Kronen/Brücken

Zahnarzt und Zahntechniker: die beste Zusammenarbeit

Teil 1: Warum ich die digitale Planung, neue Scanner-Technologien und Kommunikation in meine tägliche Routine integriert habe


Vor 15 Jahren hat Labor-Inhaber ZTM Andreas Hoffmann die Entscheidung getroffen, den normalen Bereich der analogen Zahntechnik massiv zu verändern und den zukünftigen digitalen Perspektiven anzupassen. Daraus resultieren im täglichen Laboralltag Möglichkeiten einer Effizienzsteigerung, die für alle Beteiligten eine Win-win-Situation bedeuten. Insbesondere werden dabei die Arbeitsabläufe zwischen Zahnmedizin und Zahntechnik gemeinsam neu bestimmt und geordnet. Diese Teamarbeit schätze er sehr und die Patienten profitieren ebenfalls. Lesen Sie selbst!

Vieles, was wir noch gestern in guter meisterlicher Handarbeit gemacht haben, ist nun mithilfe digitaler dentaler Anwendungen machbar geworden. Die im Ergebnis unsichtbaren Datenspuren, die heute vielfach die Prothetik begleiten, werden in Zukunft die Leitschnur der zahntechnischen Leistungen sein. Mit der zunehmenden Verfügbarkeit diverser CAD/CAM-Systeme haben sich die Arbeitsprozesse im zahntechnischen Labor in den vergangenen Jahren nachhaltig verändert. War es gestern nur die Erfassung der Leistungspositionen und die Dokumentation einer Arbeit, so ist es heute schon ein großer Teil der Prozesssteuerung.

Zuerst vielleicht Nebeneffekt, jetzt im Blickpunkt: das Miteinander

In diesem dynamischen und sich zukünftig weiter verändernden kompetitiven Arbeitsumfeld bieten neue Software und Technologien hervorragende Möglichkeiten, eine enge Kooperation zwischen Labor und Praxis aufzubauen. Diskussionen über die Sinnhaftigkeit und die Haltbarkeit CAD/CAM-gestützt gefertigter Restaurationen sind unter diesem und anderen Aspekten längst vorbei. Die Erarbeitung neuer Prozesssteuerungen zwischen Praxis und Labor entpuppt sich als ausschlaggebend für ein kompetentes Zusammenspiel und den Erfolg. Die Abwicklung eines Auftrages beginnt damit für uns Zahntechniker nun am Anfang – dort, wo die Planung auch für den Patienten ihren Startpunkt hat. Die digitalen Planungsmittel sind sowohl für den Techniker als auch den Zahnarzt und den Patienten ein willkommenes Instrument, die verschiedenen Lösungsansätze zu verstehen, sich entscheidend einzubringen und das Werk perfekt zu finalisieren.

Wie sich unsere Branche verändert

Es ist keine Frage mehr: Modernen Werkstoffen und neuen Verfahrenstechniken gehört die Zukunft. Perfekt aufeinander abgestimmte Materialschienen werden angeboten und versetzen den Techniker heute in die Lage, über ein Pfeilsplitting aus dem Datensatz nicht nur die Gerüstherstellung zu betreiben, sondern auch die über dem Gerüst notwendige mehrfarbige Verblendstruktur komplett digital mitzukreieren. Verblendungen über den Gerüsten waren noch bis vor kurzem eine rein handwerkliche Leistung. Aber der „Kollege Computer“ hat hier mit seiner neuesten Software die Produktionsverfahren schon in das digitale Labor entführt. Dadurch werden sich zukünftig branchenweit Arbeits- und Beschäftigungsstrukturen grundlegend verändern.

Kein Unternehmer kann im Handwerk mit einer neuen Technologie ohne die dazugehörige Ausbildung erfolgreich agieren.

Die Anwendung neuer Fertigungstechnologien erfordert immer auch die Umgestaltung von Qualifikations- und Beschäftigungsentwicklung. Form- und Fachwissen aus dem Kopf des Technikers, gepaart mit einer maschinengestützten Herstellungstechnik, ergeben einfach eine optimierte Zahntechnik, die von der fachkundigen Hand und dem Sachverstand eines Zahntechnikers – nennen wir ihn hier umfassend „Dentaltechniker“ – gesteuert wird.

