Kronen/Brücken


Non-prep Veneers: Ein sicherer Weg zur Ästhetik

09.11.2010


Indizes: Non-prep Veneers, Ästhetik, Mock-up, Kommunikation

Ästhetik – frei übersetzt bedeutet das „Lehre vom sinnlich Wahrnehmbaren“. Ein

diffuser Begriff, und wahrlich doch in aller Munde. Interessant ist in diesem Zusammenhang der tägliche Umgang in Zahnarztpraxen mit Zahnimperfektionen, wie zum Beispiel Zapfenzähnen und allgemein ästhetischen Kompromissen im sonst gesunden Frontzahnbereich. Die Angst, gesunde Zahnsubstanz zu „opfern“ sitzt tief – und das zu Recht. Dennoch gibt es Möglichkeiten zur ästhetischen, noninvasiven Versorgung.

Viele Menschen leben mit diesen Kompromissen, obwohl sie eigentlich ständig unglücklich darüber sind. Warum also fällt der Schritt oft schwer, das Aussehen der Frontzähne zu verbessern, das Lächeln zu harmonisieren? Aus unserer Erfahrung zeigt sich, dass neben dem Wunsch nach Verbesserung, Betroffene sich gleichzeitig scheuen, zur Behebung ihres Problems gesundes, also karies- und füllungsfreies Zahnmaterial opfern zu müssen.

Die Vorstellung, Zähne abschleifen zu lassen, wird im Frontzahnbereich zudem ungleich stärker abgelehnt als im Seitenzahnbereich. Zusätzlich ist es für die
meisten Menschen problematisch, das Behandlungsergebnis zu visualisieren. Man misstraut oft dem möglichen Aussehen, oder der Langlebigkeit der Sache, oder gleich beidem.

Die berechtigen Ängste sitzen tief

Andererseits verhalten sich Zahnärzte auch durchaus zurückhaltend bei der Empfehlung zur Behandlung. Obwohl doch zum Beispiel der recht häufig vorkommende Zapfenzahn auch medizinisch als angeborene Missbildung definiert ist (Abb. 1 und 2 und 10).

Auch auf Seiten der Zahnärzteschaft existieren Ängste, dem Anspruch des Patienten nicht genügen zu können. Schließlich sind die Erwartungen des Patienten an das Ergebnis verständlicherweise sehr hoch. Auch Zahnärzte haben eine durchaus wünschenswerte Hemmschwelle, gesunde Zahnsubstanz zu präparieren. In der Praxis hängt das gute Ergebnis immer auch von der Behandlungsroutine ab, die oftmals bei invasiven Methoden, wie etwa dem Überkronen, eher vorhanden ist. Was liegt also näher, als die beschriebenen Hindernisse auszuräumen mittels einer non-invasiven Methodik, die Patient und Behandler gleichermaßen zufriedenstellen kann.

  • Abb. 1: Fall 1: Füllungsfrei und zahngesund: Ein Patient mit Zapfenzahn 22 …
  • Abb. 2: … und einer disharmonischen Proportion von 12 zu 11.
  • Abb. 1: Fall 1: Füllungsfrei und zahngesund: Ein Patient mit Zapfenzahn 22 …
  • Abb. 2: … und einer disharmonischen Proportion von 12 zu 11.

  • Abb. 3: Nach Analyse, Mock-up und Gespräch zwischen Techniker, Patient und Zahnarzt …
  • Abb. 4: … erfolgte die Fertigung vollkeramischer „Ergänzungen“ an den Zähnen 13, 12, 22 und 23.
  • Abb. 3: Nach Analyse, Mock-up und Gespräch zwischen Techniker, Patient und Zahnarzt …
  • Abb. 4: … erfolgte die Fertigung vollkeramischer „Ergänzungen“ an den Zähnen 13, 12, 22 und 23.

  • Abb. 5: Die Zähne 13 und 12 eingesetzt.
  • Abb. 6: Die Zähne 22 und 23 eingesetzt.
  • Abb. 5: Die Zähne 13 und 12 eingesetzt.
  • Abb. 6: Die Zähne 22 und 23 eingesetzt.

  • Abb. 7: Ein zufriedener Patient.
  • Abb. 7: Ein zufriedener Patient.

Technik erfordert klare Kommunikation

Die dargestellten Fälle (Abb. 1 bis 16) zeigen nonprep Veneers, die auch zu „non-prep Partial Crowns ausgeweitet werden können. Der Patient kann sicher sein, seine Zahnsubstanz nicht nur zu schonen, sondern sogar „natürlich keramisch“ aufzubauen. Dies lässt sich leicht kommunizieren, denn: Ganz ohne Präparation an der Zahnsubstanz und bei recht geringem Behandlungsaufwand in der Zahnarztpraxis erzielt man perfekte Ergebnisse. Voraussetzung für den Erfolg liegt in der klaren Kommunikation zwischen Zahntechniker, Patient und Zahnarzt.

