Werkstoffe


Kunststoffe – Teil 1

Kunststoffe sind eine sehr heterogene Werkstoffgruppe und werden in zunehmendem Maße auch für festsitzende prothetische Arbeiten angeboten. In dieser und in den kommenden Ausgaben unseres Werkstofflexikons befassen wir uns mit diesem äußerst vielfältigen und interessanten Dentalwerkstoff, dessen Indikationsspektrum sich über die Jahrzehnte erweitert hat. Zunächst möchten wir im Folgenden einen kurzen Blick auf die Historie und die Einteilung in ihre unterschiedlichen Gruppen werfen.

Kunststoffe sind seit der Einführung des Kautschuks in die Zahnheilkunde im Jahre 1851 ein fester und besonders in den vergangenen zwei Jahrzehnten zunehmender Bestandteil in der zahnärztlichen restaurativen und prothetischen Therapie geworden. 1936 ließ sich die Firma Kulzer das sogenannte Paladonverfahren patentieren, seitdem wird das Methylmethacrylat in der Zahnmedizin als Basiswerkstoff eingesetzt, da es schlagfest, zäh und mundbeständig sowie einfach zu verarbeiten ist.

1963 erfolgte die Einführung des Bisphenolglycidyldimethacrylates durch R.L. Bowen (auch als Bowen-Formel bekannt, Abb. 1) und legte damit die Grundlagen für die moderne Zahnheilkunde.

  • Abb. 1: Die Kunststoffe mit der Bowen-Formel zeichnen sich im Gegensatz zu den klassischen Methacrylaten durch einen höheren Vernetzungsgrad sowie eine deutlich geringere Volumenkontraktion bei der Polymerisationsreaktion aus.
  • Abb. 2: Verschiedene Einteilungsmöglichkeiten.
  • Abb. 1: Die Kunststoffe mit der Bowen-Formel zeichnen sich im Gegensatz zu den klassischen Methacrylaten durch einen höheren Vernetzungsgrad sowie eine deutlich geringere Volumenkontraktion bei der Polymerisationsreaktion aus.
  • Abb. 2: Verschiedene Einteilungsmöglichkeiten.

  • Abb. 3: Kunststoffe in der dentalen Anwendung.
  • Abb. 3: Kunststoffe in der dentalen Anwendung.

In Verbindung mit der Schmelz-Ätztechnik ergaben sich ungeahnte Möglichkeiten, die Zähne funktionell und ästhetisch langlebig zu versorgen. Diese Grundmatrix wurde durch eine optimierte Füllertechnologie immer weiter den besonderen Anforderungen in der jeweiligen Indikation angepasst, sodass eine hohe Vielfalt maßgeschneiderter Komposite besteht, die entsprechend ausgewählt werden müssen. Die folgenden Beitragsteile dieses Werkstoffkunde-Lexikons werden die zahntechnisch relevanten Materialien aus dieser vorhandenen Vielfalt beleuchten. 

Näheres zum Autor des Fachbeitrages: Prof. Dr. Peter Pospiech



Was gibt es für wichtige und interessante Kongresse und Veranstaltungen im kommenden Jahr 2020? Werfen Sie einen Blick in unsere Übersicht!

Hier geht's zur Übersicht

Besuchen Sie uns doch mal auf unserer Facebookseite! Wir freuen uns über jeden Like und sind gespannt auf Anregungen, Kommentare, Kritik und Ideen für neue Themen!

Hier geht's direkt zur Seite