Waren es bis vor kurzem noch die Teilkronen, Kronen und kleinen Brücken, die im Fokus der intraoralen Datenerfassung standen, so geht auch hier die Entwicklung weiter. Neue diagnostische Leistungen werden über die intraorale Datenerfassung und mithilfe von Radiologie und Erfassung von Modelldaten sowie der Darstellung von digitalen Wax-ups und schließlich durch das Zusammenführen dieser Daten viel weiter greifen. „Just in time“, fast als wäre der Techniker direkt in der Praxis, können so die digitalen Daten dazu beitragen, die Arbeitsgrundlagen zu prüfen und gegebenenfalls zu verändern. Etwa wird die Erfassung neuer veränderter Kieferbereiche – zum Beispiel nach dem Setzen von Implantaten – in den vorhandenen Datensatz integriert; das vervollständigt damit die Arbeitsunterlagen.

Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die Zukunft in mehrere Richtungen geht. Erstens wird sich in den Laborräumen verstärkt die Trennung zwischen virtueller Konstruktion und Umsetzung in reale Materialien durchsetzen. Im CAD-Bereich werden Zahntechniker mit der entsprechenden Zusatzqualifikation arbeiten – womöglich wird die CAD-Qualifikation sogar in absehbarer Zeit in die berufliche Ausbildung integriert werden. Die Neustrukturierung der gewerblichen Labore mit eigenen „IT-Zahntechnikern“ wird die Auftragsvergabe an und Kommunikation mit externen Fertigungsdienstleistern erleichtern; hinzu kommen die hohen Anschaffungskosten für das CAM, die nicht jedes kleine und mittlere Labor stemmen will. Manche Labore werden die Inhouse-Fertigung sogar sehr weit zurückfahren. So werden sich zweitens weit mehr spezialisierte „Fräs- und 3D-Druck-Labore“ etablieren als bisher. Drittens wird in noch mehr gewerblichen Laboren, als wir sie heute schon sehen, eine gemischte Arbeitsweise zum Standard werden: Was auf erschwinglichen Maschinen effizient per CAD/CAM herzustellen ist, verbleibt im eigenen Haus, darüber Hinausgehendes wird extern abgewickelt, dezentral und zentral. Die Fertigung durch die Industrie wird nicht verschwinden.

Die Grenzen des Machbaren werden durch die Herstellerangaben und das MPG in den Eckpunkten geregelt. Das gilt sowohl für den Zahnmediziner als auch den Techniker. Von der richtig ausgeführten Präparationsgeometrie über die Schaffung der Arbeitsgrundlagen, in analoger wie digitaler Form, und auch über den materialgerechten und herstellerkonformen Produktionsweg bis hin zur systembedingten jeweiligen Befestigungstechnik sind die Abläufe aufeinander einzustellen. Erfolge sind das Ergebnis von perfekten Arbeitsabläufen und harmonischen Schnittstellen zwischen Zahnmedizin und Zahntechnik. Gemeinsame Fortbildung und zielgerichtete zusammenführende Arbeitstechnologien bilden die Grundlage für perfekt gestaltete Teamarbeit eines Dentalteams. Das Ergebnis sind Sieger. Sieger brauchen keine Ausreden!!!

Am Patientenfall konkret betrachtet

Anhand von zwei Beispielen zeige ich die Schlüsselpunkte auf. Das eine Beispiel folgt hier, das zweite lesen Sie in der Fortsetzung des Beitrags.

Am Anfang aller Bemühungen stehen die Erhaltung oder Wiederherstellung sowie die Übertragung der Relation. Sie werden zum Dreh- und Angelpunkt all unseres Tuns. Schon die Präparation und die Abformung von Stümpfen und gleichzeitig von Implantaten stellen eine kleine Herausforderung dar (Abb. 1 bis 5). Der Gesichtsbogen ist obligatorisch und deshalb selbstverständlich bei prothetischen Arbeiten. Vor der Präparation wurden im Mund Bissschlüssel aus hartem Silikon hergestellt. Nach Präparation der einzelnen Stümpfe sind diese mit dünnfließendem Silikon jeweils in die Schlüssel übertragen worden (Abb. 6 bis 9). So kann der Biss sicher auf die Stumpfsituation übertragen werden, weil eine adäquate Repositionierung immer gegeben ist. Die Implantatposition der Ober- und Unterkiefer- Implantate ist mit verschraubten Titanzylindern mittels Hartwachs fixiert worden. Damit lässt sich die Bisshöhe genau kontrollieren. Die Übertragung der Relationsbestimmung unter Freilegung der Stumpfimpressionen des Silikonschlüssels erfolgt unter dem Arbeitsmikroskop, nur hier kann man den Spalt zwischen Stumpf und Silikon richtig beurteilen. Alles wird ständig geprüft und kontrolliert. Die Aufstellung von Zähnen in den Baulücken gibt die Dimensionen für die digitale Gestaltung von individuellen Zirkoniumdioxid-Abutments vor. Dazu werden sowohl das Modell mit den Implantaten als auch die Implantate selbst mithilfe von Locatoren räumlich erfasst. Darüber hinaus können sowohl die Zahnaufstellung als auch der Gegenbiss eingescannt werden – die Zusammenführung aller Scandaten ergibt das Handlungsfeld für das Konstruktionsdesign der Abutmentformen (hier: NobelProcera 2G Scanner, Nobel Biocare, Zürich/ Schweiz).

