der Vorwall mit integrierten Zähnen diente jetzt als Hilfsmittel für die Modellation der Sekundärstruktur (Abb. 8). Die Gerüstdimension war durch die palatinalen Anteile der Zähne definiert und die Länge der Schraubenhülsen eindeutig erkennbar. Im Sinne eines Backward Planning konnte das Gerüst exakt unter der Zahnreihe (Verblendschalen) platziert werden (Abb. 9). Für eine zusätzliche mechanische Verankerung der Zähne auf dem Gerüst wurden Retentionsperlen aufgebracht. Die Umsetzung der Modellation erfolgte im Gussverfahren – anstiften, einbetten, gießen und ausarbeiten (Abb. 10 u. 11).

  • Abb. 8: Backward Planning – der Silikonschlüssel als ideale Grundlage für die Gerüstmodellation.
  • Abb. 9: Das Gerüst wurde exakt unter den aufgestellten Zähnen dimensioniert.
  • Abb. 8: Backward Planning – der Silikonschlüssel als ideale Grundlage für die Gerüstmodellation.
  • Abb. 9: Das Gerüst wurde exakt unter den aufgestellten Zähnen dimensioniert.

  • Abb. 10: Wachsanstiftung für das Einbetten der Brücke.
  • Abb. 11: Nach dem Gießen und Ausarbeiten ist die Brücke zum Fertigstellen bereit.
  • Abb. 10: Wachsanstiftung für das Einbetten der Brücke.
  • Abb. 11: Nach dem Gießen und Ausarbeiten ist die Brücke zum Fertigstellen bereit.

Die Innenflächen der Sekundärteile werden bei uns nicht poliert, sondern mit einem Glanzstrahlmittel ausgestrahlt. Damit erhalten wir exakt die gewünschte Friktion.

Fertigstellung

Um zu einer Langlebigkeit des Zahnersatzes zu kommen, müssen die verwendeten Materialien an die Belastungen des Zahnersatzes angepasst werden. Hierzu zählt auch die – idealerweise dauerhafte – Verbindung der Prothesenzähne mit dem Gerüst. Während sich die Kaukraft bei Totalprothesen reduziert, sind partielle Prothesen mit einer Restbezahnung (oder Implantaten) deutlich höheren Kräften ausgesetzt. Diesen Kräften halten leider nicht alle Materialien stand. Daher finden häufig Prothesen mit herausgebrochenen Zähnen den Weg in die Labore zurück; allerdings nur, wenn der Verbund ungenügend ist. Die Verbundfestigkeit zwischen den Prothesenzähnen und dem Gerüst ist ein wichtiger Parameter für Langzeiterfolg. Ein chemischer Verbund ist unserer Ansicht nach essenziell.

Die zu verblendende Gerüstoberfläche wurde mit Aluminiumoxid (110 ?m bis 250 ?m) sandgestrahlt und gereinigt sowie mit einem Primer (Alloy, Kuraray/ Hattersheim) konditioniert. Nun haben wir das Gerüst mit Opaker (OVS*) abgedeckt und die Verblendschalen konditioniert. Es folgte die definitive Vereinigung von Zähnen und Gerüst. Hierzu diente ein klassisches Heißpolymerisat (Biodent K+B*, Abb. 12). Dieser Kunststoff besteht – ebenso wie die Genios- Zähne – aus dem Werkstoff IPN, einem Gemisch aus Polymeren ohne Füllstoff mit einem hohen Anteil vernetzter Moleküle (Perlen). Die Materialgleichheit zwischen Verblendschalen und Befestigungsmaterial ist für uns wie ein Sicherheitsgurt. Bislang hat dieser seinen Dienst hervorragend erfüllt. Die Ausarbeitung der Brücke beschränkte sich jetzt nur noch auf ein Minimum (Abb. 13 a u. b). An Zahnform und -oberfläche hatten wir keinerlei Nacharbeit, sodass innerhalb kurzer Zeit die abschließende Politur vorgenommen werden konnte (Abb. 14 a u. b).

