Werkstoffe


Multi-Layered-Zirkonoxid – 11 Tipps für den Laboralltag

16.07.2022

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Kaum ein Werkstoff hat in den letzten Jahren so rasante Fortschritte gemacht wie Zirkonoxid. Mit den geeigneten Kniffen sind mit modernen Multi-Layered-Materialien monolithische Restaurationen möglich, die selbst den ambitioniertesten „Schichter“ beeindrucken. Entsprechende Tipps finden Sie hier.

Grundlagen für ein erfolgreiches Ergebnis und eine hohe Effizienz bei der Arbeit mit Multi-Layered (ML)-Zirkonoxid sind eine indikationsbezogene Materialwahl und eine korrekte Verarbeitung. Die Experten von Kuraray Noritake haben dazu 11 Tipps zusammengestellt. Denn bereits 2013 brachte das Unternehmen das erste mehrschichtige Zirkonoxid auf den Markt und wurde damit zu einem Pionier der Multi-Layered-Zirkonoxide.

Bei KATANA Ziconia Multi-Layered (ML) handelt es sich um einen Werkstoff mit fließendem Farb- und Transluzenzverlauf. Seit damals wurden die Zirkonoxide stetig weiterentwickelt. Heute ermöglichen die modernen Multi-Layered-Materialien bei richtiger Anwendung beeindruckende Restaurationsergebnisse (Abb. 1 bis 4). Worauf es zu achten gilt, zeigt die folgende Checkliste.

  • Abb. 1: Monolithisch gefrästes Gerüst aus KATANA Zirconia YML.
  • Abb. 2: Das gesinterte Gerüst.
  • Abb. 1: Monolithisch gefrästes Gerüst aus KATANA Zirconia YML.
    © Kuraray Europe GmbH
  • Abb. 2: Das gesinterte Gerüst.
    © Kuraray Europe GmbH

  • Abb. 3: Verblendkeramik-Schichtung der Gingivaanteile.
  • Abb. 4: Finales Ergebnis. Monolithische Restauration aus KATANA Zirconia YML.
  • Abb. 3: Verblendkeramik-Schichtung der Gingivaanteile.
    © Kuraray Europe GmbH
  • Abb. 4: Finales Ergebnis. Monolithische Restauration aus KATANA Zirconia YML.
    © Kuraray Europe GmbH

11 Tipps für beste Restaurationsergebnisse

  1. Die Basis für einen natürlichen Farbverlauf ist ein hochwertiges Multi-Layered-Zirkonoxid. Denn ein Zirkonoxid mit hoher Farbstabilität sowie Farbechtheit (wie z.B. KATANA Zirconia) verhindert umfangreiche Nacharbeit.
    • Abb. 5: Die bewährte Multi-Layered-Struktur vereint verschiedene Zirkonoxide. Schichten von KATANA Zirconia YML mit unterschiedlichen Transluzenz- und Festigkeitswerten.

    • Abb. 5: Die bewährte Multi-Layered-Struktur vereint verschiedene Zirkonoxide. Schichten von KATANA Zirconia YML mit unterschiedlichen Transluzenz- und Festigkeitswerten.
      © Kuraray Europe GmbH
    Viele mehrschichtige Zirkonoxide folgen komplizierten Positionierungsprotokollen, dennoch muss die Positionierung im Blank exakt sein – das ist grundlegend. Ein Vorteil des neuesten Zirkonoxid der KATANA Zirconia-Familie (KATANA Zirconia YML) ist daher auch, dass es sich simpel und sicher positionieren lässt (Abb. 5).
  2. Auch wenn´s mal wieder eilig ist: Für optimale Ergebnisse gilt es, dem Sinterprotokoll des jeweiligen Herstellers zu folgen. Teils sind unterschiedliche Sinterzeiten möglich, so auch bei KATANA Zirconia. Hier kann der Anwender aus 3 Sinterzeiten wählen: High-Speed-Sintern (54 Minuten), Speed-Sintern (90 Minuten) und konventionelles Sintern (7 Stunden).
  3. Ein weiterer Einflussfaktor auf das Restaurationsergebnis ist der Sinterofen. Den Wartungs- und Reinigungsintervallen ist Folge zu leisten, da ein verschmutzter Ofen den Temperaturfühler und somit das Sinterergebnis beeinträchtigen kann.
  4. Um das Materialgefüge nicht zu schädigen, sollte die Restauration nach dem Sintern vollständig abkühlen.
  5. Zu beachten sind außerdem die Werkstoffkennwerte. Nur wenn die Biegefestigkeit ausreichend hoch ist, lassen sich auch langspannige Brücken zuverlässig realisieren.
  6. Nur mit einer vergleichsweise hohen Transluzenz sind natürlich wirkende Restaurationen möglich.
  7. Zirkonoxid-Materialien sollten im Dentallabor auf ein Minimum reduziert sein, um eine einheitliche Verfahrenstechnik und somit eine hohe Zuverlässigkeit zu etablieren. Ein Allrounder-Zirkonoxid wie KATANA Zirconia YML ermöglicht eine derartige Vereinfachung und Standardisierung der Arbeitsabläufe.
  8. Zirkonoxid ist ein sensibler Werkstoff, bei dem der Herstellungsprozess einen hohen Einfluss auf das Ergebnis hat, daher lohnt sich ein Blick auf die Werkstoff-Expertise der einzelnen Hersteller.
  9. Auf eine gut polierte Oberfläche ist unbedingt zu achten. Denn monolithisches Zirkonoxid zeigt nach der korrekten Politur keine erhöhten Abrasionswerte, das ist klinisch bestätigt. Studien besagen sogar, dass eine geringere Antagonistenabrasion auftritt als bei klassischen Metallkeramiken.
  10. Zahntechnikerinnen und Zahntechniker sind es gewohnt, Keramik in Schichten aufzutragen und mit Kunstfertigkeit natürliche Tiefe zu imitieren. Dieses Können zeichnet sie aus. Nun gilt es, den geschulten Blick fürs Detail zu nutzen und so von der Kraft moderner Zirkonoxide für monolithische Restaurationen zu profitieren.

Fazit

Zirkonoxid ist ein sensibler Werkstoff. Um die hervorragenden Materialeigenschaften voll ausschöpfen zu können – ganz gleich ob hinsichtlich Ästhetik oder Stärke –, ist es von entscheidender Bedeutung, bei der Bearbeitung im Dentallabor den empfohlenen Protokollen zu folgen. Den letzten Schliff jedoch verleiht die individuelle Kunstfertigkeit der jeweiligen Zahntechnikerinnen und Zahntechniker.


Quelle:
Kuraray Europe GmbH