  • Abb. 1: Unterkieferabformung mit vorbereiteter Wachsmanschette zur Herstellung eines Sägemodells.
  • Abb. 2: Oberkieferabformung mit vorbereiteter Wachsmanschette zur Herstellung eines Sägemodells.
  • Abb. 1: Unterkieferabformung mit vorbereiteter Wachsmanschette zur Herstellung eines Sägemodells.
  • Abb. 2: Oberkieferabformung mit vorbereiteter Wachsmanschette zur Herstellung eines Sägemodells.

  • Abb. 3: Fertiges Unterkiefermeistermodell mit Zahnfleischmaske.
  • Abb. 4: Oberkiefer- und Unterkiefermodell mit Zahnfleischmaske fertiggestellt.
  • Abb. 3: Fertiges Unterkiefermeistermodell mit Zahnfleischmaske.
  • Abb. 4: Oberkiefer- und Unterkiefermodell mit Zahnfleischmaske fertiggestellt.

  • Abb. 5: Übertragung des Oberkiefers mittels Gesichtsbogen in den Artikulator.
  • Abb. 6: Die roten Kontrollschlüssel geben die Höhe zwischen den Implantaten vor. Der grün-weiße Biss setzt sich zusammen aus dem vor der Präparation hergestellten weißen harten Silikonbiss und dem anschließenden Einsammeln der einzelnen präparierten Stümpfe.
  • Abb. 5: Übertragung des Oberkiefers mittels Gesichtsbogen in den Artikulator.
  • Abb. 6: Die roten Kontrollschlüssel geben die Höhe zwischen den Implantaten vor. Der grün-weiße Biss setzt sich zusammen aus dem vor der Präparation hergestellten weißen harten Silikonbiss und dem anschließenden Einsammeln der einzelnen präparierten Stümpfe.

  • Abb. 7: Nach dem Zurückschneiden der aufliegenden weichgewebigen Kunststoffanteile verbleiben die harten Impressionen sowie die Kieferkammabstützung im Freiendbereich zur Fixierung der Modelle zueinander.
  • Abb. 8: Das Zusammensetzen der Modelle erfolgt anhand der Kontrollflächen der Stumpfimpressionen.
  • Abb. 7: Nach dem Zurückschneiden der aufliegenden weichgewebigen Kunststoffanteile verbleiben die harten Impressionen sowie die Kieferkammabstützung im Freiendbereich zur Fixierung der Modelle zueinander.
  • Abb. 8: Das Zusammensetzen der Modelle erfolgt anhand der Kontrollflächen der Stumpfimpressionen.

  • Abb. 9: Einartikulierte Modelle in der Lateralansicht, mit den vorgegebenen Platzverhältnissen.
  • Abb. 9: Einartikulierte Modelle in der Lateralansicht, mit den vorgegebenen Platzverhältnissen.

Nachdem die Zirkoniumdioxid-Abutments hergestellt sind, werden sie mit Pattern Resin Käppchen, GC Europe, Bad Homburg, versehen und in einer Splintschiene an den Stümpfen fixiert (Abb. 10 bis 13). Diese Einbringhilfe kann für die Überprüfung der Position und gleichzeitig zum Verschrauben der Abutments benutzt werden. Die Herstellung von Zirkoniumdioxid-Kronen und -Brücken erfolgt nach der Digitalisierung der Stümpfe und der Abutments, die dafür ebenfalls gescannt wurden.