  • Abb. 8: Die ästhetischen Details …
  • Abb. 9: … integrieren sich harmonisch in das orale Umfeld.
  • Abb. 8: Die ästhetischen Details …
  • Abb. 9: … integrieren sich harmonisch in das orale Umfeld.

  • Abb. 10: Fall 2: Eine Patientin mit Zapfenzahn 22 und einer disharmonischen Proportion von 13 zu 11, füllungsfrei und zahngesund.
  • Abb. 11: Nach Analyse, Mock-up und Gespräch zwischen Behandlungsteam und Patient …
  • Abb. 10: Fall 2: Eine Patientin mit Zapfenzahn 22 und einer disharmonischen Proportion von 13 zu 11, füllungsfrei und zahngesund.
  • Abb. 11: Nach Analyse, Mock-up und Gespräch zwischen Behandlungsteam und Patient …

  • Abb. 12: … erfolgte die Anfertigung der Veneers in regio 13, 12 und 22.
  • Abb. 13: Die Zähne 13 und 12 …
  • Abb. 12: … erfolgte die Anfertigung der Veneers in regio 13, 12 und 22.
  • Abb. 13: Die Zähne 13 und 12 …

  • Abb. 14: … und Zahn 22 in situ.
  • Abb. 14: … und Zahn 22 in situ.

Analyse und Mock-up geben Sicherheit

Die genauen Erfordernisse des Falles müssen analysiert werden, wie etwa die funktionelle Situation. Das Therapieziel muss genau festgelegt werden und für den Patienten auch wahrnehmbar sein. Am einfachsten funktioniert dies über ein Mock-up im Mund des Patienten. Eine vorherige Beurteilung des Ergebnisses nimmt die Hauptsorge des Patienten, nämlich „die Katze im Sack zu kaufen“. Der Erfolg wird so mit Sicherheit vorhersagbar, wobei dem Patienten bis zum Schluss die Möglichkeit der Entscheidung bleibt, denn die eigene Zahnsubstanz bleibt ja unangetastet.

Nähe schafft Vertrauen

Während der Fertigung im Labor ist der Patient ständig eingebunden und erfährt somit unmittelbar den Entstehungsprozess seines „neuen Lächelns“. Quasi nebenbei entwickelt sich ein starkes Vertrauensmoment – losgelöst von der Situation auf dem Zahnarztstuhl. Dies verkürzt einerseits die unbeliebte Zeit
beim Zahnarzt und entlastet den Behandler von der Entstehung der Restauration.

Harmonischer Übergang auch bei extremen Lichtverhältnissen

Für unser Konzept zur Lösung ästhetischer Aufgaben ist der harmonische Übergang zwischen Keramik und natürlichem Anteil des Zahnes von entscheidender Wichtigkeit. Dieser unsichtbare Übergang, auch bei extremen Lichtverhältnissen, wurde durch Einsatz der CC-Keramikmassen (Creation Willi Geller) stark erleichtert. Der richtige Fluoreszenzanteil ist hier der bestimmende Faktor. Die erforderliche Präzision im Randübergang kann aufgrund der exzellenten Brenn- und Formstabilität der verwendeten Keramik erzielt werden.

  • Abb. 15: Die Veneers von frontal…
  • Abb. 16: … und die zufriedene Patientin.
  • Abb. 15: Die Veneers von frontal…
  • Abb. 16: … und die zufriedene Patientin.

Labside-Fertigung garantiert Ästhetik und Langlebigkeit

Grundsätzlich lassen sich bekanntlich solche Fälle heutzutage auch mit direkten Restaurationen in Komposit lösen. Jedoch ist hierbei der Behandlungsaufwand
für den Zahnarzt deutlich höher und ein annähernd gleichwertig ansprechendes Ergebnis ist auch nur bei großer Behandlungsroutine zu erwarten. Entscheidendes Argument für die Keramik ist natürlich die dauerhafte Stabilität und Schönheit im Vergleich zum Komposit.

Mein besonderer Dank gilt Dr. Percy Singer und Dr. Jan Brauer in Hamburg für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.


VERWENDETE MATERIALIEN:

Verblendkeramik:
Creation CC, Creation Willi Geller International
GmbH (A-Meiningen)

Dubliersystem:
Jet Dublier Würfel/JetPins:
Jan Langner GmbH (Schwäbisch Gmünd)

Feuerfestes Stumpfmaterial:
CG Cosmotech VEST, GC Europe (B-Leuven)

Dubliersilikon:
rema®-Sil,
Dentaurum GmbH & Co. KG (Ispringen)

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: ZT Ante Lopar

Bilder soweit nicht anders deklariert: ZT Ante Lopar


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