  • Abb. 12: Wir bleiben im System! Die Vereinigung von Gerüst und Zähnen (PMMA) erfolgt mit einem Heißpolymerisat (PMMA). So kann ein chemischer Verbund geschaffen werden.
  • Abb. 13a u. b: Nach der Ausarbeitung der Brücke. Trotz der teilweise sehr dünn geschliffenen Zähne „leuchtet“ kein Opaker durch, der den Zahnersatz als solchen kompromittieren würde. Die Genios-Zähne präsentieren sich mit einer natürlichen polychromatischen Schichtung.
  • Abb. 12: Wir bleiben im System! Die Vereinigung von Gerüst und Zähnen (PMMA) erfolgt mit einem Heißpolymerisat (PMMA). So kann ein chemischer Verbund geschaffen werden.
  • Abb. 13a u. b: Nach der Ausarbeitung der Brücke. Trotz der teilweise sehr dünn geschliffenen Zähne „leuchtet“ kein Opaker durch, der den Zahnersatz als solchen kompromittieren würde. Die Genios-Zähne präsentieren sich mit einer natürlichen polychromatischen Schichtung.

  • Abb. 14a u. b: Die Teleskopbrücke auf dem Modell. Die Konfektionszähne beeindrucken mit einer schönen naturnahen Oberflächentextur und einem dreidimensionalen Aussehen.
  • Abb. 14a u. b: Die Teleskopbrücke auf dem Modell. Die Konfektionszähne beeindrucken mit einer schönen naturnahen Oberflächentextur und einem dreidimensionalen Aussehen.

Die Steg-Prothese (fiktiver Fall)

Insbesondere in Verbindung mit Implantaten und der CAD/-CAM-gestützten Fertigung gewinnt die Steg-Versorgung zunehmend an Relevanz. Wir empfehlen diese Therapieoption jenen Patienten, die im zahnlosen Kiefer eine implantatgetragene Prothese zu einem überschaubaren Preis wünschen. Es ist beispielsweise möglich, den zahnlosen Unterkiefer mit einem auf nur zwei Implantaten verankerten Steg zu versorgen. Stegkonstruktionen im Frontzahnbereich – wie anhand einer Musterarbeit dargestellt (Abb. 15) – bilden häufig eine Herausforderung bei der Fertigstellung. Grund sind die geringen Platzverhältnisse über dem Steg. Gefräste Stege oder Dolderstege haben in der Regel einen geradlinigen Verlauf, über welche die Sekundär-Konstruktion ebenso platziert werden muss wie die Verblendung (Abb. 16). Und wieder profitieren wir von den Konfektionszähnen Genios, die sich auf ein Mindestmaß von 1,2 mm reduzieren lassen, ohne dass die interne Farbschichtung verloren geht oder das Gerüst unschön durchleuchtet. Mit wenigen Arbeitsschritten gelangen wir zu einem guten und langlebigen Ergebnis. Die Fertigstellung einer Stegarbeit entspricht dem zuvor beschriebenen Vorgehen. Erneut wird mit einem dreigeteilten Silikonwall gearbeitet und so die Sekundärstruktur in Dimension und Position optimal modelliert (Abb. 16 a u. b, 17). Nach dem Konditionieren des Gerüstes werden die Genios-Konfektionszähne definitiv befestigt (Biodent K+B) und die Arbeit in rosafarbenem Kunststoff fertiggestellt (Abb. 17-20).