  • Abb. 10: Die fehlenden Zähne sind aufgestellt, um beim Scannen der Modelle, mit der anatomischen Form als Vorgabe, auf dem Rechner mitprojiziert werden zu können.
  • Abb.11: Über die Zirkoniumdixod-Abutments wird ein individueller Kontrollschlüssel hergestellt. Hier zur Hälfte eingegliedert. Dieser Schlüssel dient sowohl zur sauberen Repositionierung der Abutments im Mund als auch zur Bisskontrolle.
  • Abb. 10: Die fehlenden Zähne sind aufgestellt, um beim Scannen der Modelle, mit der anatomischen Form als Vorgabe, auf dem Rechner mitprojiziert werden zu können.
  • Abb.11: Über die Zirkoniumdixod-Abutments wird ein individueller Kontrollschlüssel hergestellt. Hier zur Hälfte eingegliedert. Dieser Schlüssel dient sowohl zur sauberen Repositionierung der Abutments im Mund als auch zur Bisskontrolle.

  • Abb. 12: Die Herstellung des Schlüssels wird so durchgeführt, dass alle Abutments einzeln und individuell im Schlüssel fixierbar sind. Somit kann auch eine Einzelkontrolle der Position im Mund durchgeführt werden.
  • Abb. 13: Der Schlüssel in situ. Er greift auch auf die Stumpfspitzen, die damit, gleichzeitig als Indikator, für eine hundertprozentige Passung im Mund mit herangezogen werden können.
  • Abb. 12: Die Herstellung des Schlüssels wird so durchgeführt, dass alle Abutments einzeln und individuell im Schlüssel fixierbar sind. Somit kann auch eine Einzelkontrolle der Position im Mund durchgeführt werden.
  • Abb. 13: Der Schlüssel in situ. Er greift auch auf die Stumpfspitzen, die damit, gleichzeitig als Indikator, für eine hundertprozentige Passung im Mund mit herangezogen werden können.

Die digitalen Konstruktionen werden an das Fertigungszentrum von Nobel Biocare nach Schweden geschickt, drei Tage nach Auftragsvergabe kommt die Umsetzung in Zirkoniumdioxid im Labor an. Insgesamt sind mit den Abutments dreißig Zirkoniumdioxid-Einheiten auf beiden Modellen gegeneinander in Position. Die Einprobe aller Teile ist mithilfe einer Positionierungsschiene aus Splintmaterial sicher und erheblich leichter im Mund durchzuführen (Abb. 14 bis 17). Alle Bauteile eines Kiefers mit gleicher Einschubrichtung sind in der Schiene leicht fixiert und können direkt mit der Schiene eingegliedert werden.

  • Abb. 14: Über den Zirkoniumdioxid-Abutments auf den Implantaten ist ein Zirkoniumdioxid-Gerüst designt und erstellt worden. Ebenso ist über den eigenen präparierten Zahnstümpfen ein Zirkoniumdioxid-Gerüst erstellt worden. Eine Verbindung zwischen Implantat- und zahngetragenen Strukturen ist nicht vorhanden.
  • Abb. 15: Sowohl die Abutments als auch die Einzelzähne sind mit Zirkoniumdioxid-Kronen versehen, die einzeln für jeden Zahn und jedes Implantat gestaltet worden sind.
  • Abb. 14: Über den Zirkoniumdioxid-Abutments auf den Implantaten ist ein Zirkoniumdioxid-Gerüst designt und erstellt worden. Ebenso ist über den eigenen präparierten Zahnstümpfen ein Zirkoniumdioxid-Gerüst erstellt worden. Eine Verbindung zwischen Implantat- und zahngetragenen Strukturen ist nicht vorhanden.
  • Abb. 15: Sowohl die Abutments als auch die Einzelzähne sind mit Zirkoniumdioxid-Kronen versehen, die einzeln für jeden Zahn und jedes Implantat gestaltet worden sind.

  • Abb. 16: In Schlussbisslage im Artikulator. Sämtliche Kronen- und Brückengerüste sind miteinander durch diesen Kontrollschlüssel verblockt und lagestabil im Kontrollschlüssel fixierbar.
  • Abb. 17: Lateralansicht links. Die Kronen- und Brückengerüste, im verkleinerten anatoformen Design, sind hier gut erkennbar. Der notwendige Platz für die keramische Verblendung wird durch den Schlüssel dargestellt.
  • Abb. 16: In Schlussbisslage im Artikulator. Sämtliche Kronen- und Brückengerüste sind miteinander durch diesen Kontrollschlüssel verblockt und lagestabil im Kontrollschlüssel fixierbar.
  • Abb. 17: Lateralansicht links. Die Kronen- und Brückengerüste, im verkleinerten anatoformen Design, sind hier gut erkennbar. Der notwendige Platz für die keramische Verblendung wird durch den Schlüssel dargestellt.

Der Bissschlüssel zum Gegenbiss ist durch die Impressionen der antagonistischen Kronen und Brücken in der endgültigen Höhe in die Schiene integriert und kann auf diese Weise perfekt überprüft werden (Abb. 18 bis 22). Mit dünnfließendem Silikon wird die Mundsituation der Kronen zum Stumpf kontrolliert. Es folgt die Überprüfung des Randschlusses sowie der exakten Präparationsgrenzendarstellung. Damit sind die Kronen provisorisch fixiert. Zum Schluss werden alle Bauteile mit einem okklusalen Silikoncheck geprüft.

  • Abb. 18: Pfeilersituation im Oberkiefer nach Entnahme der provisorischen Kronen.
  • Abb. 19: Gesamteinprobe aller Kronengerüste im Oberkiefer. Mithilfe des Schlüssels wird die Situation in den Mund projiziert und die Aufpassung geprüft.
  • Abb. 18: Pfeilersituation im Oberkiefer nach Entnahme der provisorischen Kronen.
  • Abb. 19: Gesamteinprobe aller Kronengerüste im Oberkiefer. Mithilfe des Schlüssels wird die Situation in den Mund projiziert und die Aufpassung geprüft.

  • Abb. 20: Bei einer gemeinsamen Einschubrichtung können sämtliche Kronen im Schlüssel positioniert sein. Bei Divergenzen würden die Pfeiler zuerst mit den Kronen bestückt, dann folgt die Komplettierung des Schlüssels.
  • Abb. 21: Die Eingliederung der Kronengerüste mittels Schlüssels ist problemlos überprüfbar. Der Schlüssel darf weder schaukeln noch in irgendeiner Form Freiheitsgrade aufweisen.
  • Abb. 20: Bei einer gemeinsamen Einschubrichtung können sämtliche Kronen im Schlüssel positioniert sein. Bei Divergenzen würden die Pfeiler zuerst mit den Kronen bestückt, dann folgt die Komplettierung des Schlüssels.
  • Abb. 21: Die Eingliederung der Kronengerüste mittels Schlüssels ist problemlos überprüfbar. Der Schlüssel darf weder schaukeln noch in irgendeiner Form Freiheitsgrade aufweisen.

  • Abb. 22: Die drei verblockten Gerüstbereiche als Brücken werden über die Stümpfe beziehungsweise Abutments gesetzt und auf ihre Passung geprüft.
  • Abb. 22: Die drei verblockten Gerüstbereiche als Brücken werden über die Stümpfe beziehungsweise Abutments gesetzt und auf ihre Passung geprüft.

Alle Impressionen müssen perfekt durchgedrückt sein, dann kann die Arbeit fortgesetzt werden (Abb. 23). Die keramische Verblendung ist in diesem Fall reine Handarbeit und schließt mit dem Glanzbrand ab (Abb. 24 bis 27). Herstellbedingte Vorarbeiten zum adhäsiven Kleben im Mund sind bei Zirkoniumdioxid-Gerüsten von Nobel Biocare nicht durchzuführen. Es sind lediglich einige vorbereitende Schritte einzuhalten, die der Hersteller des Klebers vorgibt. Über die gesamte Arbeit wird im Artikulator wieder ein Splintschlüssel gefertigt.

  • Abb. 23: Zur Sicherheit können die Impression der Kronen mit Silikon im Splintschlüssel überprüft werden. An den durchgedrückten Stellen kann die Passung zwischen Stumpf und Krone sichtbar gemacht werden.
  • Abb. 24: Der letzte keramische Verblendschritt, der dann mit einem individuellen Glanzbrand abschließt.
  • Abb. 23: Zur Sicherheit können die Impression der Kronen mit Silikon im Splintschlüssel überprüft werden. An den durchgedrückten Stellen kann die Passung zwischen Stumpf und Krone sichtbar gemacht werden.
  • Abb. 24: Der letzte keramische Verblendschritt, der dann mit einem individuellen Glanzbrand abschließt.