  • Abb. 15: Aufstellung einer Stegprothese (Musterarbeit).
  • Abb. 16a u. b: Erneut profitieren wir von den Genios-Zähnen. Die Aufstellung wurde mithilfe eines dreigeteilten Silikonwalls eingefroren.#
  • Abb. 15: Aufstellung einer Stegprothese (Musterarbeit).
  • Abb. 16a u. b: Erneut profitieren wir von den Genios-Zähnen. Die Aufstellung wurde mithilfe eines dreigeteilten Silikonwalls eingefroren.#

  • Abb. 17: Die auf dem Modell adaptieren Silikonwälle bilden die optimale Grundlage für die Gerüstmodellation.
  • Abb. 18a u. b: Das Gerüst ist für die Fertigstellung vorbereitet.
  • Abb. 17: Die auf dem Modell adaptieren Silikonwälle bilden die optimale Grundlage für die Gerüstmodellation.
  • Abb. 18a u. b: Das Gerüst ist für die Fertigstellung vorbereitet.

  • Abb. 19: Der Verbund der PMMA-Zähne mit dem Gerüst erfolgt auch in diesem Fall mit einem PMMA-Komposit.
  • Abb. 20: Fertiggestellte Stegprothese. Die markanten Zahnformen der Genios-Zähne wirken sehr natürlich. Es lässt sich eine wunderbare Rot-Weiß-Ästhetik erstellen.
  • Abb. 19: Der Verbund der PMMA-Zähne mit dem Gerüst erfolgt auch in diesem Fall mit einem PMMA-Komposit.
  • Abb. 20: Fertiggestellte Stegprothese. Die markanten Zahnformen der Genios-Zähne wirken sehr natürlich. Es lässt sich eine wunderbare Rot-Weiß-Ästhetik erstellen.

Langzeitstabilität

Neben der Verbundfestigkeit zwischen den Zähnen und dem Gerüst kommt bezüglich des Langzeiterhalts der Abrasionsstabilität eine hohe Bedeutung zu. Unserer Ansicht nach gibt es keine Konfektionszähne, die im Laufe der Tragezeit einer Prothese nicht abradieren. Ob PMMA, Acryl oder Nano-Hybridkomposit – derzeit scheint für dieses „Problem“ noch keine Lösung gefunden zu sein. Allerdings gibt es signifikante Unterschiede bei der Tragedauer. Nach unserer Erfahrung nutzen sich die Genios-Zähne erst nach einem sehr langen Zeitraum ab. Die Plaqueanfälligkeit ist aufgrund der Materialzusammensetzung (interpenetrierendes Netzwerk) bei diesen Zähnen äußerst gering, was ebenfalls zum Langzeiterhalt der Prothese beiträgt.

Fazit: Konfektioniert, polychromatisch und einfach schön

  • Abb. 21: Die Genios-Konfektionszähne beeindrucken uns in mehreren Punkten. Neben einem qualitativ hochwertigen und ästhetischen Ergebnis ist das rationelle, zeitsparende Arbeiten zu betonen.

  • Abb. 21: Die Genios-Konfektionszähne beeindrucken uns in mehreren Punkten. Neben einem qualitativ hochwertigen und ästhetischen Ergebnis ist das rationelle, zeitsparende Arbeiten zu betonen.
„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“ – mit diesem Zitat von Franz Kafka beenden wir den Artikel. Eine Kombinationsprothese bietet in der Regel uneingeschränkte ästhetische Möglichkeiten, die bis zur letzten Konsequenz genutzt werden sollten. Mit modernen und in Form, Ästhetik sowie Material durchdachten Konfektionszähnen gelingt es, selbst bei geringem Platzangebot auf einfache Weise polychromatische Verblendungen und somit einfach schöne Prothesen zu erarbeiten (Abb. 21). Auch in Zeiten der individuellen CAD/CAM-gestützten Fertigung werden wir auf Konfektionszähne nicht verzichten können. Hochwertige Prothesenzähne wie die Genios A und Genios P geben uns die Möglichkeit, patientenspezifisch und individuell zu arbeiten – konfektioniert zum individuellen Ergebnis.

Produkte von Dentsply DeguDent, Hanau, sind bei der erstmaligen Nennung mit * gekennzeichnet.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: ZTM Markus Girardi - Dr. Erich Kleinknecht

Bilder soweit nicht anders deklariert: ZTM Markus Girardi , Dr. Erich Kleinknecht


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