  • Abb. 25: Die Kronengerüste auf dem Brennträger, direkt im Keramikofen.
  • Abb. 26: Korrekturen sind aufgetragen und die Arbeit steht für den nächsten Brennprozess im Keramikofen.
  • Abb. 25: Die Kronengerüste auf dem Brennträger, direkt im Keramikofen.
  • Abb. 26: Korrekturen sind aufgetragen und die Arbeit steht für den nächsten Brennprozess im Keramikofen.

  • Abb. 27: Die fertig verblendete keramische Arbeit auf dem Ober- und Unterkiefer-Modell.
  • Abb. 27: Die fertig verblendete keramische Arbeit auf dem Ober- und Unterkiefer-Modell.

Hierzu wird im Artikulator der Biss gehoben, um eine stabile Grundlage für den Schlüssel zu erhalten (Abb. 28 und 29). Nach Feinunterfütterung dieser Schiene, um einen gegebenenfalls vorhandenen Verzug zu korrigieren, geht die Arbeit zum Behandler. Dasselbe Verfahren wie in der Gerüstanprobe kommt bei der Fertigstellung der Kronen zur Anwendung. Zum Kleben wird dabei der Fixierschlüssel im Mund positioniert und stellt damit den exakten Sitz der Konstruktion sicher (Abb. 30 bis 32).

  • Abb. 28: Ein Kontrollschlüssel aus Splintmaterial wird hergestellt und umfasst die Kauflächen von Ober- und Unterkiefer.
  • Abb. 29: Diese Kontrollschiene wird im Artikulator noch einmal feinunterfüttert. Damit werden sämtliche Ungenauigkeiten, die durch Schrumpfung entstanden sein könnten, ausgeglichen.
  • Abb. 28: Ein Kontrollschlüssel aus Splintmaterial wird hergestellt und umfasst die Kauflächen von Ober- und Unterkiefer.
  • Abb. 29: Diese Kontrollschiene wird im Artikulator noch einmal feinunterfüttert. Damit werden sämtliche Ungenauigkeiten, die durch Schrumpfung entstanden sein könnten, ausgeglichen.

  • Abb. 30: Die Eingliederung der Kronen erfolgt im Oberkiefer mit Hilfe des Schlüssels.
  • Abb. 31: Ober- und Unterkiefer-Kronen in situ, mit dem dazwischen gelagerten Bissschlüssel.
  • Abb. 30: Die Eingliederung der Kronen erfolgt im Oberkiefer mit Hilfe des Schlüssels.
  • Abb. 31: Ober- und Unterkiefer-Kronen in situ, mit dem dazwischen gelagerten Bissschlüssel.

  • Abb. 32: Im Anschluss an die aktive Verklebung wird der Bissschlüssel noch einmal im Mund kontrolliert.
  • Abb. 32: Im Anschluss an die aktive Verklebung wird der Bissschlüssel noch einmal im Mund kontrolliert.

Schlussbemerkungen: die fehlerfreie Prothetik

Diese Handlungsschritte sind in einem Protokoll festgelegt und dienen so der genauen Übertragung der Mundsituation zurück zum Modell – und umgekehrt vom Modell aus dem Artikulator sicher in den Mund des Patienten. Solche Arbeitsweisen sind individuelle Merkmale eines Miteinanders: mit dem Ziel, gemeinsam eine Prothetik zu erzeugen, die keine Fehler hat. Man verlässt sich auf das Protokoll. Kein gesprochenes Wort kann die Sicherheit eines Kontrollschlüssels ersetzen. Kommt es zu Unstimmigkeiten bei der Übertragung der Mundsituation in den Artikulator oder daraus zurück zum Patienten, so hält das Protokoll den Plan „B“ vor. Dieser beschreibt genau, wohin man zurückgehen muss, um den Datentransfer wieder in die richtige Spur zu bringen.

Der hier gezeigte Fall wurde durch die Praxis Dr. Julia und Michael Morgenstern, Kerpen/Horrem, durchgeführt.

Fortsetzung folgt. Darin zeigt ZTM Hoffmann am Beispiel einer aufwendigen Kronen- und Brückenarbeit, die beide Kiefer erfasst, dass man das Zusammenspiel zwischen Praxis und Labor noch klarer strukturieren kann.

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: ZTM Andreas Hoffmann

Bilder soweit nicht anders deklariert: ZTM Andreas Hoffmann



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